Alibaba XuanTie C950: 'Weltweit stärkste' RISC-V-CPU vorgestellt
Der chinesische Internetkonzern Alibaba hat mit dem XuanTie C950 den nach eigenen Angaben stärksten RISC-V-Prozessor der Welt präsentiert. Der Chip soll in KI-Servern zum Einsatz kommen und erreicht eine Taktrate von bis zu 3,2 Gigahertz.
Beim XuanTie C950 soll es sich um einen 64-Bit-fähigen Multi-Core-Prozessor auf RISC-V-Basis handeln, der mit einer Strukturbreite von fünf Nanometern gefertigt wird. Alibaba bezeichnet den Chip laut ITHome als stärkste RISC-V-Plattform aller Zeiten, soll er doch erstmals einen Single-Core-Score von über 70 Punkten im SPECint-2006-Benchmark erzielen.
So erreichte ein AMD Ryzen 9 3900X im Single-Core-INT-Test einst 51,6 Punkte, während der Intel Core i9-9900K im gleichen Test auf 57,2 Punkte kam. Der Single-Core-Wert der neuen chinesischen CPU dürfte sich somit etwa auf dem Niveau eines High-End-Desktop-Prozessors aus der 12. oder 13. Generation von Intel bewegen.
Alibaba wirbt auch damit, dass man in SpecINT 2006 auf immerhin 22 Punkte pro GHz Taktrate kommt. Dabei ist grundsätzlich zu bedenken, dass das Unternehmen noch keine Angaben zu Details wie der physischen Größe des Chips, der Gesamtzahl der Rechenkerne oder auch dem Performance/Watt-Verhältnis veröffentlicht hat.
Nach Angaben von Alibaba konnte man die Gesamtleistung gegenüber der Vorgängergeneration von RISC-V-Chips in Form des XuanTie C920 mit dem neuen Modell immerhin verdreifachen. Der Chip soll künftig im High-Performance-Computing-Bereich zum Einsatz kommen, also Cloud- und KI-Server antreiben. Zur Ausstattung gehört deshalb auch ein von Alibaba selbst entwickelter KI-Beschleuniger, der LLMs wie Qwen3 und DeepSeek V3 erstmals nativ unterstützen soll.
Der XuanTie ist eine "halbierte" Version des C950, deren Leistung gut 60 Prozent des Flaggschiff-Chips erreichen soll. Sie soll vor allem in "Smart Terminals", der Steuerung von Industrieanlagen und "Consumer Electronics" zum Einsatz kommen, heißt es.
Siehe auch:
Alibaba setzt auf chinesische RISC-V-Entwicklung
Alibaba investiert weiter mit großem Aufwand in die Entwicklung von Prozessoren auf Basis der offenen RISC-V-Architektur. Anlässlich einer Konferenz seiner Forschungssparte DAMO hat der chinesische Konzern jetzt zwei neue RISC-V-CPUs für den Einsatz in Servern präsentiert, die die Bezeichnungen XuanTie C950 und C925 tragen.Beim XuanTie C950 soll es sich um einen 64-Bit-fähigen Multi-Core-Prozessor auf RISC-V-Basis handeln, der mit einer Strukturbreite von fünf Nanometern gefertigt wird. Alibaba bezeichnet den Chip laut ITHome als stärkste RISC-V-Plattform aller Zeiten, soll er doch erstmals einen Single-Core-Score von über 70 Punkten im SPECint-2006-Benchmark erzielen.
Single-Core-Performance ähnlich Intel Core 12th Gen?
Diese Leistungsangabe lässt sich mangels der Verfügbarkeit aussagekräftiger Ergebnislisten aus dem SPECint-2006-Benchmark nur schwer nachvollziehen. Im Medium-Blog des inzwischen von Qualcomm übernommenen CPU-Entwicklers Nuvia, dessen Team einst die Grundlagen für Apples heutige ARM-Prozessoren schuf, finden sich aber einige Angaben.So erreichte ein AMD Ryzen 9 3900X im Single-Core-INT-Test einst 51,6 Punkte, während der Intel Core i9-9900K im gleichen Test auf 57,2 Punkte kam. Der Single-Core-Wert der neuen chinesischen CPU dürfte sich somit etwa auf dem Niveau eines High-End-Desktop-Prozessors aus der 12. oder 13. Generation von Intel bewegen.
Alibaba wirbt auch damit, dass man in SpecINT 2006 auf immerhin 22 Punkte pro GHz Taktrate kommt. Dabei ist grundsätzlich zu bedenken, dass das Unternehmen noch keine Angaben zu Details wie der physischen Größe des Chips, der Gesamtzahl der Rechenkerne oder auch dem Performance/Watt-Verhältnis veröffentlicht hat.
Nach Angaben von Alibaba konnte man die Gesamtleistung gegenüber der Vorgängergeneration von RISC-V-Chips in Form des XuanTie C920 mit dem neuen Modell immerhin verdreifachen. Der Chip soll künftig im High-Performance-Computing-Bereich zum Einsatz kommen, also Cloud- und KI-Server antreiben. Zur Ausstattung gehört deshalb auch ein von Alibaba selbst entwickelter KI-Beschleuniger, der LLMs wie Qwen3 und DeepSeek V3 erstmals nativ unterstützen soll.
Der XuanTie ist eine "halbierte" Version des C950, deren Leistung gut 60 Prozent des Flaggschiff-Chips erreichen soll. Sie soll vor allem in "Smart Terminals", der Steuerung von Industrieanlagen und "Consumer Electronics" zum Einsatz kommen, heißt es.
Zusammenfassung
- Alibaba präsentiert den XuanTie C950 als stärkste RISC-V-CPU der Welt
- Der Chip wird im Fünf-Nanometer-Verfahren gefertigt und ist 64-Bit-fähig
- Im SPECint-2006-Benchmark erreicht der C950 über 70 Punkte im Single Core
- Die Leistung wurde gegenüber dem Vorgängermodell C920 verdreifacht
- Ein integrierter KI-Beschleuniger unterstützt Qwen3 und DeepSeek V3
- Der C925 ist eine reduzierte Variante mit rund 60 Prozent der Leistung
- Der C950 soll in Cloud- und KI-Servern im Rechenzentrum eingesetzt werden
Siehe auch:
- RISC-V: China baut ersten Server-Prozessor mit offener Architektur
- Startup will Nvidias RTX 5090 mit GPU auf RISC-V-Basis schlagen
- Bye bye x86 & ARM? Chinas Regierung will voll auf RISC-V-CPUs setzen
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