USA wollten China schwächen, doch Nvidia-Verbot sorgt für Boom
Sanktionen, Innovation, Marktverschiebung: Die US-Exportverbote für KI-Chips nach China haben Huawei & Co. zum Durchbruch verholfen. Das Fehlen von Nvidia hat eine Lücke im Markt hinterlassen, die schnell von chinesischen Unternehmen geschlossen wird.
Der Zeitpunkt könnte für chinesische KI-Unternehmen nicht günstiger sein. Nachdem die Trump-Administration Anfang April Nvidia mitgeteilt hatte, dass der Verkauf des H20-Chips nach China eine Exportlizenz erfordert, suchen chinesische Firmen dringend nach Alternativen. Nvidia rechnet mit Abschreibungen von umgerechnet bis zu 4,8 Milliarden Euro (wir hatten berichtet) für Lagerbestände im ersten Quartal des Geschäftsjahres - ein deutliches Zeichen dafür, dass das Unternehmen nicht mit der Erteilung von entsprechenden Export-Lizenzen rechnet.
Die Sanktionen gegen chinesische Chipimporte sollten ursprünglich die technologische Entwicklung Chinas einschränken, besonders im militärischen Bereich. Washington hatte China bereits 2022 vom Zugang zu Nvidias fortschrittlichsten KI-Produkten abgeschnitten, darunter der Flaggschiff-Chip B200. Dies hat Huawei und chinesischen GPU-Startups wie Moore Threads und Iluvatar CoreX ermöglicht, in einen Markt vorzudringen, der bisher hauptsächlich von Nvidia dominiert wurde.
Bemerkenswert ist, dass chinesische Unternehmen wie SMIC und Huawei offenbar die ältere "Deep Ultraviolet Lithography"-Technologie angepasst haben, um kleinere Schaltkreismuster in Siliziumwafer möglich zu machen. Dies war notwendig, da die moderneren "Extreme Ultraviolet Lithography"-Maschinen für kleinere Strukturbreiten ebenfalls auf der Sanktionsliste stehen.
Während Nvidia seit Jahresbeginn fast 28 Prozent an Börsenwert verloren hat, profitieren Huawei und andere chineische Unternehmen von der entstandenen Marktlücke. Die US-Strategie, Chinas KI-Entwicklung zu bremsen, scheint somit den gegenteiligen Effekt zu erzielen - sie zwingt das Land zu mehr Innovation und stärkt die heimische Chipindustrie.
Was haltet ihr von dieser Entwicklung? Glaubt ihr, dass die US-Sanktionen langfristig China bremsen werden, oder werden sie die technologische Unabhängigkeit des Landes beschleunigen? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!
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Sanktionen als Innovationstreiber
Die von der US-Regierung verhängten Exportbeschränkungen für KI-Chips nach China zeigen unerwartete Folgen. Statt die KI-Entwicklung im Reich der Mitte zu bremsen, erleben chinesische Chiphersteller wie Huawei einen regelrechten Boom. Der Technologiekonzern bereitet sich darauf vor, im kommenden Monat mit der Massenauslieferung seines neuesten KI-Chips 910C zu beginnen, wie aus Branchenkreisen bekannt wurde. Erste Lieferungen sollen bereits erfolgt sein.Der Zeitpunkt könnte für chinesische KI-Unternehmen nicht günstiger sein. Nachdem die Trump-Administration Anfang April Nvidia mitgeteilt hatte, dass der Verkauf des H20-Chips nach China eine Exportlizenz erfordert, suchen chinesische Firmen dringend nach Alternativen. Nvidia rechnet mit Abschreibungen von umgerechnet bis zu 4,8 Milliarden Euro (wir hatten berichtet) für Lagerbestände im ersten Quartal des Geschäftsjahres - ein deutliches Zeichen dafür, dass das Unternehmen nicht mit der Erteilung von entsprechenden Export-Lizenzen rechnet.
Technischer Durchbruch trotz Einschränkungen
Der 910C von Huawei stellt zwar keinen technologischen Quantensprung dar, erreicht aber durch clevere Integration eine mit Nvidias H100 vergleichbare Leistung. Wie Reuters berichtet, kombiniert der Chip zwei 910B-Prozessoren in einem einzigen Paket und verdoppelt damit Rechenleistung und Speicherkapazität. Zusätzlich bietet er verbesserte Unterstützung für verschiedene KI-Workloads.Die Sanktionen gegen chinesische Chipimporte sollten ursprünglich die technologische Entwicklung Chinas einschränken, besonders im militärischen Bereich. Washington hatte China bereits 2022 vom Zugang zu Nvidias fortschrittlichsten KI-Produkten abgeschnitten, darunter der Flaggschiff-Chip B200. Dies hat Huawei und chinesischen GPU-Startups wie Moore Threads und Iluvatar CoreX ermöglicht, in einen Markt vorzudringen, der bisher hauptsächlich von Nvidia dominiert wurde.
Die jüngsten Exportbeschränkungen des US-Handelsministeriums für Nvidias H20 bedeuten, dass Huaweis Ascend 910C GPU nun zur Hardware der Wahl für chinesische KI-Modellentwickler (...) wird.
Chinas Antwort auf die Technologieblockade
Huawei plant noch für dieses Jahr die Veröffentlichung seines nächsten KI-Chips, des Ascend 920, der eine Leistung vergleichbar mit dem Nvidia H20 bieten soll. Der Chip wird voraussichtlich auf einer 6nm-Architektur basieren und eine Rechenleistung von etwa 900 Teraflops unterstützen - eine Steigerung von 30 bis 40 Prozent im Vergleich zum Vorgängermodell Ascend 910.Bemerkenswert ist, dass chinesische Unternehmen wie SMIC und Huawei offenbar die ältere "Deep Ultraviolet Lithography"-Technologie angepasst haben, um kleinere Schaltkreismuster in Siliziumwafer möglich zu machen. Dies war notwendig, da die moderneren "Extreme Ultraviolet Lithography"-Maschinen für kleinere Strukturbreiten ebenfalls auf der Sanktionsliste stehen.
Während Nvidia seit Jahresbeginn fast 28 Prozent an Börsenwert verloren hat, profitieren Huawei und andere chineische Unternehmen von der entstandenen Marktlücke. Die US-Strategie, Chinas KI-Entwicklung zu bremsen, scheint somit den gegenteiligen Effekt zu erzielen - sie zwingt das Land zu mehr Innovation und stärkt die heimische Chipindustrie.
Was haltet ihr von dieser Entwicklung? Glaubt ihr, dass die US-Sanktionen langfristig China bremsen werden, oder werden sie die technologische Unabhängigkeit des Landes beschleunigen? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- US-Exportverbote für KI-Chips nach China führen zu unerwarteten Folgen
- Huaweis neuer 910C-Chip erreicht Leistung von Nvidias H100-Chip
- Nvidia kämpft mit Milliarden-Abschreibungen wegen Exportbeschränkungen
- Chinesische Chiphersteller erleben Boom durch US-Sanktionen
- Huawei plant Massenauslieferung des 910C-Chips im kommenden Monat
- US-Strategie beschleunigt Chinas technologische Unabhängigkeit
- Chinesische Firmen passen ältere Lithografie-Technologie erfolgreich an
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