Termin errechnet: Sternenexplosion soll morgen am Himmel auftauchen
Lange waren Nova-Eruptionen nur zufällig sichtbar, wenn man zur richtigen Zeit an den richtigen Punkt des Himmels schaute. Nun hat man eine Form dieser Sternenexplosionen ziemlich genau errechnet: Morgen soll es so weit sein.
Das Sternsystem befindet sich rund 3000 Lichtjahre von der Erde entfernt und durchläuft alle etwa 79 Jahre eine wiederkehrende Nova-Explosion. Das letzte derartige Ereignis war vor fast 80 Jahren zu beobachten. Laut der US-Raumfahrtbehörde NASA zeigt das Sternensystem seit einem Jahrzehnt ähnliche Verhaltensmuster wie vor der letzten Eruption.
Die aktuelle Vorhersage für den morgigen Tag basiert auf den Berechnungen des Astronomen Jean Schneider vom Pariser Observatorium. Er analysierte frühere Nova-Explosionen und stellte fest, dass diese stets nach einer bestimmten Anzahl an vollständigen Umläufen der beiden Sterne um ihr gemeinsames Zentrum auftraten - exakt nach 128 Orbits. Da jeder Orbit etwa 227 Tage dauert, ergab sich der 27. März als wahrscheinlichstes Datum.
Etwa dort wird die Nova erscheinen
Sollte die Nova an diesem Tag nicht eintreten, nennt Schneider zwei alternative Termine: den 10. November 2025 und den 25. Juni 2026. Eine frühere Prognose für den 12. August 2024 hat sich bereits als unzutreffend erwiesen. Da seine Berechnungen rein numerisch sind und keine astrophysikalischen Prozesse berücksichtigen, könnte die tatsächliche Explosion jedoch auch von diesem Zeitrahmen abweichen.
Die Explosion wird nur für kurze Zeit sichtbar sein: Für einige Tage erscheint der Blaze Star als neuer Punkt am Nachthimmel. Normalerweise ist T CrB mit bloßem Auge unsichtbar, doch nach der Nova wird seine Helligkeit auf etwa +2 Magnituden steigen. Allerdings handelt es sich hier keinesfalls um eine extrem auffällige Erscheinung, vielmehr wird der Punkt fast so hell wie der Polarstern leuchten, der zu den eher schwächeren Sternen am Himmel gehört. Die beste Sicht besteht auf der Nordhalbkugel im Sternbild 'Nördliche Krone', das eine markante Bogenform aufweist. Mit den verschiedenen Sternbeobachtungs-Apps auf dem Smartphone ist der Punkt recht leicht zu finden. Download Stellarium - Virtuelles Planetarium
Siehe auch:
Regelmäßige Nova
Seit Jahren beobachten Astronomen das Sternbild 'Nördliche Krone' (Coronae Borealis) in der Hoffnung, Zeuge einer seltenen Nova-Explosion zu werden. Nun könnte es so weit sein: Berechnungen zufolge wird das binäre Sternensystem T Coronae Borealis (T CrB), auch als "Blaze Star" bekannt, am Donnerstag, den 27. März, eine Eruption erleben.Das Sternsystem befindet sich rund 3000 Lichtjahre von der Erde entfernt und durchläuft alle etwa 79 Jahre eine wiederkehrende Nova-Explosion. Das letzte derartige Ereignis war vor fast 80 Jahren zu beobachten. Laut der US-Raumfahrtbehörde NASA zeigt das Sternensystem seit einem Jahrzehnt ähnliche Verhaltensmuster wie vor der letzten Eruption.
Die aktuelle Vorhersage für den morgigen Tag basiert auf den Berechnungen des Astronomen Jean Schneider vom Pariser Observatorium. Er analysierte frühere Nova-Explosionen und stellte fest, dass diese stets nach einer bestimmten Anzahl an vollständigen Umläufen der beiden Sterne um ihr gemeinsames Zentrum auftraten - exakt nach 128 Orbits. Da jeder Orbit etwa 227 Tage dauert, ergab sich der 27. März als wahrscheinlichstes Datum.
Etwa dort wird die Nova erscheinen
Sollte die Nova an diesem Tag nicht eintreten, nennt Schneider zwei alternative Termine: den 10. November 2025 und den 25. Juni 2026. Eine frühere Prognose für den 12. August 2024 hat sich bereits als unzutreffend erwiesen. Da seine Berechnungen rein numerisch sind und keine astrophysikalischen Prozesse berücksichtigen, könnte die tatsächliche Explosion jedoch auch von diesem Zeitrahmen abweichen.
Stehlender Zwerg
Das System T CrB besteht aus einem weißen Zwergstern und einem roten Riesen. Der rote Riese verliert kontinuierlich Wasserstoff an seinen Begleiter, der ihn durch seine starke Gravitation anzieht. Dieses Material sammelt sich in einer Akkretionsscheibe um den weißen Zwerg, bis der Druck eine thermonukleare Explosion auslöst. Im Gegensatz zu einer Supernova überlebt der weiße Zwerg diese Eruption, doch das ausgestoßene Material erzeugt eine strahlend helle Lichtquelle.Die Explosion wird nur für kurze Zeit sichtbar sein: Für einige Tage erscheint der Blaze Star als neuer Punkt am Nachthimmel. Normalerweise ist T CrB mit bloßem Auge unsichtbar, doch nach der Nova wird seine Helligkeit auf etwa +2 Magnituden steigen. Allerdings handelt es sich hier keinesfalls um eine extrem auffällige Erscheinung, vielmehr wird der Punkt fast so hell wie der Polarstern leuchten, der zu den eher schwächeren Sternen am Himmel gehört. Die beste Sicht besteht auf der Nordhalbkugel im Sternbild 'Nördliche Krone', das eine markante Bogenform aufweist. Mit den verschiedenen Sternbeobachtungs-Apps auf dem Smartphone ist der Punkt recht leicht zu finden. Download Stellarium - Virtuelles Planetarium
Zusammenfassung
- Nova-Explosion des Sternensystems T Coronae Borealis für 27. März erwartet
- Astronomen beobachten das Sternbild 'Nördliche Krone' seit Jahren
- T CrB liegt 3000 Lichtjahre entfernt und explodiert alle 79 Jahre
- Jean Schneider berechnete den Termin anhand früherer Nova-Explosionen
- Alternative Termine: 10. November 2025 und 25. Juni 2026
- T CrB besteht aus weißem Zwerg und rotem Riesen
- Nova wird für einige Tage mit bloßem Auge sichtbar sein
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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