Dazn-Sammelklage: Über 4.500 Kunden kämpfen gegen Preiserhöhung
Nach massiven Preiserhöhungen in den Jahren 2021 und 2022 wächst der Druck auf den Sport-Streamingdienst Dazn. Mehr als 4.500 Verbraucher haben sich inzwischen der Sammelklage des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) angeschlossen.
Laut Verbraucherschützern seien die verwendeten Klauseln zur Preiserhöhung allerdings in den AGB von Dazn "intransparent" und daher unwirksam. Die Klage wird am 4. September 2026 vor dem Oberlandesgericht Hamm verhandelt (Aktenzeichen: I-12 VKl 1/24). Bis mindestens 25. September 2026 können sich Betroffene noch anschließen, das ist kostenlos. Die Sammelklage betrifft ausschließlich die Preiserhöhungen von 2021 und 2022.
Das Verfahren könnte Signalwirkung entfalten. Sammelklagen nach dem Verbraucherrechtedurchsetzungsgesetz sind in Deutschland noch jung. Der Ausgang könnte wegweisend für die Preispolitik anderer Streamingdienste sein.
Siehe auch:
Sammelklage gegen Dazn nimmt Fahrt auf
Streitpunkt sind Preisanhebungen während laufender Verträge, die ohne Zustimmung der Kunden erfolgt sein sollen. Das wäre ein Vorgehen, das die Verbraucherschützer für rechtswidrig halten.Entwicklung des Abo-Preises
Zum Start im Jahr 2016 kostete das Monatsabo noch 9,99 Euro, 2021 lag es bei 14,99 Euro. Mitte 2022 verdoppelte sich der Preis nahezu auf 29,99 Euro, das Jahresabo stieg auf 274,99 Euro. Allein 2023 gingen dann rund 500 Beschwerden bei den Verbraucherzentralen ein, rund siebenmal mehr als im Vorjahr.Dazn verweist auf Rechtekäufe
Dazn hingegen verteidigt die Preissprünge mit dem stark erweiterten Angebot. "Die Preiserhöhungen waren keine Willkür", erklärte Dazn-Deutschlandchefin Alice Mascia in der FAZ. Binnen kurzer Zeit habe der Anbieter unter anderem Bundesliga- und Champions-League-Rechte erworben und die Kosten umgelegt.Laut Verbraucherschützern seien die verwendeten Klauseln zur Preiserhöhung allerdings in den AGB von Dazn "intransparent" und daher unwirksam. Die Klage wird am 4. September 2026 vor dem Oberlandesgericht Hamm verhandelt (Aktenzeichen: I-12 VKl 1/24). Bis mindestens 25. September 2026 können sich Betroffene noch anschließen, das ist kostenlos. Die Sammelklage betrifft ausschließlich die Preiserhöhungen von 2021 und 2022.
Das Verfahren könnte Signalwirkung entfalten. Sammelklagen nach dem Verbraucherrechtedurchsetzungsgesetz sind in Deutschland noch jung. Der Ausgang könnte wegweisend für die Preispolitik anderer Streamingdienste sein.
Die Beteiligung an der Dazn-Sammelklage zeigt, dass zahlreiche Menschen die Preiserhöhung nicht einfach hinnehmen wollen. Das Vorgehen von Dazn war ein klares Foulspiel an den Nutzerinnen und Nutzern. Das wollen wir gerichtlich feststellen lassen und dafür sorgen, dass Betroffene der Preissprünge Geld zurückbekommen. Wer sich ebenfalls der Sammelklage anschließen möchte, kann das weiterhin kostenlos machen.Was haltet ihr von der Sammelklage gegen Dazn? Seid ihr auch von den Preiserhöhungen betroffen gewesen? Teilt eure Erfahrungen in den Kommentaren mit uns!
Zusammenfassung
- Über 4.500 Kunden beteiligen sich an Sammelklage gegen DAZN
- Verbraucherzentrale kritisiert einseitige Preiserhöhungen ohne Zustimmung
- Monatspreis stieg von ursprünglich 9,99 Euro auf 29,99 Euro in 2022
- DAZN begründet Preisanstieg mit Erwerb teurer Bundesliga-Übertragungsrechte
- Verhandlung am 4. September 2026 vor dem Oberlandesgericht Hamm
- Betroffene können sich bis 25. September 2026 kostenlos anschließen
- Sammelklage betrifft nur Preiserhöhungen für Bestandskunden in 2021 und 2022
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