Netflix-Chef erklärt das Kino für tot, sieht sich als Retter Hollywoods

Geht es nach Netflix-Chef Ted Sarandos ist sein Unternehmen allein dafür verantwortlich, dass "Hollywood gerettet" wird, auch weil der Besuch eines Kinos "für die meisten Menschen eine altmodische Idee ist". Dass Firmen wie Netflix letztlich der Hauptgrund für den Niedergang der Filmindustrie sind, lässt Sarandos nicht gelten.
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Netflix bedient Kundenwünsche & rettet so Hollywood

Aus Sicht des CEOs des weltweit größten Film-Streaming-Anbieters Netflix ist sein Unternehmen dafür verantwortlich, dass die US-Filmindustrie weiter überlebt. Seiner Meinung nach, "retten wir Hollywood", verkündete Sarandos während einer Veranstaltung des Time Magazine in New York. Man sei ein sehr kundenorientiertes Unternehmen und liefere das Programm auf eine Weise, die die Kunden bevorzugen, so Sarandos weiter.

Der Netflix-Boss ging auch auf die sinkenden Verkaufszahlen an den Kinokassen ein. Die Kunden würden mit ihrem Verhalten zeigen, dass sie sich Filme lieber zu Hause ansehen wollen. Der Besuch eines Kinos sei hingegen für die meisten Menschen zu einer altmodischen Idee geworden, die nicht mehr für jeden Kunden attraktiv sei, erklärte Sarandos weiter.

Dass gerade der Chef des größten Streaming-Konzerns Netflix das Kino für veraltet erklärt, dürfte letztlich nicht überraschen. Allerdings hat sich das Erlebnis in den letzten Jahren auch drastisch verändert, zumal die Preise auch kräftig angezogen haben. Mancherorts verkommt die Filmvorführung zu einem chaotischen Event, andernorts erfahren filmische Werke nicht mehr die Wertschätzung früherer Jahre.

Tatsächlich lässt sich aber auch nicht leugnen, dass die Filmindustrie, die auch immer stärker von Streaminganbietern wie Netflix abhängig geworden ist, nicht mehr sicher wie zuvor mit dem Erfolg bestimmter Filme rechnen kann. Aktuell sind es vor allem Familienfilme und Videospieladaptionen, die der Branche noch Geld einbringen, während die über Jahrzehnte gemolkenen Superhelden-Filme längst keine Erfolgsgaranten mehr sind.

Zusammenfassung
  • Netflix-Chef behauptet, sein Unternehmen rette Hollywood
  • Kinobesuch wird als altmodische Idee für die meisten Menschen bezeichnet
  • Streaming-Anbieter liefern Programm laut Kundenwünschen nach Hause
  • Sinkende Kinokassen zeigen Präferenz für heimisches Filmvergnügen
  • Filmindustrie wird zunehmend abhängig von Streaming-Anbietern
  • Familienfilme und Videospieladaptionen sind aktuell noch Kassenschlager
  • Superhelden-Filme gelten nicht mehr als sichere Einnahmequelle

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