Doppelte FPS: Nvidia startet Smooth Motion endlich für RTX 40-Serie

Mit einem großen Update bringt Nvidia endlich Smooth Motion für RTX-40-Grafikkarten. Das neue Feature soll die Bildrate in einigen Spielen erheblich steigern. Zusätzlich gibt es globale DLSS-Einstellungen und weitere Verbesserungen.
Gaming, Nvidia, Grafikkarte, Grafikkarten, Nvidia Geforce, GeForce RTX, Nvidia Geforce RTX, Nvidia GeForce RTX 3060, RTX 30, Nvidia GeForce RTX 3080, nVidia Geforce RTX 30 Series, GeForce RTX 30 Serie, Nvidia GeForce RTX 3090

Nvidia-App erhält große Aktualisierung

Was Nvidia schon vor gut einem Monat mit einem Preview-Treiber in Aussicht gestellt hatte, wird im Verlauf der nächsten Tage für alle Nutzer verfügbar. So hat das Unternehmen jetzt eine umfassende Aktualisierung für seine Nvidia-App vorgestellt, die RTX-40-Nutzern endlich Zugang zu Smooth Motion gewährt. Das Feature war bisher RTX-50-Grafikkarten vorbehalten.

Die Nvidia-App wurde ursprünglich als Nachfolger der GeForce Experience eingeführt und soll alle wichtigen Nvidia-Tools unter einer einheitlichen Oberfläche vereinen. Mit der aktuellen Aktualisierung macht das Unternehmen einen weiteren Schritt in Richtung einer vollständigen Ablösung des veralteten Control Panels, das seit über einem Jahrzehnt nahezu unverändert geblieben ist.

Auf YouTube ansehen

Smooth Motion steigert Bildraten deutlich

Smooth Motion ist ein treiberbasiertes KI-Modell, das flüssigeres Gameplay ermöglicht, indem es zusätzliche Frames zwischen zwei gerenderten Bildern einfügt. Die Technologie sorgt also für eine höhere Bildrate in Spielen, die keine native DLSS Frame Generation unterstützen, und funktioniert auf Treiberebene mit den meisten DirectX 11- und DirectX 12-Spielen sowie älteren Titeln. Nvidia behauptet, dass die Bildrate nahezu verdoppelt werden kann.

Die Technologie basiert auf ähnlichen Prinzipien wie AMDs Fluid Motion Frames oder Intels ExtraSS, unterscheidet sich jedoch in der Implementierung. Während AMD auf eine offenere Herangehensweise setzt, die auch auf älteren Grafikkarten funktioniert, beschränkt Nvidia Smooth Motion auf seine neueren RTX-Generationen und macht die speziellen KI-Beschleuniger nur auf der Ada-Lovelace- und Blackwell-Architektur verfügbar.

Mögliche Nachteile

Trotz der Leistungsvorteile bringt Smooth Motion auch Einschränkungen mit sich. Bei schnellen Bewegungen oder komplexen Szenarien können Ghosting, Artefakte oder Mikroruckler auftreten, besonders in Spielen mit vielen Partikeleffekten, Schattenübergängen oder nicht linearen Kamerabewegungen. Die Technologie generiert mehr Bilder pro Sekunde, aber keine zusätzlichen Informationen, was zu den genannten visuellen Problemen führen kann.

Da es sich um eine spielunabhängige, treiberbasierte Implementierung handelt, können je nach Spiel Eigenarten auftreten, ähnlich wie bei AMDs Fluid Motion Frames, das für gelegentliche Artefakte bekannt ist. Zusätzlich kann besonders bei niedrigen Ausgangs-Frameraten die Eingabeverzögerung ansteigen. Für kompetitive Spieler könnte das ein entscheidender Nachteil sein.

Weitere Verbesserungen

Eine weitere wichtige Neuerung sind die in den Nvidia-Release-Notes beschriebenen globalen DLSS-Overrides, die es ermöglichen, DLSS-Einstellungen für alle kompatiblen Spiele gleichzeitig zu aktivieren, anstatt sie pro Spiel zu konfigurieren. Bisher mussten Nutzer DLSS-Einstellungen für jedes Spiel einzeln anpassen, was viel Klickarbeit und potenzielle Frustration bedeutete.

Obendrein is Project G-Assist ab sofort für alle GeForce-RTX-GPUs mit sechs GB oder mehr VRAM verfügbar, einschließlich Laptops. Die neueste Version nutzt 40 Prozent weniger Speicher und ist intelligenter bei der Auswahl der richtigen Funktion für Anfragen. Das Tool kann Spielern dabei helfen, optimale Einstellungen zu finden oder Fragen zu Spielmechaniken zu beantworten. Die Technologie nutzt lokale KI-Verarbeitung, um Datenschutzbedenken zu minimieren und gleichzeitig schnelle Antworten zu liefern.

Das Update der Nvidia-App integriert auch mehr Legacy-Control-Panel-Optionen, einschließlich anisotroper Filterung, Anti-Aliasing und Einrichtungstools für Nvidia Surround. Um die Funktionen nutzen zu können, ist zusätzlich die Installation des aktuellsten Game-Ready-Treibers notwendig, der auch in unserem Download-Bereich bereitsteht. Die neue Version der Nvidia-App soll dann, wie eingangs erwähnt, im Verlauf der nächsten Woche als stabile Version erscheinen.

Was haltet ihr von Nvidias neuen Features? Werdet ihr Smooth Motion ausprobieren oder bevorzugt ihr native Frame-Generation? Teilt eure Erfahrungen in den Kommentaren mit uns!

Download Nvidia GeForce - Windows 10/11 Grafik-Treiber
Zusammenfassung
  • Nvidia bringt Smooth Motion für RTX-40-Grafikkarten per App-Update
  • KI-basierte Technologie fügt zusätzliche Frames zwischen gerenderten ein
  • Treiberbasierte Lösung funktioniert mit den meisten DirectX 11 und 12 Spielen
  • Mögliche Nachteile sind Ghosting-Effekte und erhöhte Eingabeverzögerung
  • Neue globale DLSS-Einstellungen vereinfachen die Konfiguration für Nutzer
  • Project G-Assist ist nun für alle GeForce RTX GPUs mit mind. 6 GB VRAM nutzbar
  • Die neuen Version der Nvidia-App soll ab nächster Woche zur Verfügung stehen

Siehe auch:
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Nvidia Aktienkurs in Euro
GeForce RTX 4070 Ti im Preisvergleich
Derzeit keine Angebote im Preisvergleich
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!