Verluste sind egal: Samsung hält an eigener Chipfertigung fest
Der südkoreanische Elektronikriese Samsung hat Spekulationen über ein mögliches Abstoßen seiner Fertigungssparte für Halbleiterprodukte eine ausdrückliche Absage erteilt. Es gebe derzeit keine Pläne, das von vielen Problemen geplagte Geschäft mit der Chipfertigung abzuspalten.
Dass Samsung weiter an seiner Chip-Fertigungssparte festhalten würde, ist im Grunde kaum überraschend, schließlich ist sie integraler Bestandteil der Halbleiterfertigung des Konzerns. Zwar hat Samsung mit diversen Problemen zu kämpfen, darunter auch eine enttäuschende Ausbeute bei der Produktion hochmoderner Chips im 3-Nanometer-Maßstab, doch es dürfte für den Konzern derzeit wichtig sein, dass man die volle Kontrolle über die Chipfertigung behält.
So will Intel bekanntermaßen sein Engagement als Auftragsfertiger stark ausbauen, auch wenn man dabei zuletzt auf diverse Hürden stieß. Problematischer sind eher die anhaltenden Verluste, denn die Fertigungssparte von Samsung machte 2024 bisher umgerechnet etwa 700 Millionen Euro Minus.
Damit das Geschäft mit der Auftragsfertigung wieder mehr Geld einbringt, will Samsung dem Vernehmen nach die Abhängigkeit von Aufträgen für die Fertigung von Smartphone-Chips zugunsten von KI- und High-Performance-Computing-Produkten reduzieren. Außerdem sollen Zukunftstechnologien wie die Fertigung mit Strukturbreiten von zwei oder weniger Nanometern schnell vorangetrieben werden, heißt es.
Siehe auch:
Kein Verkauf, trotz Verlusten
Samsung will an seiner Chipfertigung festhalten. Der koreanische Hersteller hat Gerüchten widersprochen, laut denen das Unternehmen über eine Abspaltung der seit geraumer Zeit von Widrigkeiten gebeutelten Sparte für die Produktion von Chips nachdenkt. Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters gab es von Samsung ein deutliches Dementi. Es gäbe keine Pläne, die Samsung Foundry genannte Sparte auszulagern oder gar zu verkaufen.Dass Samsung weiter an seiner Chip-Fertigungssparte festhalten würde, ist im Grunde kaum überraschend, schließlich ist sie integraler Bestandteil der Halbleiterfertigung des Konzerns. Zwar hat Samsung mit diversen Problemen zu kämpfen, darunter auch eine enttäuschende Ausbeute bei der Produktion hochmoderner Chips im 3-Nanometer-Maßstab, doch es dürfte für den Konzern derzeit wichtig sein, dass man die volle Kontrolle über die Chipfertigung behält.
Marktanteil nur bei rund 13 Prozent
Zuletzt hatte Samsung Schätzungen von Marktbeobachtern zufolge nur einen Marktanteil unter den weltweiten Chip-Auftragsfertigern von etwa 13 Prozent. Der Marktführer TSMC aus Taiwan konnte seinen Anteil mittlerweile sogar auf rund 62 Prozent ausbauen und liegt damit uneinholbar vorn. Unterdessen wächst der Druck auf Samsung nicht nur wegen der laut diversen Berichten schwachen Margen bei der Fertigung mit drei Nanometern Strukturbreite weiter.So will Intel bekanntermaßen sein Engagement als Auftragsfertiger stark ausbauen, auch wenn man dabei zuletzt auf diverse Hürden stieß. Problematischer sind eher die anhaltenden Verluste, denn die Fertigungssparte von Samsung machte 2024 bisher umgerechnet etwa 700 Millionen Euro Minus.
Damit das Geschäft mit der Auftragsfertigung wieder mehr Geld einbringt, will Samsung dem Vernehmen nach die Abhängigkeit von Aufträgen für die Fertigung von Smartphone-Chips zugunsten von KI- und High-Performance-Computing-Produkten reduzieren. Außerdem sollen Zukunftstechnologien wie die Fertigung mit Strukturbreiten von zwei oder weniger Nanometern schnell vorangetrieben werden, heißt es.
Zusammenfassung
- Samsung weist Gerüchte um Abspaltung der Chipsparte zurück
- Keine Pläne für Verkauf der Samsung Foundry trotz Verlusten
- Chipfertigung bleibt Kerngeschäft trotz niedriger Ausbeute bei 3 nm
- Samsungs Marktanteil bei Chip-Auftragsfertigung liegt bei 13 Prozent
- TSMC dominiert den Markt mit 62 Prozent Marktanteil
- Intel plant Ausbau seiner Rolle als Auftragsfertiger trotz Hürden
- Samsung fokussiert auf KI- und High-Performance-Computing-Chips
Siehe auch:
- Verhaftet: Ex-Manager baute mit Samsung-Interna Chip-Firma in China
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