Ryzen-Aus: AMD trägt letzte X3D-Gaming-CPU für AM4-Sockel zu Grabe

AMDs beliebte Budget-Gaming-CPU, der Ryzen 7 5700X3D, erreicht ihr Lebensende. Händler können den Prozessor anscheinend nicht mehr bestellen, und die Preise steigen bereits deutlich. Das bedeutet auch das Ende der AM4-Ära mit 3D-V-Cache-Technologie.
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AMD beendet Produktion des Ryzen 7 5700X3D

AMD-Prozessoren sind gerade sehr beliebt. So schließt das Unternehmen immer weiter zum Konkurrenten Intel auf und verzeichnet einen Rekord nach dem anderen bei seinen CPU-Marktanteilen. Wie die neueste Steam-Statistik nahelegt, sind auch die X3D-Prozessoren mit zusätzlichem 3D-V-Cache für diesen Höhenflug verantwortlich. Doch während man schon an einer neuen Prozessor-Generation mit gigantischem Cache arbeitet, stellt AMD anscheinend die Produktion seiner aktuell wohl besten budgetfreundlichen Gaming-CPU ein.

So hat der Ryzen 7 5700X3D End-of-Life-Status erreicht, wie mehrere Händler gegenüber Tweakers bestätigen. Der letzte achtkernige Zen 3 mit 3D V-Cache ist in den USA bei praktisch allen großen Händlern bereits ausverkauft. Auch in Europa zeichnet sich ein ähnliches Bild ab. In Deutschland sind die Preise seit September 2024 von unter 170 Euro auf mittlerweile kapp 250 Euro angestiegen, was auf schwindende Bestände hindeutet.


Technische Details und Leistung

Der Ryzen 7 5700X3D debütierte im Januar 2024 als günstigere Alternative zum Ryzen 7 5800X3D und etablierte sich schnell als Geheimtipp für preisbewusste Gamer. Der Prozessor ist eine heruntergetaktete Variante des Ryzen 7 5800X3D mit acht Zen-3-Kernen, 96 MB L3-Cache und einer um 400 MHz reduzierten Taktfrequenz im Vergleich zum teureren Bruder.

Der 5700X3D erreicht maximal 4,1 GHz, während der 5800X3D bis zu 4,5 GHz schafft. Trotz des niedrigeren Takts erwies sich der Ryzen 7 5700X3D als einer von AMDs wettbewerbsfähigsten Gaming-CPUs und war bei ähnlicher Leistung günstiger als der 5800X3D oder der Core i5-14600K von Intel. In Tests war der Prozessor bei 1080p nur neun Prozent langsamer als sein größerer Verwandter und sogar drei Prozent schneller als der Core i5-14600K.

Ende der AM4-Ära

Der 5700X3D wurde nach der Einstellung des Ryzen 7 5800X3D zum einzigen verfügbaren X3D-Chip für die AM4-Plattform. Technisch produziert AMD noch den sechskernigen Ryzen 5 5500X3D, dieser ist jedoch exklusiv für Lateinamerika bestimmt. Die AM4-Plattform, die 2016 eingeführt wurde, war dennoch extrem langlebig und unterstützte vier Generationen von Ryzen-Prozessoren.

Ausblick auf AM5-Nachfolger

AMD drängt Nutzer nun wohl zum Wechsel auf AM5. Laut Berichten plant AMD günstigere X3D-Prozessoren für den neuen Sockel, wobei der Ryzen 5 9600X3D angeblich noch vor Ende 2025 erscheinen soll. Für Besitzer von AM4-Systemen bedeutet das Ende des 5700X3D jedoch auch das Ende einer Ära kostengünstiger Gaming-Upgrades ohne Plattformwechsel.

AM5 bietet modernere Features wie DDR5-Unterstützung und PCIe 5.0, erfordert allerdings auch neue Mainboards und Arbeitsspeicher. Für viele AM4-Nutzer war der 5700X3D die letzte Möglichkeit, ihre bestehenden Systeme kostengünstig aufzurüsten, ohne in eine komplett neue Plattform investieren zu müssen. Damit ist jetzt wohl Schluss.

Was haltet ihr vom Ende des Ryzen 7 5700X3D? Ist es Zeit für AM5 oder seid ihr ohnehin schon umgestiegen? Teilt eure Meinung in den Kommentaren mit!
Zusammenfassung
  • AMD Ryzen 7 5700X3D erreicht End-of-Life-Status und ist kaum noch verfügbar
  • Preise sind seit September 2024 von 170 Euro auf fast 250 Euro gestiegen
  • Budget-Gaming-CPU war günstigere Alternative zum Ryzen 7 5800X3D
  • Ende der AM4-Ära mit 3D V-Cache-Technologie zeichnet sich ab
  • AMD plant günstigere X3D-Prozessoren für die modernere AM5-Plattform
  • Wechsel zu AM5 erfordert neue Mainboards und DDR5-Arbeitsspeicher

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