Insider rechnet ab: Apple log und lügt bei Apple Intelligence und Siri

Mit Apple Intelligence wollte der Konzern aus Cupertino zum großen KI-Gegenangriff blasen und zeigen, dass man hier den Anschluss nicht verloren hat. Geglückt ist das aber nicht und ein Insider wirft dem Unternehmen vor, bewusst gelogen zu haben.
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Schwere Vorwürfe in Richtung Apple

Apple war mit Apple Intelligence spät dran, das ist kein großes Geheimnis. Allerdings ist das kalifornische Unternehmen auch bekannt dafür, dass man nicht immer als erstes auf dem Markt sein muss und gerne wartet, um Technologien vollends auszureifen. Das konnte man auch bei Apple Intelligence vermuten. Doch die Apple-KI-Lösung ist und bleibt eine Enttäuschung, vor allem auch in Hinblick auf Siri.

Das ist aber nicht alles. Denn der renommierte Apple-Experte John Gruber hat eine für ihn ungewöhnlich scharfe, ja vernichtende Kritik in Richtung Cupertino abgefeuert. Diese trägt den Titel "Etwas ist faul im Staate Cupertino" (via 9to5Mac) und wirft dem Unternehmen im Wesentlichen vor, beim Thema KI bewusst und skrupellos gelogen zu haben. Konkret geht es Gruber um die Einführung, die Versprechen bei Apple Intelligence sowie die überarbeitete Siri-Version.

Video: Das kann Apple Intelligence auf dem neuen iPhone 16

In seinem Beitrag schreibt er u. a., dass die Konzept-Videos zu einer "personalisierten Siri" nichts anderes als "Bullshit" und ein Zeichen dafür seien, "dass ein Unternehmen in Schieflage ist, wenn nicht sogar in der Krise steckt". Besonders hart rechnet er mit den falschen Versprechen von Apple ab und bezichtigt den Konzern der Lüge:

Das Fiasko hier ist nicht, dass Apple bei KI im Rückstand ist. Es ist auch nicht, dass sie letzte Woche eine peinliche Verzögerung bei versprochenen Funktionen ankündigen mussten. Das sind Probleme, keine Fiaskos, und Probleme passieren. Sie sind unvermeidlich. Führungskräfte beweisen ihren Wert und schaffen ihr Vermächtnis nicht dadurch, wie sie mit Erfolgen umgehen, sondern dadurch, wie sie mit Problemen umgehen - wie sie sie erkennen, verstehen, anpassen und lösen. Das Fiasko besteht darin, dass Apple eine Geschichte auftischte, die nicht wahr war, eine, von der einige Leute innerhalb des Unternehmens sicherlich wussten, dass sie nicht wahr war, und sie legten darauf basierend einen Kurs fest.
John Gruber
Gruber ist allerdings nicht naiv und weiß, dass alle Unternehmen, so auch Apple, in der PR die Wahrheit gerne etwas bis sehr dehnen. Das sei auch in Ordnung, Apple ist aber im Fall von Siri deutlich zu weit gegangen: "Man kann die Wahrheit dehnen und glaubwürdig bleiben, aber mit Bullshit kann man nicht die Glaubwürdigkeit bewahren. Und die 'Personalisierten Siri'-Funktionen, so stellt sich heraus, waren Bullshit."

Er spricht auch direkt Apple-CEO Tim Cook an, dieser hätte handeln und gegensteuern müssen:

Tim Cook hätte bereits ein solches Meeting abhalten sollen, um dieses Debakel mit Siri und Apple Intelligence anzusprechen und zu beheben. Wenn ein solches Meeting bislang nicht stattgefunden hat oder nicht bald stattfindet, dann, so fürchte ich, war's das. Die Party ist vorbei. Wenn Mittelmäßigkeit, Ausreden und Bullshit erst einmal Fuß gefasst haben, übernehmen sie die Kontrolle. Eine Kultur der Exzellenz, Verantwortlichkeit und Integrität kann die Akzeptanz dieser Dinge nicht dulden und wird mit der Akzeptanz aller drei schnell in sich zusammenfallen.
John Gruber
Harte Worte von jemandem, den man noch kürzlich als Fanboy (im besten Sinne) bezeichnen konnte.

Wie seht ihr das? Hat der kalifornische Konzern im Fall von Apple Intelligence und Siri tatsächlich schwer ins Klo gegriffen oder nimmt Gruber das Thema KI zu wichtig? Schreibt es uns in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Apple erntet scharfe Kritik für KI-Lösung 'Apple Intelligence'
  • John Gruber wirft Apple vor, bei KI-Versprechen bewusst gelogen zu haben
  • Konzept-Videos zu personalisierter Siri werden als 'Bullshit' bezeichnet
  • Gruber: Apple ging bei Siri-Behauptungen deutlich zu weit
  • Tim Cook wird für mangelndes Handeln in der KI-Krise kritisiert
  • Gruber warnt vor drohender Mittelmäßigkeit und Integritätsverlust bei Apple
  • Ehemaliger Apple-Unterstützer übt ungewöhnlich harte Kritik am Konzern

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