Die Oscar-Verleihung bekommt eine lange geforderte Stunt-Kategorie

Nach jahrzehntelangem Kampf für Anerkennung hat die Oscar-Aca­demy eine bahnbrechende Entscheidung getroffen. Bei der 100. Ver­lei­hung (also erst 2028) wird erstmals der beste Stunt-Film geehrt - die Regeln sind allerdings noch streng geheim.
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Stunt-Profis bekommen eigene Oscar-Kategorie

Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences hat eine neue Oscar-Kategorie angekündigt: Bei der 100. Verleihung der Academy-Awards im Jahr 2028 wird erstmals ein Preis für das beste Stunt-Design vergeben. Die Auszeichnung wird Filme ehren, die im Jahr 2027 veröffentlicht werden. Diese Entscheidung stellt einen historischen Meilenstein dar, denn die Stunt-Community kämpft seit Jahrzehnten für diese Anerkennung.

"Seit den frühen Tagen des Kinos ist Stunt-Design ein wesentlicher Bestandteil der Filmproduktion", erklärten Academy-CEO Bill Kramer und Präsidentin Janet Yang in einer gemeinsamen Stellungnahme. "Wir sind stolz darauf, die innovative Arbeit dieser technischen und kreativen Künstler zu ehren, und wir gratulieren ihnen zu ihrem Engagement und ihrer Hingabe, diesen bedeutsamen Moment zu erreichen."


Bis die genauen Regeln für die Teilnahmeberechtigung und das Abstimmungsverfahren bekannt sind, wird es aber noch eine Weile dauern, das soll erst 2027 der Fall sein. Die Academy wird vor allem klären müssen, wie viel digitale Effekte eine Rolle spielen dürfen - denn heutzutage kommen auch "handgemachte" Stunts nie ohne eine gewisse Nachbearbeitung aus.

Die Initiative für die neue Kategorie wurde laut Variety maßgeblich von David Leitch vorangetrieben. Dieser begann seine Karriere als Stuntman und Koordinator, bevor er Regisseur wurde und Filme wie "The Fall Guy" und "Bullet Train" drehte. Gemeinsam mit Stunt-Koordinator Chris O'Hara von Stunts Unlimited präsentierte er der Academy mehrere Vorschläge, die schließlich zur Genehmigung der neuen Kategorie führten.


"Stunts sind für jedes Filmgenre unverzichtbar und tief in der Geschichte unserer Branche verwurzelt - von der bahnbrechenden Arbeit früher Pioniere wie Buster Keaton, Harold Lloyd und Charlie Chaplin bis zur inspirierenden Kunst heutiger Stunt-Designer, Koordinatoren, Darsteller und Choreografen", so Leitch in einem Statement.

Bisher wurden nur zwei Stunt-Performer mit Oscar-Statuetten geehrt, beide erhielten Ehren-Oscars: Yakima Canutt im Jahr 1966 und Hal Needham 2012. Derzeit gibt es mehr als 100 Stunt-Profis, die Mitglieder der Produktions- und Technologieabteilung der Academy sind. Jeff Wolfe, Präsident der Stuntmen's Association, bezeichnete die Entscheidung als "historischen Moment für unsere Gemeinschaft". "Das ist nicht nur ein Gewinn für unsere Branche - es ist ein Gewinn für das Geschichtenerzählen", erklärte er.

Chad Stahelski, Regisseur der "John Wick"-Filme und ehemaliger Stuntdouble von Keanu Reeves, lobte die Academy für ihren gründlichen Ansatz: "Sie haben sich Zeit genommen - sie wollten wissen, wie man den Preis vergibt, wem man ihn gibt, wie wir ihn auswählen, und sie haben wirklich ihre Hausaufgaben gemacht."

Was haltet ihr von dieser Entscheidung? Welche Filme mit beeindruckenden Stunts hättet ihr in den vergangenen Jahren für einen Oscar nominiert? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Oscar-Academy führt neue Kategorie für bestes Stunt-Design ein
  • Erste Verleihung des Stunt-Oscars bei 100. Ceremony im Jahr 2028
  • Stunt-Community kämpfte jahrzehntelang für diese Anerkennung
  • Genaue Regeln für Teilnahme und Abstimmung werden erst 2027 bekannt
  • Initiative maßgeblich von David Leitch und Chris O'Hara vorangetrieben
  • Bisher erhielten nur zwei Stunt-Performer Ehren-Oscars (1966 und 2012)
  • Die Entscheidung wird als historischer Moment für die Branche gefeiert

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