Amiga-Comeback verzögert sich:
Rechtsstreit bremst Retro-Neuauflage

Retro-Gaming-Fans müssen sich gedulden: Die für Anfang 2025 ge­plante Neuauflage des Amiga in Originalgröße verzögert sich. Retro Games nennt nun die Gründe - und über­rascht mit der Ankündigung eines anderen Modells als ursprünglich geplant.
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Unsplash / Dan Counsell

Rechtliche Hürden bremsen Amiga-Comeback

Der britische Hersteller Retro Games Ltd. muss die für das erste Quartal 2025 geplante Veröffentlichung einer originalgroßen Amiga-Neuauflage verschieben. Ein anhaltender Rechtsstreit zwischen Hyperion Entertainment und verschiedenen Amiga-Parteien verhindert aktuell die Produktion des Geräts. Die Produktions- und Handelspartner haben sich entschieden, den Launch erst nach vollständiger Klärung der rechtlichen Situation durchzuführen.

Der aktuelle Konflikt ist nicht der erste Versuch von Hyperion Entertainment, die Pläne von Retro Games zu durchkreuzen. Bereits 2019 versuchte das Unternehmen, das im Besitz der AmigaOS 4-Lizenz ist, die Veröffentlichung des Commodore Amiga 500 Mini zu verhindern - trotz einer Vereinbarung von 2009, die solche Eingriffe untersagt.

Statt, wie ursprünglich geplant, den Amiga 500 in Originalgröße neu aufzulegen, kündigt Retro Games nun die Entwicklung eines A1200 an - basierend auf dem 1992 erschienenen Commodore Amiga 1200. Der A1200 war seinerzeit der technisch fortschrittlichere Nachfolger des A500 und verfügte über den leistungsfähigeren Motorola 68EC020-Prozessor mit 14 MHz sowie den Advanced Graphics Architecture (AGA) Chipsatz für bessere Grafikdarstellung.


Technische Spezifikationen und Neuerungen

Nach ersten Informationen soll der neue A1200 nicht nur das originale Design aufgreifen, sondern auch moderne Anschlussmöglichkeiten bieten. Dazu gehören HDMI-Ausgänge, USB-Ports für Controller und eine verbesserte Emulation der Original-Hardware.

Die integrierte Tastatur wird, anders als bei den Mini-Versionen, voll funktionsfähig sein. Ob der A500 Maxi komplett durch dieses neue Modell ersetzt wird oder beide Varianten erscheinen sollen, lässt das Unternehmen derzeit offen.

Erfahrener Retro-Spezialist am Werk

Retro Games hat sich in den vergangenen Jahren einen Namen mit der Neuauflage klassischer Computersysteme gemacht. Zum Portfolio gehören unter anderem der C64 Mini, der Vic20 Mini, der C64 Maxi, der Atari 400 Mini sowie der A500 Mini - eine verkleinerte Version des Amiga 500. Während die Mini-Versionen lediglich mit dekorativen Tastaturen ausgestattet sind, verfügen die Maxi-Modelle wie der C64 Maxi über voll funktionsfähige Tastaturen.

Der originale Amiga 1200 erschien zu einer Zeit, als der PC-Markt zunehmend an Bedeutung gewann. Mit seinem fort­schritt­li­chen Multi­tasking-Betriebs­system AmigaOS 3.0 und der verbesserten Gra­fik­fä­hig­keit konnte er dennoch eine treue Anhänger­schaft gewinnen. Be­son­ders beliebt war er bei Spiele­entwicklern und kreativen Anwendern, die seine Mul­ti­me­dia-Fä­hig­kei­ten zu schätzen wussten.

Was haltet ihr von der Entscheidung, statt des A500 nun den A1200 als "Voll­version" zu bringen? Teilt eure Erinnerungen an den originalen Amiga 1200 mit uns in den Kommentaren!

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Zusammenfassung
  • Veröffentlichung der Amiga-Neuauflage verzögert sich wegen Rechtsstreit
  • Statt A500 Maxi wird nun A1200 als Vollversion-Nachbau angekündigt
  • Neuer A1200 soll originales Design und moderne Anschlüsse kombinieren
  • Retro Games ist bekannt für Mini- und Maxi-Versionen klassischer Computer
  • Originaler Amiga 1200 erschien 1992, mit verbesserter Technik und Grafik
  • Hyperion Entertainment versucht erneut, Retro-Gaming-Pläne zu blockieren
  • Amiga-Partner arbeiten an schneller Lösung des rechtlichen Konflikts

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