NATO testet Bus-großes Luftschiff zur maritimen Überwachung
Das finnische Unternehmen Kelluu testet im Rahmen der NATO-Übung Repmus 25 in Portugal sein wasserstoffbetriebenes Luftschiff. Das autonome System kann über zwölf Stunden fliegen und soll vor allem bei der Überwachung des Meeres zum Einsatz kommen.
Die Demonstration findet während der Übung "Robotic Experimentation and Prototyping using Maritime Unmanned Systems" (REPMUS) 25 und "Dynamic Messenger" (DYMS) 25 statt. Diese Veranstaltung gilt als eine der bedeutendsten Evaluierungen unbemannter Technologien innerhalb des Militärbündnisses. Neben dem finnischen Luftschiff werden weitere innovative Robotersysteme getestet, die die Verteidigungsfähigkeiten der NATO stärken sollen.
Wie The WarZone berichtet, handelt es sich bei dem Kelluu-System um eine bemerkenswerte technische Entwicklung. Das Unternehmen aus Joensuu hat eine Plattform geschaffen, die sich wohlgemerkt deutlich von herkömmlichen Luftschiffen unterscheidet. Der Wasserstoff dient nämlich sowohl als Auftriebsgas als auch als Treibstoff für die Antriebssysteme.
Nach Angaben des Herstellers werden die Emissionen um 99,5 Prozent im Vergleich zu herkömmlichen Luftplattformen reduziert. Diese Umweltfreundlichkeit macht das System zu einer der saubersten Lösungen für derart lange Überwachungsaufgaben. Die patentierte wasserstoffsichere Struktur soll dabei auch unter extremen Bedingungen zuverlässig funktionieren, einschließlich subpolarer arktischer Umgebungen.
Mit dieser Ausrüstung können die Kelluu-Luftschiffe digitale Zwillinge von Gebieten mit bis zu 300 Kilometern Durchmesser von einer einzigen Station aus erstellen. Diese Fähigkeit wurde bereits in der Praxis erprobt: Das finnische Bergbauunternehmen Terrafame nutzte die Technologie zur Erstellung von 3D-Modellen einer 155 Quadratkilometer großen Industrieanlage, um diese zu optimieren.
Kelluu hat bereits weitere NATO-Evaluierungen in Aussicht: Die Luftschiffe sollen an der "Digital Backbone Experimentation" (DiBaX) in Lettland teilnehmen. Diese Übung zielt darauf ab, den Einsatz unbemannter Fahrzeuge in umkämpften Umgebungen und die Anwendung künstlicher Intelligenz bei Erkennungs- und Entscheidungsaufgaben zu testen. Zusätzlich wird das System vom DIANA-Beschleunigerprogramm der NATO bewertet, das aufkommende Technologien identifiziert und entwickelt.
Die Verbindung traditioneller Luftschiff-Technologie mit modernem Wasserstoffantrieb könnte die militärische Überwachung revolutionieren. Wie schätzt ihr das Potenzial dieser umweltfreundlichen Alternative zu herkömmlichen Aufklärungsplattformen ein?
Siehe auch:
Wasserstoff-Innovation über Portugal
Ein unbemanntes Luftschiff schwebt über den portugiesischen Gewässern und demonstriert eine neue Generation der Überwachungstechnologie. Das etwa zwölf Meter lange Fahrzeug des finnischen Unternehmens Kelluu wird mit Wasserstoff betrieben und sammelt während seiner Testflüge Bilder von Schiffen und anderen maritimen Objekten. Die NATO evaluiert das System im Rahmen ihrer größten jährlichen Drohnenübung, um dessen Potenzial für militärische Aufklärungsmissionen zu bewerten.Die Demonstration findet während der Übung "Robotic Experimentation and Prototyping using Maritime Unmanned Systems" (REPMUS) 25 und "Dynamic Messenger" (DYMS) 25 statt. Diese Veranstaltung gilt als eine der bedeutendsten Evaluierungen unbemannter Technologien innerhalb des Militärbündnisses. Neben dem finnischen Luftschiff werden weitere innovative Robotersysteme getestet, die die Verteidigungsfähigkeiten der NATO stärken sollen.
Kelluu stellt sein Wasserstoff-betriebenes Luftschiff vor
Wie The WarZone berichtet, handelt es sich bei dem Kelluu-System um eine bemerkenswerte technische Entwicklung. Das Unternehmen aus Joensuu hat eine Plattform geschaffen, die sich wohlgemerkt deutlich von herkömmlichen Luftschiffen unterscheidet. Der Wasserstoff dient nämlich sowohl als Auftriebsgas als auch als Treibstoff für die Antriebssysteme.
Ausdauer übertrifft Drohnen
Die Flugzeit von über zwölf Stunden pro Mission stellt einen erheblichen Vorteil gegenüber batteriebetriebenen Drohnen oder Hubschraubern dar. Während konventionelle Überwachungsdrohnen meist nur wenige Stunden in der Luft bleiben können, ermöglicht der Wasserstoffantrieb deutlich längere Einsätze. Das Luftschiff erreicht dabei eine Größe, die in etwa bei jener eines kleinen Buses liegt.Nach Angaben des Herstellers werden die Emissionen um 99,5 Prozent im Vergleich zu herkömmlichen Luftplattformen reduziert. Diese Umweltfreundlichkeit macht das System zu einer der saubersten Lösungen für derart lange Überwachungsaufgaben. Die patentierte wasserstoffsichere Struktur soll dabei auch unter extremen Bedingungen zuverlässig funktionieren, einschließlich subpolarer arktischer Umgebungen.
Der finnische Hersteller Kelluu erklärt, wie sein Luftschiff funktioniert
Vielseitige Sensorkonfiguration
Trotz seiner kompakten Bauweise kann die Plattform Nutzlasten von bis zu sechs Kilogramm transportieren. Diese Kapazität ermöglicht den Einsatz verschiedener Sensorsysteme wie LiDAR, Spektralkameras und Wärmebildkameras. Eine Standardkonfiguration umfasst die AgEagle RedEdge-P Multispektralkamera, die hochauflösende RGB- und Multispektralbilder mit pixelgenauer Ausgabe für Kartierungs- und Überwachungsaufgaben liefert.Mit dieser Ausrüstung können die Kelluu-Luftschiffe digitale Zwillinge von Gebieten mit bis zu 300 Kilometern Durchmesser von einer einzigen Station aus erstellen. Diese Fähigkeit wurde bereits in der Praxis erprobt: Das finnische Bergbauunternehmen Terrafame nutzte die Technologie zur Erstellung von 3D-Modellen einer 155 Quadratkilometer großen Industrieanlage, um diese zu optimieren.
Kelluu hat bereits weitere NATO-Evaluierungen in Aussicht: Die Luftschiffe sollen an der "Digital Backbone Experimentation" (DiBaX) in Lettland teilnehmen. Diese Übung zielt darauf ab, den Einsatz unbemannter Fahrzeuge in umkämpften Umgebungen und die Anwendung künstlicher Intelligenz bei Erkennungs- und Entscheidungsaufgaben zu testen. Zusätzlich wird das System vom DIANA-Beschleunigerprogramm der NATO bewertet, das aufkommende Technologien identifiziert und entwickelt.
Die Verbindung traditioneller Luftschiff-Technologie mit modernem Wasserstoffantrieb könnte die militärische Überwachung revolutionieren. Wie schätzt ihr das Potenzial dieser umweltfreundlichen Alternative zu herkömmlichen Aufklärungsplattformen ein?
Zusammenfassung
- Finnisches Wasserstoff-Luftschiff wird bei NATO-Übung Repmus 25 getestet
- Zwölf Meter langes autonomes Fahrzeug fliegt über zwölf Stunden lang
- Wasserstoff dient sowohl als Auftriebsgas als auch als Antriebstreibstoff
- System reduziert Emissionen um 99,5 Prozent gegenüber konventionellen Modellen
- Nutzlastkapazität von sechs Kilogramm für verschiedene Sensorsysteme
- Kann digitale Zwillinge von Gebieten bis 300 Kilometer Durchmesser erstellen
- Weitere NATO-Evaluierungen in Lettland bei Digital Backbone Experimentation
Siehe auch:
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