Ex-PlayStation-Chef wütet: "Xbox Game Pass ist Lohnsklaverei"
Mit harten Worten kritisiert Ex-PlayStation-Chef Layden den Xbox Game Pass: "Lohnsklaven und finanzielle Tricksereien". Warum er Abo-Services und ein "Netflix der Spiele" grundlegend für schädlich hält, erklärt er mit einem brisanten Interview.
Der 59-jährige Manager war über zwei Jahrzehnte bei Sony tätig und gilt als eine der einflussreichsten Persönlichkeiten der PlayStation-Ära. Unter seiner Führung entstanden erfolgreiche Franchises wie "The Last of Us" und "God of War". Seine Kritik wiegt daher besonders schwer in der Branche. Infografik Videospiele: Diese Gaming-Abos werden in Deutschland genutzt
"Das Problem beim Gaming ist, dass wir nur den Launch haben. Das ist alles. Niemand will Geld bezahlen, um ins Studio zu kommen und Leuten beim Programmieren zuzuschauen", erklärte Layden im Gespräch mit Games Industry. Die Einschränkung macht Day-One-Launches in Abo-Services zu einem Problem für die Branche.
Diese Kritik trifft einen wunden Punkt der Branche. Viele kleinere Studios sind bereits auf feste Zahlungen von Plattformanbietern angewiesen, anstatt am Erfolg ihrer Spiele zu partizipieren. Das traditionelle Modell mit Verkaufszahlen und Gewinnbeteiligungen weicht zunehmend pauschalen Vergütungen.
Microsoft hat bislang keine detaillierten Zahlen zur Profitabilität des Game-Passes veröffentlicht. Branchenexperten schätzen, dass der Service bei den aktuellen Preisen und Nutzerzahlen bislang nicht kostendeckend arbeitet. Das Unternehmen investiert jedoch massiv in Content und Infrastruktur.
Der Service zählt mittlerweile über 34 Millionen Abonnenten weltweit. Microsoft-Chef Satya Nadella bezeichnet ihn als "wichtigsten Wachstumstreiber" der Gaming-Sparte. Dennoch führten massive Entlassungen bei Microsoft - etwa 12.000 Mitarbeiter, davon viele aus der Gaming-Sparte - zu weiterer Kritik an der Nachhaltigkeit des aktuellen Modells.
Was denkt ihr über Laydens Kritik? Sind Abo-Services wie Game Pass wirklich schädlich für Entwickler oder bieten sie neue Chancen? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!
Siehe auch:
PlayStation-Manager warnt vor Game Pass
Der frühere PlayStation-Chef Shawn Layden hat scharfe Kritik an Microsofts Xbox Game Pass und ähnlichen Abo-Diensten geäußert. Layden, der von 2014 bis 2019 als Vorsitzender der PlayStation Worldwide Studios fungierte, bezeichnete Gaming-Abonnements als schlecht für die Videospielindustrie und die Entwickler. Seine Aussagen befeuern die Debatte um die Zukunft des Spielmarkts.Der 59-jährige Manager war über zwei Jahrzehnte bei Sony tätig und gilt als eine der einflussreichsten Persönlichkeiten der PlayStation-Ära. Unter seiner Führung entstanden erfolgreiche Franchises wie "The Last of Us" und "God of War". Seine Kritik wiegt daher besonders schwer in der Branche. Infografik Videospiele: Diese Gaming-Abos werden in Deutschland genutzt
"Netflix der Spiele" als Gefahr
Layden kritisierte das Konzept des "Netflix der Spiele" und warnte vor den Auswirkungen. Er zog Parallelen zur Musikindustrie: "Schauen Sie, was mit der Musik passiert ist. Im Bewusstsein der Öffentlichkeit kostet Musik nichts. Musik sollte kostenlos sein." Während die Musikindustrie durch Konzerte und Merchandise Einnahmen generieren könne, stehe der Gaming-Bereich vor anderen Herausforderungen."Das Problem beim Gaming ist, dass wir nur den Launch haben. Das ist alles. Niemand will Geld bezahlen, um ins Studio zu kommen und Leuten beim Programmieren zuzuschauen", erklärte Layden im Gespräch mit Games Industry. Die Einschränkung macht Day-One-Launches in Abo-Services zu einem Problem für die Branche.
Entwickler als "Lohnsklaven"
Besonders kritisch äußerte sich Layden über die Auswirkungen auf Entwickler. Er beschrieb Entwickler, die für Abo-Services arbeiten, als "Lohnsklaven". "Sie schaffen keine Werte, bringen sie auf den Markt und hoffen, dass es explodiert, mit Gewinnbeteiligung und allem anderen schönen Zeug. Es ist einfach: 'Zahl mir X Dollar pro Stunde, ich baue dir ein Spiel, hier, stell es auf deine Server'."Diese Kritik trifft einen wunden Punkt der Branche. Viele kleinere Studios sind bereits auf feste Zahlungen von Plattformanbietern angewiesen, anstatt am Erfolg ihrer Spiele zu partizipieren. Das traditionelle Modell mit Verkaufszahlen und Gewinnbeteiligungen weicht zunehmend pauschalen Vergütungen.
Zweifel an der Profitabilität
Die Diskussion um die Rentabilität von Xbox Game Pass und Co. hält Layden für irreführend. Er argumentiert, dass Unternehmen durch "finanzielle Tricksereien" jeden Service profitabel erscheinen lassen könnten. Die wichtigere Frage sei, ob das System für Entwickler gesund sei.Microsoft hat bislang keine detaillierten Zahlen zur Profitabilität des Game-Passes veröffentlicht. Branchenexperten schätzen, dass der Service bei den aktuellen Preisen und Nutzerzahlen bislang nicht kostendeckend arbeitet. Das Unternehmen investiert jedoch massiv in Content und Infrastruktur.
Microsoft meldet Rekordeinnahmen
Trotz der Kritik verzeichnet Microsoft mit Game Pass weiterhin Erfolge. Das Unternehmen meldete kürzlich, dass Xbox Game Pass erstmals fast fünf Milliarden US-Dollar (etwa 4,27 Milliarden Euro) Jahresumsatz erreicht hat. Die Gaming-Sparte wuchs um neun Prozent auf 23,5 Milliarden Dollar (etwa 20,1 Milliarden Euro), wobei Xbox-Inhalte und -Services um 16 Prozent zulegten.Der Service zählt mittlerweile über 34 Millionen Abonnenten weltweit. Microsoft-Chef Satya Nadella bezeichnet ihn als "wichtigsten Wachstumstreiber" der Gaming-Sparte. Dennoch führten massive Entlassungen bei Microsoft - etwa 12.000 Mitarbeiter, davon viele aus der Gaming-Sparte - zu weiterer Kritik an der Nachhaltigkeit des aktuellen Modells.
Was denkt ihr über Laydens Kritik? Sind Abo-Services wie Game Pass wirklich schädlich für Entwickler oder bieten sie neue Chancen? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Ehemaliger PlayStation-Chef Shawn Layden kritisiert Microsofts Xbox Game Pass
- Layden bezeichnet Gaming-Abonnements als schädlich für die Spieleindustrie
- Er vergleicht die Situation mit der Musikindustrie, wo Inhalte entwertet wurden
- Entwickler werden laut Layden zu reinen Dienstleistern ohne Gewinnbeteiligung
- Microsoft meldet fast fünf Milliarden US-Dollar Jahresumsatz mit Game Pass
- Der Dienst zählt mittlerweile über 34 Millionen Abonnenten weltweit
- Trotz Wachstum führte Microsoft massive Entlassungen in der Gaming-Sparte durch
Siehe auch:
- Xbox Game Pass: Ganze 8 Neuzugänge für August 2025 enthüllt
- Xbox Game Pass: Microsoft überrascht mit spektakulärem Shadow Drop
- Entwickler schlagen Alarm: "Der Xbox Game Pass ist eine Zeitbombe"
- Xbox Game Pass: Neue Mai-Welle mit Doom und Ninja Turtles ist da
- Xbox-Chef Phil Spencer: Darum ist der Game Pass nicht immer sinnvoll
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