Samsung: Batterien "Made in America" werden durch Zölle auch teuer

Der südkoreanische Batteriehersteller Samsung SDI sieht sich mit wachsenden Herausforderungen durch neue US-Zölle konfrontiert. Denn auch die Produktion in den USA wird durch die neuen Handelsbarrieren deutlich verteuert.
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WinFuture/KI-generiert

Ohne Importe geht es nicht

Die neuen Machthaber in Washington handeln nach der Idee, dass die Verteuerung von Importen durch Zölle direkt dazu führt, dass wieder stärker im Inland produziert wird und die Verbraucherpreise so zumindest mittelfristig stabil bleiben. Das lässt nach Angaben des Samsung-Managements aber völlig außer Acht, dass sich die globale Arbeitsteilung nicht einfach auflösen lässt und der grenzüberschreitende Handel weiterhin notwendig bleibt.

Wie das Unternehmen am Freitag mitteilte, führen die Einfuhrabgaben auf wichtige Materialien und Komponenten zu steigenden Produktionskosten für Elektrofahrzeug-Batterien in den Vereinigten Staaten. Obwohl die Endmontage der Batterien in den USA erfolgt und somit nicht unmittelbar von Zöllen betroffen ist, sei die Abhängigkeit von importierten Rohstoffen weiterhin hoch, erklärte Kim Yoon-tae, Executive Vice President bei Samsung SDI.


Viele der für die Batterieherstellung benötigten Teile werden demnach aus anderen Ländern bezogen - ein Umstand, der die Kosten erheblich in die Höhe treiben könnte. Darüber hinaus könnten Elektrofahrzeuge, die von Autowerken in Mexiko und Kanada dann mit den US-Batterien produziert werden, ebenfalls unter die neuen Zollregelungen fallen - hier entsteht dann quasi eine doppelte Verteuerung.

Nachfragerückgang wahrscheinlich

Dies könnte laut Kim zu deutlich höheren Fahrzeugpreisen und in der Folge zu einem Nachfragerückgang führen. Kim betonte, dass die Zollpolitik eine Belastung für die Geschäftsentwicklung darstelle. Samsung SDI werde jedoch die Entwicklungen auf politischer Ebene genau verfolgen und eng mit seinen Partnern zusammenarbeiten, um die Auswirkungen möglichst gering zu halten.

Samsung SDI beliefert namhafte Autohersteller wie BMW, Rivian, General Motors und Stellantis. Das Unternehmen betreibt Produktionsstandorte nicht nur in den USA, sondern auch in Südkorea, Ungarn und China.

Zusammenfassung
  • Samsung SDI sieht Herausforderungen durch neue US-Zölle auf Importe
  • Produktion in den USA wird durch Handelsbarrieren deutlich verteuert
  • Globale Arbeitsteilung lässt sich nicht einfach auflösen
  • Zölle auf Materialien erhöhen Produktionskosten für E-Auto-Batterien
  • Abhängigkeit von importierten Rohstoffen bleibt trotz US-Produktion hoch
  • Doppelte Verteuerung durch Zölle auf in Mexiko/Kanada produzierte Autos
  • Samsung SDI arbeitet eng mit Partnern zur Minimierung der Auswirkungen

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