"Falsche Versprechen":
Jetzt wird Apple Intelligence auch noch verklagt

Eine Sammelklage wirft Apple irreführende Werbung für seine KI-Funktionen vor. Kritisiert wird besonders die Marketingkampagne rund um Apple Intelligence bzw. Siri, sowie der Umstand, dass beworbene Features zum Start nicht oder nur eingeschränkt verfügbar waren.
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Werbeversprechen unter der Lupe

Apple muss sich möglicherweise wegen seiner Marketingkampagne für Apple Intelligence vor Gericht verantworten. Eine diese Woche beim US-Bezirksgericht in San Jose eingereichte Sammelklage wirft dem Technologiekonzern irreführende Werbung und unlauteren Wettbewerb vor. Im Fokus steht dabei besonders die Bewerbung der personalisierten Siri-Funktionen.

Die Kläger bemängeln, dass Apple seine Geräte mit KI-Funktionen beworben hat, die zum Verkaufsstart nicht oder nur eingeschränkt verfügbar waren. Besonders kritisch sehen sie die Werbekampagne für Features wie Image Playground, Genmoji und die personalisierte Siri-Version. Ein Werbespot mit Schauspielerin Bella Ramsey wurde mittlerweile von der Video-Plattform YouTube entfernt.

Apple Intelligence: Von Apple gelöschter Siri-Spot mit Bella Ramsey

Nach Informationen des Nachrichtenportals Axios argumentieren die Anwälte der Kanzlei Clarkson Law Firm - die bereits Klagen gegen Google und OpenAI eingereicht hat - dass Apple gezielt überzogene Erwartungen am Markt erzeugt habe. Ziel sei es gewesen, Kunden zum Kauf neuer Geräte zu bewegen und sich im Wettbewerb um KI-Technologien zu positionieren.

Disclaimer nicht ausreichend

Die auf der Apple-Website platzierten Hinweise zur Verfügbarkeit der Funktionen halten die Kläger für unzureichend. Sie argumentieren, dass die seit Sommer 2024 geschalteten Werbungen weiterhin falsche Erwartungen wecke. Die Nutzer hätten Premium-Preise für Geräte gezahlt, deren beworbene Funktionen nicht oder nur eingeschränkt nutzbar seien.

Die Klage trifft Apple in einer schwierigen Phase, denn die Probleme im Zusammenhang mit KI-Features sorgen in diesen Tagen intern für gewaltige Unruhe. Medienberichten zufolge soll Tim Cook KI-Chef John Giannandrea von seinen Aufgaben entbunden haben, weil der CEO das Vertrauen in ihn verloren haben soll.

Rechtliche Folgen noch offen

Die Sammelklage fordert Schadenersatzzahlungen für Käufer von Apple-Geräten, die mit Apple Intelligence kompatibel sind. Die genaue Höhe wurde nicht beziffert. Ob das Gericht der Klage stattgibt und den Sammelklagen-Status gewährt, ist noch offen. Apple hat sich dazu bisher nicht geäußert.

Was haltet ihr von der Sammelklage gegen Apple? Findet ihr die Vorwürfe berechtigt oder übertrieben? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Sammelklage gegen Apple wegen irreführender Werbung für KI-Funktionen
  • Kritik an der Marketingkampagne für Apple Intelligence und Siri
  • Beworbene Features waren zum Verkaufsstart nur teils verfügbar
  • Kläger: Apple erzeugte überzogene Erwartungen für Wettbewerbsvorteile
  • Forderung nach Schadenersatz für Käufer kompatibler Apple-Geräte
  • Klage trifft Apple in schwieriger Phase mit internen KI-Problemen
  • Gerichtliche Entscheidung über Zulassung der Sammelklage steht noch aus

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