Smartphone-Malware gelingt Diebstahl der Daten auf der SIM-Karte

Angreifern ist es gelungen, mit einer Malware Daten von USIM-Karten zu stehlen. Entdeckt wurde der Schadcode im Netz der südkoreanischen SK Telecom. Wer hinter der Aktion steckt, ist bislang noch ungeklärt.
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Identität der Angreifer unklar

Nach Unternehmensangaben wurde die Schadsoftware am späten Samstagabend, dem 19. April 2025, um 23 Uhr Ortszeit entdeckt - ein Zeitpunkt, zu dem viele IT-Abteilungen aufgrund des Wochenendes nur eingeschränkt besetzt sind. In einer offiziellen Mitteilung erklärte das Unternehmen, man habe nach Entdeckung der potenziellen Sicherheitslücke umgehend reagiert: Die betroffene Schadsoftware sei soweit möglich gelöscht und alle verdächtigen Systeme isoliert worden. Bislang gebe es keine Hinweise darauf, dass die erlangten Daten bereits missbraucht wurden.

Bei den potenziell betroffenen Informationen handelt es sich um Daten, die auf USIM-Karten - die üblicherweise weiterhin als SIM-Karten bezeichnet werden - gespeichert sind. Dazu zählen unter anderem die internationale Teilnehmerkennung (IMSI), Telefonnummern (MSISDN), Authentifizierungsschlüssel sowie Netznutzungsdaten. In manchen Fällen können auch Kurznachrichten oder Kontakte betroffen sein, sofern diese noch auf der Karte gespeichert wurden, was bei den heute üblichen Smartphones aber kaum der Fall ist.


Die hier vorliegende Art von Daten ist besonders sensibel, da sie für gezielte Überwachung, Standortverfolgung und sogenannte SIM-Swap-Angriffe missbraucht werden kann. Letztere ermöglichen es Cyberkriminellen, die Kontrolle über die Telefonnummer eines Opfers zu übernehmen - ein Einfallstor für weitere Betrugsversuche.

Ermittlungen dauern an

Die südkoreanische Agentur für Internet- und Sicherheit (KISA) wurde bereits am Tag nach dem Angriff informiert, ebenso wie die nationale Datenschutzkommission. Die Ermittlungen zur genauen Ursache und zum Umfang des Angriffs laufen noch, hieß es.

SK Telecom hat in Reaktion auf den Vorfall seine Schutzmechanismen verstärkt. Insbesondere sollen USIM-Tauschvorgänge und unübliche Authentifizierungsversuche strenger kontrolliert werden. Nutzerkonten, die mit verdächtigen Aktivitäten in Verbindung stehen, werden automatisch vorübergehend deaktiviert. Kunden des Unternehmens wird geraten, den kostenlosen USIM-Schutzdienst in Anspruch zu nehmen. Dieser verhindert, dass Mobilfunknummern ohne Zustimmung auf andere SIM-Karten übertragen werden können.

Zusammenfassung
  • Malware stiehlt Daten von USIM-Karten im Netz von SK Telecom
  • Entdeckung am 19. April 2025 um 23 Uhr Ortszeit in Südkorea
  • Betroffene Daten: IMSI, MSISDN, Authentifizierungsschlüssel, Netznutzung
  • Potenzielle Risiken: Überwachung, Standortverfolgung, SIM-Swap-Angriffe
  • SK Telecom verstärkt Schutzmechanismen und informiert Behörden
  • Kunden wird Nutzung des kostenlosen USIM-Schutzdienstes empfohlen
  • Ermittlungen zu Ursache und Umfang des Angriffs laufen noch

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