KIR-Update gestartet: Microsoft behebt WSUS-Update-Probleme

Microsoft beseitigt den ärgerlichen WSUS-Fehler, der Windows 11 24H2-Updates in Unternehmen blockierte. Die Lösung kommt per Known Issue Rollback und erfordert eine spezielle Gruppenrichtlinie. Wie die Fehlerbehebung funktioniert, erfahrt ihr im Detail.
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Microsoft behebt Windows 11 24H2-Update-Problem

Windows-Administratoren in Unternehmensumgebungen dürfen aufatmen: Microsoft hat einen nervigen Fehler beseitigt, der die Installation von Windows 11 24H2-Updates über Windows Server Update Services (WSUS) verhinderte. Nutzer von Windows 11 Version 22H2 oder 23H2 erhielten bei dem Update-Versuch die Fehlermeldung 0x80240069 oder die Benachrichtigung "Service wuauserv has unexpectedly stopped".

Nur WSUS betroffen

Der Fehler trat nach der Installation des April-Sicherheitsupdates KB5055528 oder neuer auf. Während private Nutzer nicht betroffen waren, stellte dieser Umstand für IT-Abteilungen in Unternehmen ein erhebliches Hindernis dar, da WSUS in erster Linie in geschäftlichen und Enterprise-Umgebungen genutzt wird.


Lösung durch Known Issue Rollback (KIR)

Laut Informationen des Windows Release Health Dashboards wird das Problem durch das Known Issue Rollback (KIR) behoben. KIR ist eine spezielle Microsoft-Technologie, die es ermöglicht, fehlerhafte Codeänderungen rückgängig zu machen, ohne dass ein komplettes Update notwendig ist. IT-Administratoren können das Problem durch Installation und Konfiguration einer speziellen Gruppenrichtlinie beseitigen.

Lösung: Dieses Problem wird durch Known Issue Rollback (KIR) für von IT-Abteilungen verwaltete Geräte in Unternehmen behoben, die das betroffene Update installiert haben und bei denen dieses Problem aufgetreten ist. IT-Administratoren können dieses Problem beheben, indem sie die unten aufgeführte Gruppenrichtlinie installieren und konfigurieren.
Windows Release Health Dashboard
Die erforderliche Gruppenrichtlinie trägt den Namen "Windows 11 22H2 KB5055528 250426_03001 Known Issue Rollback.msi" und ist auch mit Windows 11 Version 23H2 kompatibel. Nach der Installation finden Administratoren die Richtlinie unter "Computer Configuration > Administrative Templates > Group Policy name".

Im Windows Release Health Dashboard weist Microsoft darauf hin, dass die Ursachen des Problems weiterhin analysiert werden und dass weitere Informationen bereitgestellt werden sollen.

Trotz Berichten über Leistungsprobleme und potenzielle Bugs wurde das Windows 11 24H2-Update für alle Nutzer freigegeben.

Wie sind eure Erfahrungen mit Windows 11 24H2 und der Problembehandlung bisher? Habt ihr in euren Unternehmensumgebungen ähnliche Probleme mit WSUS erlebt? Teilt eure Erlebnisse in den Kommentaren!

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Was ist ein KIR-Update?
KIR steht für "Known Issue Rollback" und ist eine Windows-Funktion, mit der Microsoft problematische Änderungen aus nicht sicherheitsrelevanten Updates gezielt und automatisch zurücknehmen kann, ohne das gesamte Update zu deinstallieren.

Wenn nach einem regulären Update Fehler auftreten, kann Microsoft mit KIR die fehlerhafte Komponente deaktivieren und den vorherigen, funktionierenden Code wieder aktivieren. Dieser Prozess läuft für die meisten Nutzer im Hintergrund ab und erfordert keine manuelle Intervention.
Wie erkenne ich ein KIR-Update?
KIR-Updates werden in der Regel automatisch über Windows Update verteilt und erscheinen nicht als separate Updates in der Update-Historie. Stattdessen werden sie als Teil der regelmäßigen Windows-Aktualisierungen implementiert.

Microsoft informiert über KIR-Maßnahmen in seinen Support-Dokumenten und im Windows Release Health Dashboard. Dort werden bekannte Probleme und deren Behebung durch KIR dokumentiert, sodass IT-Administratoren und interessierte Nutzer nachvollziehen können, welche Änderungen zurückgenommen wurden.
Wann wird ein Know Issue Rollback angewendet?
Ein KIR wird angewendet, wenn Microsoft nach der Veröffentlichung eines Updates feststellt, dass es bei einer signifikanten Anzahl von Nutzern zu Problemen führt. Dies können Anzeigeprobleme, Funktionsstörungen oder Leistungseinbußen sein.

Besonders häufig kommen KIRs nach den monatlichen "Patch Tuesday"-Updates zum Einsatz, wenn durch Nutzer-Feedback oder telemetrische Daten Probleme identifiziert werden. Microsoft entscheidet dann, ob ein vollständiges Ersatz-Update nötig ist oder ob ein gezielter KIR ausreicht, um das Problem zu beheben.
Muss ich für KIRs etwas tun?
Für normale Windows-Nutzer werden KIRs automatisch installiert, ohne dass eine manuelle Intervention erforderlich ist. In manchen Fällen kann ein Neustart des Systems den Prozess beschleunigen, damit die Änderungen wirksam werden.

Unternehmen und IT-Administratoren haben die Möglichkeit, KIRs über Gruppenrichtlinien zu verwalten und gezielt zu verteilen. Für fortgeschrittene Nutzer stellt Microsoft in seinen Support-Dokumenten oft zusätzliche Informationen bereit, falls manuelle Eingriffe nötig sein sollten.
Sind KIRs Sicherheitspatches?
Nein, KIRs betreffen ausschließlich nicht sicherheitsrelevante Änderungen in Windows-Updates. Sicherheitspatches werden niemals durch KIRs zurückgenommen, selbst wenn sie Probleme verursachen, da die Sicherheit des Systems Priorität hat.

Sollte ein Sicherheitsupdate Probleme verursachen, veröffentlicht Microsoft in der Regel ein vollständiges Ersatz-Update, das sowohl den Sicherheitspatch als auch eine Lösung für die aufgetretenen Probleme enthält. Der KIR-Mechanismus kommt hier nicht zum Einsatz.
Zusammenfassung
  • Microsoft behebt Fehler bei Windows 11 24H2-Installation über WSUS
  • Problem trat nach April-Sicherheitsupdate KB5055528 auf
  • Lösung erfolgt durch Known Issue Rollback (KIR) Technologie
  • IT-Administratoren müssen spezielle Gruppenrichtlinie installieren
  • WSUS-Blockade stellte erhebliches Problem für Unternehmen dar
  • Weitere Bugs und Leistungsprobleme bei Windows 11 24H2 berichtet
  • KIR ermöglicht gezielte Behebung von Problemen durch Windows-Updates

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