Startup will Nvidia's RTX 5090 mit GPU auf RISC-V-Basis schlagen
Das Startup Bolt Graphics hat mit der Zeus-GPU eine neue Grafikplattform vorgestellt, die auf der RISC-V-Architektur basiert. Diese soll Nvidias GeForce RTX 5090 in einigen Bereichen bereits deutlich überlegen sein.
Allerdings gilt diese beeindruckende Leistung eben nur für spezifische Anwendungsfälle. Bei klassischen Rendering-Techniken oder Rasterisierung kann Zeus hingegen bislang nicht mit den besten Gaming-GPUs mithalten. Während das Unternehmen bestätigte, dass die GPU über klassische Grafikeinheiten wie Textureinheiten (TMUs) und Raster-Operationseinheiten (ROPs) verfügt, bleibt unklar, wie gut sie sich in typischen Gaming-Szenarien schlägt.
Zeus-GPU auf PCIe-Karte
Ein bemerkenswerter Unterschied zu GPUs von AMD, Nvidia und Intel ist die Nutzung der offenen RISC-V-Architektur. Zeus setzt auf eine Skalarkern-Architektur mit FP64-Recheneinheiten sowie einer RISC-V-Vektor-Erweiterung, die verschiedene Datenformate von 8 bis 64 Bit unterstützt. Ergänzt wird dies durch proprietäre Erweiterungen zur Beschleunigung wissenschaftlicher Workloads.
Zeus basiert dabei auf einer Multi-Chiplet-Architektur, die in verschiedenen Konfigurationen angeboten wird. Die Einstiegsversion Zeus 1c26-032 verfügt über eine einzelne Verarbeitungseinheit mit 32 Gigbyte LPDDR5X-Speicher und unterstützt bis zu 128 Gigbyte DDR5-RAM. Höherwertige Modelle, wie der Zeus 2c26-064/128 und der Zeus 4c26-256, kombinieren mehrere Prozessoreinheiten und bieten bis zu 256 Gigbyte LPDDR5X sowie 2 Terabyte DDR5-Speicher. Die leistungsstärkste Variante wird als Serverlösung eingesetzt.
Allerdings hat Nvidia in anderen Bereichen weiterhin die Nase vorn. In KI-Berechnungen erreicht die RTX 5090 eine deutlich höhere Leistung. Auch klassische FP32-Gaming-Berechnungen bleiben eine Domäne von Nvidia. Wer aber eben vorrangig bestimmte Berechnungen ausführt, was bei industriellen und wissenschaftlichen Anwendungen häufig der Fall ist, bekommt hier offenbar eine interessante Alternative zum Üblichen geboten. Erste Zeus-Entwickler-Kits sollen später in diesem Jahr verfügbar sein, in größeren Stückzahlen werden die GPUs dann ab 2026 produziert. Siehe auch:
- Startup Bolt Graphics stellt Zeus-GPU auf RISC-V-Basis vor
- Zeus übertrifft Nvidias RTX 5090 in spezifischen Workloads
- Leistungsvorteil bei Path-Tracing und FP64-Berechnungen
- Multi-Chiplet-Architektur mit verschiedenen Konfigurationen
- Hohe Energieeffizienz im Vergleich zur Nvidia-Konkurrenz
- Schwächen bei klassischen Gaming-Anwendungen und KI-Berechnungen
- Entwickler-Kits noch 2025, Massenproduktion ab 2026 geplant
Schneller in einigen Bereichen
Nach Angaben des Unternehmens soll Zeus in bestimmten Workloads bis zu zehnmal leistungsstärker als Nvidias aktuelle GeForce RTX 5090 sein. Besonders in Path-Tracing-Anwendungen und FP64-Berechnungen stellt die GPU demnach eine ernsthafte Konkurrenz zum Marktführer dar.Allerdings gilt diese beeindruckende Leistung eben nur für spezifische Anwendungsfälle. Bei klassischen Rendering-Techniken oder Rasterisierung kann Zeus hingegen bislang nicht mit den besten Gaming-GPUs mithalten. Während das Unternehmen bestätigte, dass die GPU über klassische Grafikeinheiten wie Textureinheiten (TMUs) und Raster-Operationseinheiten (ROPs) verfügt, bleibt unklar, wie gut sie sich in typischen Gaming-Szenarien schlägt.
Zeus-GPU auf PCIe-Karte
Ein bemerkenswerter Unterschied zu GPUs von AMD, Nvidia und Intel ist die Nutzung der offenen RISC-V-Architektur. Zeus setzt auf eine Skalarkern-Architektur mit FP64-Recheneinheiten sowie einer RISC-V-Vektor-Erweiterung, die verschiedene Datenformate von 8 bis 64 Bit unterstützt. Ergänzt wird dies durch proprietäre Erweiterungen zur Beschleunigung wissenschaftlicher Workloads.
Zeus basiert dabei auf einer Multi-Chiplet-Architektur, die in verschiedenen Konfigurationen angeboten wird. Die Einstiegsversion Zeus 1c26-032 verfügt über eine einzelne Verarbeitungseinheit mit 32 Gigbyte LPDDR5X-Speicher und unterstützt bis zu 128 Gigbyte DDR5-RAM. Höherwertige Modelle, wie der Zeus 2c26-064/128 und der Zeus 4c26-256, kombinieren mehrere Prozessoreinheiten und bieten bis zu 256 Gigbyte LPDDR5X sowie 2 Terabyte DDR5-Speicher. Die leistungsstärkste Variante wird als Serverlösung eingesetzt.
Sparsamer im Einsatz
Ein Vorteil von Zeus liegt in seiner Energieeffizienz. Die Einstiegsvariante Zeus 1c26-32 erreicht eine FP64-Leistung von 5 TFLOPS und eine Path-Tracing-Performance von 77 Gigarays bei einer Leistungsaufnahme von nur 120 Watt. Zum Vergleich: Nvidias RTX 5090 liegt bei 575 Watt. Besonders bei rechenintensiven Simulationen und Renderings bietet Zeus somit erhebliche Vorteile.Allerdings hat Nvidia in anderen Bereichen weiterhin die Nase vorn. In KI-Berechnungen erreicht die RTX 5090 eine deutlich höhere Leistung. Auch klassische FP32-Gaming-Berechnungen bleiben eine Domäne von Nvidia. Wer aber eben vorrangig bestimmte Berechnungen ausführt, was bei industriellen und wissenschaftlichen Anwendungen häufig der Fall ist, bekommt hier offenbar eine interessante Alternative zum Üblichen geboten. Erste Zeus-Entwickler-Kits sollen später in diesem Jahr verfügbar sein, in größeren Stückzahlen werden die GPUs dann ab 2026 produziert. Siehe auch:
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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