Netflix-Chef: Alle möglichen Live-Events boomen - aber das Kino ist tot

Das Kino ist laut Netflix-Chef Ted Sarandos tot. Dies würde die Entwicklung der letzten Jahre nach der Corona-Pandemie zeigen, in denen sich alle anderen Kultur-Bereiche gut erholen konnten, nur die Filmtheater eben nicht mehr aus ihrer Krise herauskommen.
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Weit unter Vor-Corona-Niveau

"Fast jede Form von Live-Unterhaltung ist mit voller Wucht zurückgekehrt", erklärte Sarandos in einem Interview im Paley Center for Media. "Der Broadway stellt Rekorde auf, Sportveranstaltungen und Konzerte boomen - all das, worauf wir während der Pandemie verzichten mussten, ist heute größer denn je."

"Das Kino hingegen hinkt hinterher. Die Einnahmen an den Kinokassen liegen 40 bis 50 Prozent unter dem Niveau vor der Pandemie, und allein in diesem Jahr sind sie bereits um weitere acht Prozent gesunken. Dieser Trend kehrt sich nicht um. Man muss sich fragen: Was sagen uns die Konsumenten damit?", führte er weiter aus.


Sarandos Einschätzung unterstreicht die anhaltende Verschiebung in der Film- und Serienbranche hin zu Streaming-Anbietern wie Netflix. Während Live-Events wieder florieren, bleiben viele Kinogänger zu Hause und konsumieren Filme auf Abruf. Dieser Wandel wurde bereits in den vergangenen Jahren deutlich, aber die Pandemie hat ihn weiter beschleunigt.

Blick auf YouTube

Neben der Zukunft des Kinos äußerte sich Sarandos auch zur Rolle von YouTube als Plattform für aufstrebende Kreative. Er sieht das Videoportal als eine Art Experimentierfeld, das es Filmemachern ermöglicht, sich auszuprobieren, bevor sie zu Netflix wechseln. "Wir beobachten sehr genau, was in der "Pro-Am"-Kategorie passiert - also bei semiprofessionellen Kreativen, die spannende und fesselnde Inhalte produzieren", erklärte er. "Das Problem ist, dass YouTube ihnen kein Geld im Voraus zahlt. Sie tragen das gesamte finanzielle Risiko selbst."

Netflix hingegen biete diesen Talenten eine Alternative: Eine Plattform, auf der sie für ihre Arbeit bezahlt werden und ihr finanzielles Risiko minimieren können. Damit positioniert sich der Streaming-Marktführer als bevorzugte Anlaufstelle für Kreative, die ihre Ideen in kommerziell erfolgreiche Projekte verwandeln wollen.

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Zusammenfassung
  • Netflix-Chef Ted Sarandos erklärt das klassische Kino für tot
  • Live-Unterhaltung wie Broadway und Konzerte boomen nach der Pandemie
  • Kinoeinnahmen liegen 40 bis 50 Prozent unter dem Vor-Pandemie-Niveau
  • Trend zeigt Verschiebung zum Streaming-Konsum statt Kinobesuchen
  • YouTube dient als Experimentierfeld für aufstrebende Filmemacher
  • Netflix bietet Kreativen finanzielle Sicherheit für ihre Projekte
  • Streaming-Gigant positioniert sich als bevorzugte Plattform für Talente

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