NASA-ISRO: Größte Weltraum-Antenne aller Zeiten erfolgreich entfaltet
Die größte Antenne einer NASA-Mission entfaltet sich im All: NISAR ist bereit für die Erdbeobachtung. Was der 1,5-Milliarden-Dollar-Satellit alles überwachen wird und warum seine Radar-Technik so besonders ist.
Dieser Schritt in der Mission ist die erste große Hürde, denn da die Reflektoren beim Start wie ein Schirm zusammengeklappt sind, kann hier beim Entfalten einiges schiefgehen - schon so manche Mission ist bei diesem Schritt gescheitert. Laut der NASA ging aber alles glatt und der rund neun Meter lange Ausleger, der den Schirm trägt, ist komplett ausgefahren und wurde in Position arretiert.
Wie die NASA mitteilte, verfügt der etwa 64 Kilogramm schwere Reflektor über einen zylindrischen Rahmen aus 123 Verbundstäben und ein goldplattiertes Drahtgitter. Diese ausgeklügelte Konstruktion ermöglicht es der Antenne, Mikrowellenimpulse von NISARs zwei Radarsystemen zur Erde zu leiten und die Rücksignale zu empfangen.
Am 9. August begann der Ausleger des Satelliten, sich Gelenk für Gelenk zu entfalten. Das dauerte gut vier Tage. Am 15. August wurden dann kleine Sprengbolzen gezündet, die die Reflektoranordnung an Ort und Stelle halten. Dies ermöglichte es der Antenne, den Prozess der Entfaltung zu beginnen. Die Antenne ist der größte Antennenreflektor, der jemals für eine NASA-Mission eingesetzt wurde.
Bild von NASA/JPL-Caltech
Die Mission trägt die ausgefeiltesten Radarsysteme, die jemals als Teil einer NASA-Mission gestartet wurden. Erstmals kombiniert der Satellit zwei Synthetic-Aperture-Radar-Systeme: ein L-Band-System, das durch Wolken und Baumkronen sehen kann, und ein S-Band-System, das ebenfalls durch Wolken sehen kann, aber empfindlicher für leichte Vegetation und Feuchtigkeit im Schnee ist.
In den kommenden Wochen wird das Raumfahrzeug die geplante 90-tägige Inbetriebnahmephase beginnen. Die wissenschaftlichen Operationen sollen bis Ende Oktober 2025 starten können und mindestens drei Jahre andauern.
Was haltet ihr von dieser internationalen Weltraum-Kooperation? Seht ihr NISAR als wichtigen Baustein für bessere Katastrophenvorhersage? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren mit uns!
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Siehe auch:
Historischer Meilenstein im Erdorbit
Siebzehn Tage nach dem Start von NISAR aus dem südöstlichen Indien hat sich der zwölf Meter große, trommelförmige Antennenreflektor erfolgreich in der erdnahen Umlaufbahn entfaltet.Dieser Schritt in der Mission ist die erste große Hürde, denn da die Reflektoren beim Start wie ein Schirm zusammengeklappt sind, kann hier beim Entfalten einiges schiefgehen - schon so manche Mission ist bei diesem Schritt gescheitert. Laut der NASA ging aber alles glatt und der rund neun Meter lange Ausleger, der den Schirm trägt, ist komplett ausgefahren und wurde in Position arretiert.
Wie die NASA mitteilte, verfügt der etwa 64 Kilogramm schwere Reflektor über einen zylindrischen Rahmen aus 123 Verbundstäben und ein goldplattiertes Drahtgitter. Diese ausgeklügelte Konstruktion ermöglicht es der Antenne, Mikrowellenimpulse von NISARs zwei Radarsystemen zur Erde zu leiten und die Rücksignale zu empfangen.
Am 9. August begann der Ausleger des Satelliten, sich Gelenk für Gelenk zu entfalten. Das dauerte gut vier Tage. Am 15. August wurden dann kleine Sprengbolzen gezündet, die die Reflektoranordnung an Ort und Stelle halten. Dies ermöglichte es der Antenne, den Prozess der Entfaltung zu beginnen. Die Antenne ist der größte Antennenreflektor, der jemals für eine NASA-Mission eingesetzt wurde.
Wegweiser für Erdbeobachtung
NISAR wird die Bewegung von Eisschilden und Gletschern verfolgen, die Verformung des Landes durch Erdbeben, Vulkane und Erdrutsche sowie Veränderungen in Wald- und Feuchtgebietsökosystemen bis auf Bruchteile eines Zentimeters genau erfassen. Außerdem wird es Entscheidungsträger in so unterschiedlichen Bereichen wie Katastrophenschutz, Infrastrukturüberwachung und Landwirtschaft unterstützen.
Bild von NASA/JPL-Caltech
Merke: NISAR startete am 30. Juli 2025 an Bord einer ISRO-Rakete vom Typ GSLV. Mit geschätzten Gesamtkosten von 1,5 Milliarden US-Dollar (etwa 1,28 Milliarden Euro) ist NISAR wahrscheinlich der teuerste Erdbeobachtungssatellit der Welt. Da NISAR alle zwölf Tage über dieselben Standorte fliegt, können Wissenschaftler bewerten, wie sich diese Eigenschaften im Laufe der Zeit verändert haben, um neue Erkenntnisse über die dynamischen Oberflächen der Erde zu gewinnen.
Die Mission trägt die ausgefeiltesten Radarsysteme, die jemals als Teil einer NASA-Mission gestartet wurden. Erstmals kombiniert der Satellit zwei Synthetic-Aperture-Radar-Systeme: ein L-Band-System, das durch Wolken und Baumkronen sehen kann, und ein S-Band-System, das ebenfalls durch Wolken sehen kann, aber empfindlicher für leichte Vegetation und Feuchtigkeit im Schnee ist.
In den kommenden Wochen wird das Raumfahrzeug die geplante 90-tägige Inbetriebnahmephase beginnen. Die wissenschaftlichen Operationen sollen bis Ende Oktober 2025 starten können und mindestens drei Jahre andauern.
Was haltet ihr von dieser internationalen Weltraum-Kooperation? Seht ihr NISAR als wichtigen Baustein für bessere Katastrophenvorhersage? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren mit uns!
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Zusammenfassung
- Antennenreflektor des NISAR-Satelliten erfolgreich in Erdumlaufbahn entfaltet
- Größter jemals für NASA-Mission eingesetzter Antennenreflektor mit 12 Metern
- Kombination zweier hochmoderner Synthetic-Aperture-Radar-Systeme an Bord
- NISAR überwacht präzise Eisschilde, Erdbeben und Ökosysteme aus dem All
- NASA und ISRO demonstrieren erfolgreiche internationale Weltraumkooperation
- Start erfolgte am 30. Juli 2025 mit geschätzten Kosten von 1,5 Milliarden Dollar
- Wissenschaftliche Operationen sollen bis Ende Oktober 2025 beginnen
Siehe auch:
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