Don't look down: NASA-Chef streicht Kernaufgabe der Raumfahrt
Seit gut einem Monat steht Sean Duffy als kommissarischer Administrator an der Spitze der US-Raumfahrtbehörde NASA. Jetzt will der ehemalige TV-Star und -Kommentator dafür sorgen, dass eine Kernaufgabe der Raumfahrt aus dem Programm gestrichen wird.
Die Erforschung der Erde und die Klimawissenschaft sollen hingegen weitgehend eingestellt werden. "Die NASA existiert, um zu erforschen - nicht, um sich mit Erdbeobachtung zu beschäftigen", erklärte Duffy. Damit würde eines der wichtigsten Forschungsgebiete aus dem Portfolio der Raumfahrtagentur verschwinden.
Seit jeher macht die Erdbeobachtung eine der größten Aufgaben der Raumfahrt aus. Immerhin lassen sich viele Vorgänge auf unserem Planeten erst erkennen, wenn man von oben herabblicken kann. Das betrifft natürlich die Erforschung von Wetter- und Klimasystemen, aber auch geologische Prozesse und es reicht bis hin zur Archäologie und der Suche nach Bodenschätzen.
Entsprechend scharf ist die Kritik, die Duffy für diese Änderung in der Aufgabenstellung der NASA einfährt. Denn das NASA-Gesetz von 1958 verpflichtet die Behörde ausdrücklich dazu, das Verständnis der Atmosphäre und der Umwelt unseres Planeten zu fördern. Traditionell fließen rund zehn Prozent des Budgets in entsprechende Projekte - etwa zur Wetterbeobachtung, zur Landnutzungsforschung oder zur Untersuchung der globalen Erwärmung.
Umfragen von Gallup und Pew Research zeigen zudem, dass die US-Bevölkerung der Klimaforschung bei der NASA höhere Priorität einräumt als vielen anderen Projekten. Hinter den Kulissen soll Duffy bislang vor allem auf politische Berater hören, weniger auf erfahrene Ingenieure. Ob er längerfristig im Amt bleibt, ist offen - immerhin ist der Verkehrsminister der Trump-Regierung nur kommissarisch als NASA-Chef tätig. Zwar tritt er zunehmend als Gesicht der Behörde auf, doch das Weiße Haus könnte schon bald einen Nachfolger nominieren.
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Keine Erdbeobachtung mehr
In einem Fernsehauftritt bei Fox Business kündigte Duffy an, die Arbeit der Behörde konsequent auf die Erforschung des Weltraums zu konzentrieren. Insbesondere die Errichtung einer dauerhaften Station auf dem Mond sowie die Entwicklung eines nuklearen Energiesystems für den Einsatz dort stehen im Mittelpunkt seiner Agenda.Die Erforschung der Erde und die Klimawissenschaft sollen hingegen weitgehend eingestellt werden. "Die NASA existiert, um zu erforschen - nicht, um sich mit Erdbeobachtung zu beschäftigen", erklärte Duffy. Damit würde eines der wichtigsten Forschungsgebiete aus dem Portfolio der Raumfahrtagentur verschwinden.
Seit jeher macht die Erdbeobachtung eine der größten Aufgaben der Raumfahrt aus. Immerhin lassen sich viele Vorgänge auf unserem Planeten erst erkennen, wenn man von oben herabblicken kann. Das betrifft natürlich die Erforschung von Wetter- und Klimasystemen, aber auch geologische Prozesse und es reicht bis hin zur Archäologie und der Suche nach Bodenschätzen.
Entsprechend scharf ist die Kritik, die Duffy für diese Änderung in der Aufgabenstellung der NASA einfährt. Denn das NASA-Gesetz von 1958 verpflichtet die Behörde ausdrücklich dazu, das Verständnis der Atmosphäre und der Umwelt unseres Planeten zu fördern. Traditionell fließen rund zehn Prozent des Budgets in entsprechende Projekte - etwa zur Wetterbeobachtung, zur Landnutzungsforschung oder zur Untersuchung der globalen Erwärmung.
Harsche Kritik
Lori Garver, ehemalige stellvertretende NASA-Chefin, warnte eindringlich vor den Folgen einer solchen Kursänderung: "Die Klimaforschung ist für Wirtschaft und nationale Sicherheit von unschätzbarem Wert. Sie zu vernachlässigen bedeutet, die NASA in parteipolitische Kämpfe hineinzuziehen und die internationale Führungsrolle der USA zu gefährden."Umfragen von Gallup und Pew Research zeigen zudem, dass die US-Bevölkerung der Klimaforschung bei der NASA höhere Priorität einräumt als vielen anderen Projekten. Hinter den Kulissen soll Duffy bislang vor allem auf politische Berater hören, weniger auf erfahrene Ingenieure. Ob er längerfristig im Amt bleibt, ist offen - immerhin ist der Verkehrsminister der Trump-Regierung nur kommissarisch als NASA-Chef tätig. Zwar tritt er zunehmend als Gesicht der Behörde auf, doch das Weiße Haus könnte schon bald einen Nachfolger nominieren.
Zusammenfassung
- NASA-Chef Sean Duffy will Erdbeobachtung aus dem Programm streichen
- Fokus soll auf Weltraumforschung und Mondstation gelegt werden
- Klimawissenschaft nicht mehr Teil der NASA-Agenda, laut Duffys Plan
- Erdbeobachtung macht historisch zehn Prozent des NASA-Budgets aus
- Kritiker verweisen auf gesetzlichen Auftrag der NASA zur Umweltforschung
- Ex-NASA-Vize warnt vor Gefährdung der US-Führungsrolle
- Duffy ist nur kommissarischer Administrator mit ungewisser Zukunft
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