USA planen drastische Strafzölle von bis zu 3500 % auf Solarmodule
Die US-Regierung bereitet weitreichende Strafzölle auf Solarmodule aus vier südostasiatischen Ländern vor. Der Ausbau der Photovoltaik-Nutzung dürfte damit deutlich gebremst werden, da mit erheblichen Preissteigerungen zu rechnen ist.
Besonders betroffen ist Kambodscha: Dort ansässige Firmen sollen mit dem höchsten Zollsatz von 3521 Prozent belegt werden - eine Reaktion auf mangelnde Kooperationsbereitschaft während der Untersuchung, wie es hieß. Auch Produkte des Herstellers Jinko Solar aus Malaysia (41 Prozent) sowie von Trina Solar aus Thailand (375 Prozent) sollen mit hohen Abgaben belegt werden. Eine endgültige Entscheidung der US-Handelskommission in dieser Sache wird im Juni erwartet.
Die Beschwerde wurde im vergangenen Jahr von Hanwha Qcells aus Korea, dem US-Unternehmen First Solar mit Sitz in Arizona sowie weiteren kleineren Produzenten eingereicht. Sie werfen den chinesischen Firmen vor, ihre Solarmodule über Produktionsstätten in Südostasien zu Dumpingpreisen in die USA zu exportieren - ermöglicht durch unfaire Subventionen der chinesischen Regierung.
Kritiker der Zölle, darunter der US-Industrieverband Solar Energy Industries Association, warnen vor negativen Auswirkungen auf die heimische Solarbranche. Höhere Preise für importierte Komponenten könnten US-Hersteller bei der Montage von Solarpanels empfindlich treffen.
Europa sei weiterhin stark von Gasimporten abhängig, so Birol. Die volatilen Energiemärkte, unklare Subventionsregelungen sowie protektionistische Maßnahmen - wie sie etwa unter Donald Trump zugenommen hätten - verschärften die Unsicherheit. Russland bleibt dem Gipfel fern, China nimmt wegen terminlicher Überschneidungen nicht teil - ein Dämpfer für die internationale Zusammenarbeit.
Siehe auch:
China-Firmen umgehen Beschränkungen
Das US-Handelsministerium kündigte Zölle von bis zu 3521 Prozent auf Importe aus Kambodscha, Thailand, Malaysia und Vietnam an, berichtet The Guardian. Hintergrund ist eine Untersuchung, die vor einem Jahr begonnen wurde, nachdem US-Hersteller chinesischen Produzenten vorgeworfen hatten, durch staatlich subventionierte Dumpingpreise den Markt zu verzerren. Um Gegenmaßnahmen zu entgehen, sollen sie ihre Produktion in andere Länder verlegt haben, von denen aus dann in die USA verkauft wird.Besonders betroffen ist Kambodscha: Dort ansässige Firmen sollen mit dem höchsten Zollsatz von 3521 Prozent belegt werden - eine Reaktion auf mangelnde Kooperationsbereitschaft während der Untersuchung, wie es hieß. Auch Produkte des Herstellers Jinko Solar aus Malaysia (41 Prozent) sowie von Trina Solar aus Thailand (375 Prozent) sollen mit hohen Abgaben belegt werden. Eine endgültige Entscheidung der US-Handelskommission in dieser Sache wird im Juni erwartet.
Die Beschwerde wurde im vergangenen Jahr von Hanwha Qcells aus Korea, dem US-Unternehmen First Solar mit Sitz in Arizona sowie weiteren kleineren Produzenten eingereicht. Sie werfen den chinesischen Firmen vor, ihre Solarmodule über Produktionsstätten in Südostasien zu Dumpingpreisen in die USA zu exportieren - ermöglicht durch unfaire Subventionen der chinesischen Regierung.
Kritiker der Zölle, darunter der US-Industrieverband Solar Energy Industries Association, warnen vor negativen Auswirkungen auf die heimische Solarbranche. Höhere Preise für importierte Komponenten könnten US-Hersteller bei der Montage von Solarpanels empfindlich treffen.
IEA warnt
Parallel dazu äußerte sich der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol, besorgt über die unzureichenden Lehren aus der Energiekrise nach Russlands Angriff auf die Ukraine 2022. Vor einem internationalen Energiegipfel in London, an dem Minister aus über 60 Ländern teilnehmen, betonte Birol drei zentrale Prinzipien für Energiesicherheit: Diversifikation der Bezugsquellen, politische Stabilität für langfristige Investitionen und globale Zusammenarbeit.Europa sei weiterhin stark von Gasimporten abhängig, so Birol. Die volatilen Energiemärkte, unklare Subventionsregelungen sowie protektionistische Maßnahmen - wie sie etwa unter Donald Trump zugenommen hätten - verschärften die Unsicherheit. Russland bleibt dem Gipfel fern, China nimmt wegen terminlicher Überschneidungen nicht teil - ein Dämpfer für die internationale Zusammenarbeit.
Zusammenfassung
- USA planen Strafzölle bis zu 3521% auf Solarmodule aus vier Ländern
- Zölle betreffen Importe aus Kambodscha, Thailand, Malaysia und Vietnam
- Maßnahme folgt auf Vorwürfe des Dumpings gegen chinesische Hersteller
- Kritiker warnen vor negativen Auswirkungen auf US-Solarbranche
- IEA-Chef besorgt über unzureichende Lehren aus der Energiekrise
- Birol betont Diversifikation, Stabilität und globale Zusammenarbeit
- Energiegipfel in London ohne Teilnahme von Russland und China
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