Massenhaft Nvidia KI-Chips für China? Singapur verhaftet 'Schmuggler'
In Singapur hat es drei Verhaftungen gegeben, bei denen den Beschuldigten vorgeworfen wird, im großen Stil den Schmuggel von KI-Prozessoren aus der Produktion von Nvidia nach China organisiert zu haben.
Die Behörden sollen nun prüfen, ob die Server unrechtmäßig nach China geliefert wurden, obwohl Malaysia als Zielort der Lieferungen von Nvidia und dessen Partnern angegeben wurde. Es besteht der Verdacht, dass die Systeme über mehrere Zwischenstationen letztlich in China gelandet sind, wobei Singapur und das benachbarte Malaysia als Drehkreuze gedient haben könnten.
Laut dem jüngsten Geschäftsbericht von Nvidia erzielte das Unternehmen in Malaysia ganze 18 Prozent seiner Umsätze des letzten Jahres, während nur etwa zwei Prozent der tatsächlichen gelieferten Systeme dort verwendet werden. Dies soll auch darauf zurückzuführen sein, dass viele Kunden des US-Chipherstellers dort ihre Firmensitze für die Region Asien haben.
Allerdings kommt aufgrund der US-Sanktionen, die die Ausfuhr von Produkten verbieten, welche mit US-Technologien entwickelt oder gefertigt wurden, auch die Option infrage, dass ein Teil der über das Land abgewickelten Lieferungen nach China wandert. So soll es inzwischen ohne große Probleme möglich sein, auch in China Chips der Nvidia "Blackwell"-Familie bzw. darauf basierende Grafikeinheiten und KI-Prozessoren zu erwerben.
Bei Dell will man von der ganzen Sache bisher nichts wissen und erklärte lediglich, dass man ein rigoroses Programm zur Einhaltung von Export-Vorgaben habe. Supermicro wollte sich Medienberichten zufolge nicht äußern und auch von Nvidia gab es zu dem Thema keinen Kommentar.
Siehe auch:
Malaysia & Singapur als Umschlagplatz für KI-Schmuggler
Bereits am Donnerstag wurden in Singapur nach Angaben von Channel News Asia drei Personen verhaftet, den die dortigen Behörden Betrug mit dem Vertrieb von Servern vorwerfen. Konkret soll es um Systeme der US-Hersteller Supermicro und Dell gehen, die allesamt mit KI-Prozessoren von Nvidia ausgerüstet waren, welche nach den bereits unter der Biden-Regierung verhängten Ausfuhrbeschränkungen der USA nicht nach China exportiert werden dürfen.Die Behörden sollen nun prüfen, ob die Server unrechtmäßig nach China geliefert wurden, obwohl Malaysia als Zielort der Lieferungen von Nvidia und dessen Partnern angegeben wurde. Es besteht der Verdacht, dass die Systeme über mehrere Zwischenstationen letztlich in China gelandet sind, wobei Singapur und das benachbarte Malaysia als Drehkreuze gedient haben könnten.
Die Polizei vollstreckte 22 Durchsuchungsbeschlüsse
Die Beschuldigten sind drei Männer, von denen zwei aus Singapur stammen und einer aus China. Die Polizei hatte in Singapur bereits Ende Februar 22 Durchsuchungsbeschlüsse umgesetzt und dabei insgesamt neun Personen festgenommen. Die Beschuldigten sollen falsche Angaben über das Ziel der Lieferungen der von ihnen eingekauften Server gemacht haben.Laut dem jüngsten Geschäftsbericht von Nvidia erzielte das Unternehmen in Malaysia ganze 18 Prozent seiner Umsätze des letzten Jahres, während nur etwa zwei Prozent der tatsächlichen gelieferten Systeme dort verwendet werden. Dies soll auch darauf zurückzuführen sein, dass viele Kunden des US-Chipherstellers dort ihre Firmensitze für die Region Asien haben.
Allerdings kommt aufgrund der US-Sanktionen, die die Ausfuhr von Produkten verbieten, welche mit US-Technologien entwickelt oder gefertigt wurden, auch die Option infrage, dass ein Teil der über das Land abgewickelten Lieferungen nach China wandert. So soll es inzwischen ohne große Probleme möglich sein, auch in China Chips der Nvidia "Blackwell"-Familie bzw. darauf basierende Grafikeinheiten und KI-Prozessoren zu erwerben.
Bei Dell will man von der ganzen Sache bisher nichts wissen und erklärte lediglich, dass man ein rigoroses Programm zur Einhaltung von Export-Vorgaben habe. Supermicro wollte sich Medienberichten zufolge nicht äußern und auch von Nvidia gab es zu dem Thema keinen Kommentar.
Zusammenfassung
- Drei Verhaftungen in Singapur wegen mutmaßlichen KI-Chip-Schmuggels
- Verdacht auf illegale Lieferung von Nvidia-Chips nach China
- Falsche Angaben vermutet über Zielorte der Server-Lieferungen
- 18 Prozent von Nvidias Umsatz in Malaysia trotz geringer Nutzung
- Möglicher Chip-Schmuggel über Malaysia und Singapur nach China
- US-Sanktionen verbieten Export bestimmter Technologien nach China
- Dell betont strikte Einhaltung von Exportvorschriften, andere schweigen
Siehe auch:
- DeepSeek führt in China zu Ansturm auf Nvidias H20-Chips
- USA vs. DeepSeek: Nvidia KI-GPUs illegal nach China geschmuggelt?
- Chinas Kartellbehörden nehmen Nvidia-Geschäft unter die Lupe
- GeForce RTX 4090 D: Nvidia kastriert seine Top-Grafikkarte für China
- Nvidia: Einführung von neuem KI-Chip für China verzögert sich
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