Microsoft E-Mail geknackt: Italien verhaftet chinesischen Staats-Hacker
Die italienischen Behörden haben einen chinesischen Staatsbürger festgenommen, dem die USA vorwerfen, vor einigen Jahren Angriffe auf Microsofts E-Mail-Dienst Outlook durchgeführt zu haben, um so an Daten über die Forschung an Impfstoffen gegen das Coronavirus zu gelangen.
Mit einer breit angelegten Kampagne für Industriespionage versuchte China damals, sich Zugriff auf Informationen zur Entwicklung neuer Impfstoffe gegen SARS CoVID-19 zu gelangen, heißt es. Der Mann, dessen Nachname Xu lautet, soll als Teil von "Hafnium" Teil dieser Hacking-Kampagne gewesen sein, weshalb er in den USA in neun Punkten angeklagt wurde, berichtet die Financial Times.
Schon im Sommer 2020 hatte das US-Justizministerium deshalb zwei weitere chinesische Staatsbürger angeklagt, weil sie angeblich Teil eines über viele Jahre angelegten chinesischen Programms zur Erlangung von Forschungsergebnissen aus den USA waren. China behauptete stets, dass die Vorwürfe aus den Vereinigten Staaten jeder Grundlage entbehrten und man aufgrund eigener Forschungsbemühungen keinerlei Hilfe aus dem Westen benötigen würde.
Microsoft war offenbar vor allem deshalb von den mutmaßlichen Hackerangriffen aus China betroffen, weil das Unternehmen über seine Cloud-Server auch die E-Mail-Server diverser US-Regierungs- und Forschungseinrichtungen betreibt. Die italienische Polizei hat bestätigt, dass ein Auslieferungsersuchen aus den USA für Xu vorliegt. Die entsprechenden Prozesse für die Abwicklung des Auslieferungsverfahrens sollen in dieser Woche begonnen haben, so der Bericht.
Siehe auch:
Festnahme am Flughafen Mailand Malpensa
Am Flughafen Malpensa in Mailand wurde bereits vor gut einer Woche ein 33-jähriger Chinese verhaftet, gegen den ein internationaler Haftbefehl aus den Vereinigten Staaten vorlag. Der Mann war mutmaßlich Teil einer von der chinesischen Regierung unterstützten Hackergruppe namens "Hafnium", die sich 2021 illegal Zugriff auf Microsofts E-Mail-Dienste verschafft haben soll.Mit einer breit angelegten Kampagne für Industriespionage versuchte China damals, sich Zugriff auf Informationen zur Entwicklung neuer Impfstoffe gegen SARS CoVID-19 zu gelangen, heißt es. Der Mann, dessen Nachname Xu lautet, soll als Teil von "Hafnium" Teil dieser Hacking-Kampagne gewesen sein, weshalb er in den USA in neun Punkten angeklagt wurde, berichtet die Financial Times.
Angriffe auf Microsoft 2020 und 2021
Er soll als Mitglied von "Hafnium" in der Zeit von Februar 2020 bis Juni 2021 Attacken gegen Computersysteme in westlichen Ländern durchgeführt haben. Die US-Behörden hatten China zu Hochzeiten der Corona-Pandemie mehrfach vorgeworfen, mit Hackerangriffen auf Forschungseinrichtungen Daten zu Impfstoffen stehlen zu wollen.Schon im Sommer 2020 hatte das US-Justizministerium deshalb zwei weitere chinesische Staatsbürger angeklagt, weil sie angeblich Teil eines über viele Jahre angelegten chinesischen Programms zur Erlangung von Forschungsergebnissen aus den USA waren. China behauptete stets, dass die Vorwürfe aus den Vereinigten Staaten jeder Grundlage entbehrten und man aufgrund eigener Forschungsbemühungen keinerlei Hilfe aus dem Westen benötigen würde.
Microsoft war offenbar vor allem deshalb von den mutmaßlichen Hackerangriffen aus China betroffen, weil das Unternehmen über seine Cloud-Server auch die E-Mail-Server diverser US-Regierungs- und Forschungseinrichtungen betreibt. Die italienische Polizei hat bestätigt, dass ein Auslieferungsersuchen aus den USA für Xu vorliegt. Die entsprechenden Prozesse für die Abwicklung des Auslieferungsverfahrens sollen in dieser Woche begonnen haben, so der Bericht.
Zusammenfassung
- 33-jähriger Chinese am Flughafen Malpensa wegen Hacker-Vorwürfen verhaftet
- Teil der staatlich unterstützten chinesischen Hackergruppe 'Hafnium'
- Die Gruppe verschaffte sich 2021 illegal Zugang zu Microsoft-E-Mail-Diensten
- Angriffe zielten auf Forschungsdaten zu Corona-Impfstoffen ab
- Verdächtiger soll von Februar 2020 bis Juni 2021 Systeme attackiert haben
- Die USA haben Auslieferungsantrag gestellt und in neun Punkten Anklage erhoben
- Microsoft betreibt E-Mail-Server für US-Regierungs- und Forschungseinrichtungen
Siehe auch:
- China-Hacker gelingt Einbruch in Systeme des US-Finanzministeriums
- Anklage: China-Hacker knackte zehntausende Firewalls
- Hacker aus China hörten Mobilfunk ab: Alte Cisco-Hardware im Visier
- US-Telkos bekommen China-Hacker nicht aus ihren Netzen raus
- Volt Typhoon: China-Hacker nutzen Server-Bug und greifen Provider an
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