China mit Vorwürfen gegen US-Konzern:
Nvidia schickt uns Backdoors
Die chinesische Cyberspace-Regulierungsbehörde hat den US-Chiphersteller Nvidia zu einem Gespräch einbestellt. Hintergrund sind angebliche gravierende Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit speziellen KI-Chips, die für den chinesischen Markt entwickelt wurden.
Nvidia wurde nun aufgefordert, die aufgeworfenen Sicherheitsfragen im Detail zu erklären und umfassende technische Unterlagen vorzulegen. Der Chipkonzern hat sich bislang nicht öffentlich zu den Vorwürfen geäußert, berichtete die britische Wirtschaftszeitung Financial Times.
Die Entwicklung trifft Nvidia zu einem kritischen Zeitpunkt. Erst vor wenigen Wochen hatte Washington die Exportgenehmigung für den H20 wieder erteilt - ein Schritt, der es dem Konzern ermöglichen sollte, seine zuletzt unter Druck geratene Präsenz auf dem chinesischen Markt zu festigen. Nvidia-Chef Jensen Huang war daraufhin nach Peking gereist, um Kunden zu treffen und eine neue GPU auf Basis der aktuellen Blackwell-Serie vorzustellen, die mit den US-Richtlinien konform ist.
In den USA wiederum wächst der politische Widerstand gegen den Export von Hochleistungschips nach China. Ein neues Gesetz sieht vor, dass Chips, die exportiert werden, mit Ortungstechnik ausgestattet sein müssen - aus Angst vor Technologiemissbrauch durch chinesische Stellen. Sowohl in den USA als auch in China gibt es Kräfte, die eine Wiederaufnahme der H20-Verkäufe kritisch sehen. In beiden Ländern wird befürchtet, dass diese Entscheidung den technologischen Vorsprung aufs Spiel setzen oder den Aufbau eigener Alternativen verzögern könnte.
Siehe auch:
H20-Chip im Visier
Insbesondere geht es um den sogenannten H20-Chip, der auf US-Vorgaben zugeschnitten wurde und seit Kurzem wieder nach China exportiert werden darf. Laut der Cyberspace Administration of China (CAC) sollen US-amerikanische Experten festgestellt haben, dass die Nvidia-Chips über Funktionen zur Standortverfolgung verfügen und aus der Ferne abgeschaltet werden könnten. Welche Experten diese Erkenntnisse gewonnen haben oder ob auch in China selbst entsprechende Tests durchgeführt wurden, blieb in der Mitteilung der Behörde allerdings offen.Nvidia wurde nun aufgefordert, die aufgeworfenen Sicherheitsfragen im Detail zu erklären und umfassende technische Unterlagen vorzulegen. Der Chipkonzern hat sich bislang nicht öffentlich zu den Vorwürfen geäußert, berichtete die britische Wirtschaftszeitung Financial Times.
Die Entwicklung trifft Nvidia zu einem kritischen Zeitpunkt. Erst vor wenigen Wochen hatte Washington die Exportgenehmigung für den H20 wieder erteilt - ein Schritt, der es dem Konzern ermöglichen sollte, seine zuletzt unter Druck geratene Präsenz auf dem chinesischen Markt zu festigen. Nvidia-Chef Jensen Huang war daraufhin nach Peking gereist, um Kunden zu treffen und eine neue GPU auf Basis der aktuellen Blackwell-Serie vorzustellen, die mit den US-Richtlinien konform ist.
Keine Belege
Beobachter wie Paul Triolo, China-Technologieexperte der Beratungsfirma DGA-Albright Stonebridge Group, äußerten Zweifel an den Vorwürfen. Es gebe keine konkreten Hinweise auf eine absichtlich eingebaute Hintertür in der Hardware. Unterdessen forciert China den Aufbau einer eigenen Halbleiterindustrie. Unternehmen wie Huawei sowie kleinere Hersteller wie Biren und Cambricon profitieren von Pekings Bestreben, die Abhängigkeit von ausländischen Chips zu verringern.In den USA wiederum wächst der politische Widerstand gegen den Export von Hochleistungschips nach China. Ein neues Gesetz sieht vor, dass Chips, die exportiert werden, mit Ortungstechnik ausgestattet sein müssen - aus Angst vor Technologiemissbrauch durch chinesische Stellen. Sowohl in den USA als auch in China gibt es Kräfte, die eine Wiederaufnahme der H20-Verkäufe kritisch sehen. In beiden Ländern wird befürchtet, dass diese Entscheidung den technologischen Vorsprung aufs Spiel setzen oder den Aufbau eigener Alternativen verzögern könnte.
Zusammenfassung
- Chinesische Behörde bestellt Nvidia ein wegen Sicherheitsbedenken
- H20-Chip steht unter Verdacht, Standortverfolgung und Fernabschaltung zu ermöglichen
- Nvidia soll technische Unterlagen vorlegen und Sicherheitsfragen erklären
- Vorwürfe kommen kurz nach Wiedererteilung der US-Exportgenehmigung
- Experten bezweifeln die Existenz absichtlich eingebauter Hintertüren
- China treibt Aufbau einer unabhängigen eigenen Halbleiterindustrie voran
- Neue US-Gesetze fordern Ortungstechnik für exportierte Hochleistungschips
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