Volkswagen verbockt es in den USA:
Rückruf des ID Buzz gestartet
VWs elektrischer ID.Buzz verstößt gegen US-Sicherheitsvorschriften - aus einem kuriosen Grund. Die dritte Sitzreihe bietet Platz für drei Personen, verfügt aber nur über zwei Sicherheitsgurte. Nun muss der E-Bus in die Werkstatt.
Nach Angaben der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA verstößt der Elektrobus damit gegen die Sicherheitsvorschrift FMVSS 208 zum Insassenschutz. Das Problem: Die Rückbank bietet zwar Platz für drei Personen, ist jedoch nur mit zwei Sicherheitsgurten ausgestattet.
Der Konstruktionsfehler liegt in der großzügigen Dimensionierung der Sitzbank. Obwohl die dritte Reihe des ID.Buzz für zwei Passagiere konzipiert wurde und entsprechend zwei Sicherheitsgurte besitzt, ist die Sitzfläche so breit, dass problemlos drei Personen darauf Platz nehmen könnten.
Die NHTSA sieht darin ein erhebliches Sicherheitsrisiko, da Nutzer versucht sein könnten, einen dritten Passagier ohne Sicherheitsgurt zu befördern. Volkswagen hat bereits eine Lösung für diesen ungewöhnlichen Mangel gefunden. Wie das Fachmagazin Road and Track berichtet, wird der Hersteller "ungepolsterte Verkleidungsteile hinzufügen, um die Sitzflächenbreite der dritten Reihe zu begrenzen".
Diese Maßnahme soll physisch verhindern, dass ein dritter Passagier auf der Rückbank Platz nehmen kann. Die Nachbesserung wird für Fahrzeugbesitzer kostenlos durchgeführt.
Von dem Rückruf sind nahezu alle in den USA verkauften ID.Buzz-Modelle betroffen. Die Verkaufszahlen liegen bei etwa 1.162 Einheiten bis Ende 2024 und weiteren 1.901 Fahrzeugen im ersten Quartal 2025. Zusammen mit den Fahrzeugen im Händlerbestand summiert sich die Zahl auf rund 5.700 betroffene Elektrobusse.
Obwohl der ID.Buzz mit rund 122 Zentimetern (48 Zoll) Hüftfreiheit und 135 Zentimetern (53 Zoll) Schulterfreiheit eigentlich unter dem Grenzwert liegt, fällt er dennoch unter diese Vorschrift. Volkswagen räumt ein, dass der Fehler auf einer Fehlinterpretation der US-Sicherheitsstandards beruht. Bislang sind keine Unfälle oder Verletzungen im Zusammenhang mit der zu breiten Rückbank bekannt geworden.
Was haltet ihr von diesem ungewöhnlichen Rückruf? Findet ihr die Maßnahme der NHTSA sinnvoll oder übertrieben? Teilt eure Meinung in den Kommentaren mit uns!
Siehe auch:
Ärger für den VW ID.Buzz in den USA
Der elektrische VW ID.Buzz sorgt in den USA für ungewöhnliche Schlagzeilen. Volkswagen muss mehr als 5.600 Exemplare seines E-Bullis zurückrufen - nicht etwa wegen technischer Mängel, sondern weil die dritte Sitzreihe zu geräumig gestaltet ist.Nach Angaben der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA verstößt der Elektrobus damit gegen die Sicherheitsvorschrift FMVSS 208 zum Insassenschutz. Das Problem: Die Rückbank bietet zwar Platz für drei Personen, ist jedoch nur mit zwei Sicherheitsgurten ausgestattet.
Der Konstruktionsfehler liegt in der großzügigen Dimensionierung der Sitzbank. Obwohl die dritte Reihe des ID.Buzz für zwei Passagiere konzipiert wurde und entsprechend zwei Sicherheitsgurte besitzt, ist die Sitzfläche so breit, dass problemlos drei Personen darauf Platz nehmen könnten.
Die NHTSA sieht darin ein erhebliches Sicherheitsrisiko, da Nutzer versucht sein könnten, einen dritten Passagier ohne Sicherheitsgurt zu befördern. Volkswagen hat bereits eine Lösung für diesen ungewöhnlichen Mangel gefunden. Wie das Fachmagazin Road and Track berichtet, wird der Hersteller "ungepolsterte Verkleidungsteile hinzufügen, um die Sitzflächenbreite der dritten Reihe zu begrenzen".
Diese Maßnahme soll physisch verhindern, dass ein dritter Passagier auf der Rückbank Platz nehmen kann. Die Nachbesserung wird für Fahrzeugbesitzer kostenlos durchgeführt.
Von dem Rückruf sind nahezu alle in den USA verkauften ID.Buzz-Modelle betroffen. Die Verkaufszahlen liegen bei etwa 1.162 Einheiten bis Ende 2024 und weiteren 1.901 Fahrzeugen im ersten Quartal 2025. Zusammen mit den Fahrzeugen im Händlerbestand summiert sich die Zahl auf rund 5.700 betroffene Elektrobusse.
Strenge US-Vorschriften für Sitzbreiten
Die NHTSA-Regulierungen sind in Bezug auf Sitzbreiten äußerst detailliert. Eine Sitzbank mit mehr als 140 Zentimetern (55,2 Zoll) Breite muss mit mindestens drei Sicherheitsgurten ausgestattet sein. Dies entspricht etwa 37,6 Zentimetern (14,8 Zoll) pro Sitzplatz - weniger als die engsten Sitzplätze in Billigfluglinien.Obwohl der ID.Buzz mit rund 122 Zentimetern (48 Zoll) Hüftfreiheit und 135 Zentimetern (53 Zoll) Schulterfreiheit eigentlich unter dem Grenzwert liegt, fällt er dennoch unter diese Vorschrift. Volkswagen räumt ein, dass der Fehler auf einer Fehlinterpretation der US-Sicherheitsstandards beruht. Bislang sind keine Unfälle oder Verletzungen im Zusammenhang mit der zu breiten Rückbank bekannt geworden.
Was haltet ihr von diesem ungewöhnlichen Rückruf? Findet ihr die Maßnahme der NHTSA sinnvoll oder übertrieben? Teilt eure Meinung in den Kommentaren mit uns!
Zusammenfassung
- VW ruft über 5.600 ID.Buzz-Modelle in den USA wegen zu breiter Rückbank zurück
- Dritte Sitzreihe bietet Platz für drei Personen, hat aber nur zwei Gurte
- Verstoß gegen US-Sicherheitsvorschrift FMVSS 208 zum Insassenschutz
- VW plant Hinzufügen ungepolsterter Verkleidungsteile zur Breitenbegrenzung
- Nachbesserung wird für Fahrzeugbesitzer kostenlos durchgeführt
- Fehlinterpretation der US-Sicherheitsstandards durch Volkswagen
- Bisher keine Unfälle oder Verletzungen im Zusammenhang mit dem Problem bekannt
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