"Secure Boot Violation"-Bug:
Windows 10 bekommt Out-of-Band-Update

Microsoft reagiert auf Startprobleme bei Surface Hub v1-Geräten mit einem Notfall-Update. Das als KB5063159 veröffentlichte Out-of-Band-Update behebt einen kritischen Fehler, der einige Geräte am Hochfahren hinderte.
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"Secure Boot Violation"-Bug

Nach der Installation des Juni-Updates KB5060533 für Windows 10 Version 22H2 kam es bei Surface Hub v1-Geräten zu schwerwiegenden Startproblemen. Die betroffenen Systeme verweigerten den Start mit einer Fehlermeldung bezüglich einer Secure Boot-Verletzung. Microsoft reagierte umgehend und setzte am 11. Juni - einen Tag nach dem Start des Updates - die Verteilung für Surface Hub v1-Geräte aus, um weitere Ausfälle zu verhindern.

Das Ganze betrifft zwar keine Privatkunden, bekommt aber aufgrund des bereits angekündigten "End-of-Life"-Zyklus für die Surface Hub-Geräte besondere Aufmerksamkeit.


Microsoft liefert Korrektur-Update

Die betroffenen Systeme zeigten Fehlermeldungen wie "Secure Boot Violation" und "Invalid signature detected" und forderten zur Überprüfung der Secure Boot-Richtlinien im Setup auf. Diese Meldungen verhinderten das ordnungsgemäße Hochfahren der Geräte und machten sie praktisch unbrauchbar.

Wie Microsoft mitteilt, wurde nun ein Out-of-Band-Update mit der Kennung KB5063159 veröffentlicht. Dieses Update enthält nicht nur die ursprünglichen Verbesserungen des Juni-Updates, sondern verhindert auch das Auftreten der Startprobleme bei Surface Hub v1-Geräten. Das Update wird automatisch über Windows Update verteilt, kann aber auch manuell über den Microsoft Update Katalog heruntergeladen werden.

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Out-of-Band-Updates sind außerplanmäßige Aktualisierungen, die Microsoft nur bei kritischen Problemen veröffentlicht. Sie fallen außerhalb des regulären Patch Tuesday-Zyklus und werden meist dann eingesetzt, wenn schwerwiegende Sicherheitslücken oder systemkritische Fehler eine sofortige Korrektur erfordern.

Surface Hub v1: Besonderheiten der Hardware

Der Surface Hub v1 wurde 2015 als Microsofts erstes großformatiges Collaboration-Display eingeführt. Die Geräte sind mit 55-Zoll- oder 84-Zoll-Touchscreens ausgestattet und laufen auf einer speziellen Windows-10-Variante namens Windows 10 Team. Diese angepasste Version unterscheidet sich erheblich von herkömmlichen Windows 10-Installationen und ist speziell für Konferenzräume und Teamarbeit optimiert.

WSUS-Nutzer müssen Voraussetzungen beachten

Unternehmen, die den Windows Server Update Services (WSUS) nutzen, müssen sicherstellen, dass bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Systeme ohne das Update KB5003173 vom Mai 2021 oder neuer benötigen zwingend das spezielle Standalone-Update KB5005260 vom August 2021, bevor das aktuelle Update installiert werden kann.

Was haltet ihr von Microsofts Reaktion auf die Startprobleme? Teilt eure Erfahrungen mit Windows-Updates in den Kommentaren mit!

Was passiert am 14. Oktober 2025?
Microsoft beendet an diesem Tag den Support für die Windows 10 Team Edition auf Surface Hub v1 und Surface Hub 2S. Das bedeutet, dass diese Geräte keine Sicherheitsupdates und Patches mehr erhalten werden.

Besonders kritisch: Die Microsoft Teams App wird nach diesem Datum nicht mehr funktionieren. Unternehmen sollten daher rechtzeitig Maßnahmen ergreifen, um ihre Meetingräume funktionsfähig zu halten.
Welche Optionen hat der Surface Hub 2S?
Für den Surface Hub 2S bietet Microsoft drei verschiedene Migrationspfade an: Ein Hardware-Upgrade auf Surface Hub 3 mittels Surface Hub 3 Compute Cartridge (mit Windows 11), oder die kostenlose Migration zu Teams Rooms on Windows (Angebot nur bis 14. Oktober 2025 gültig).

Als dritte Option kann bei Nutzung in persönlichen Büroumgebungen auch ein Upgrade auf Windows 11 Pro/Enterprise erfolgen. Nutzer sollten die für ihren Anwendungsfall passende Option frühzeitig evaluieren.
Was tun mit dem Surface Hub v1?
Für das Surface Hub v1 gibt es keine Upgrade-Möglichkeit - es ist nur mit Windows 10 Team kompatibel. Microsoft empfiehlt hier ausdrücklich einen Hardware-Refresh durch "Austausch" gegen ein Surface Hub 3.

Nach Oktober 2025 werden diese zur Markteinführung rund 22.000 Euro-teuren Geräte technisch veraltet sein.
Gibt es Alternativen zu Surface Hub?
Microsoft bewirbt zwar den Umstieg auf Surface Hub 3, aber Unternehmen sollten auch alternative Collaboration-Displays anderer Hersteller in Betracht ziehen. Die erzwungene Migration könnte ein guter Zeitpunkt sein, die gesamte Meeting-Strategie zu überdenken.

Wichtig ist vor allem die langfristige Kompatibilität mit den genutzten Kollaborationstools und die Zukunftssicherheit der gewählten Lösung.
Zusammenfassung
  • Microsoft veröffentlicht Notfall-Update KB5063159 für Windows 10
  • Surface Hub v1-Geräte zeigten nach Juni-Update Secure Boot-Fehler
  • Die betroffenen Geräte konnten mit Fehlermeldungen nicht hochfahren
  • Update-Verteilung für Surface Hub v1 wurde am 11. Juni gestoppt
  • Out-of-Band-Updates werden nur bei kritischen Problemen veröffentlicht
  • Surface Hub v1 wurde 2015 mit Windows 10 Team-Version eingeführt
  • WSUS-Nutzer benötigen unter Umständen zusätzliche Voraussetzungen

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