Bürgerrechtler zeigen, wie man sich für 20$ gegen Polizei-Tracker rüstet
Bürgerrechtler von der Electronic Frontier Foundation (EFF) haben eine freie Software vorgestellt, mit der sich günstig verfügbare mobile Hotspots so umrüsten lassen, dass sie Auskunft über mögliche Tracking-Versuche durch Behörden und Polizei in der Umgebung geben können.
Die Rayhunter genannte Software der Entwickler von der EFF kann nicht vor der Erfassung durch die IMSI-Catcher schützen, aber zumindest über deren Existenz in der Umgebung informieren. Die EFF rechtfertigt die Entwicklung ihres IMSI-Catcher-Catchers damit, dass man die Rechte der Bürger in den USA und anderen Ländern schützen möchte, auch was ihre Privatsphäre angeht.
Die Installation von Rayhunter erfolgt mittels eines simplen Skripts, das auf Macs und Linux-Rechnern verwendet werden kann. Weil sich IMSI-Catcher als Fake-Mobilfunksender ausgeben, kann Rayhunter auf dem umgerüsteten Hotspot-Gerät verwendet werden, um sie zu erkennen.
Die Nutzeroberfläche auf dem umgerüsteten Hotspot ist dabei sehr simpel gestaltet. Im normalen Betrieb wird einfach nur ein grüner Balken auf dem kleinen Bildschirm des Geräts angezeigt. Tritt verdächtiges Verhalten eines mit dem Gerät verbundenen Mobilfunksenders auf, färbt sich der Balken rot. In einem solchen Fall kann sich der Besitzer des Rayhunter-Hotspots per WLAN auf dem Gerät einloggen und die Log-Dateien prüfen oder ein Web-Interface einsehen.
Die EFF will mit Rayhunter, das seinen Namen in Anlehnung an einen von Behörden weltweit verwendeten IMSI-Catchers namens Stingray erhalten hat, vor allem herausfinden, wie weit die Verwendung von CSS-Geräten verbreitet ist. Es geht vor allem darum, die Überwachung durch CSS-Geräte zu bekämpfen und nach Erfassung von Daten über deren Nutzung in verschiedenen Ländern rechtliche Schritte dagegen einzuleiten.
Siehe auch:
Polizei überwacht Demonstrationen mit IMSI-Catchern
Laut der EFF hat man eine einfach zu installierende Software für die Verwendung auf einem bestimmten Mobile-Hotspot des Herstellers Orbic entwickelt, mit der sich IMSI-Catcher (International Mobile Subscriber Identification) in der Umgebung aufspüren lassen. Cell-Site-Simulatoren, also Fake-Mobilfunksender, beziehungsweise IMSI-Catcher werden von Polizeibehörden in den USA, Deutschland und anderen Ländern verwendet, um zu erfassen, welche Mobilfunkgeräte sich in bestimmten Gegenden befinden.Die Rayhunter genannte Software der Entwickler von der EFF kann nicht vor der Erfassung durch die IMSI-Catcher schützen, aber zumindest über deren Existenz in der Umgebung informieren. Die EFF rechtfertigt die Entwicklung ihres IMSI-Catcher-Catchers damit, dass man die Rechte der Bürger in den USA und anderen Ländern schützen möchte, auch was ihre Privatsphäre angeht.
Rayhunter läuft auf 4G-Hotspot von Verizon
Rayhunter kann ohne großen Aufwand auf einem Orbic Speed RC400L installiert werden, bei dem es sich um einen mobilen LTE-Hotspot handelt, der hauptsächlich über den US-Mobilfunkanbieter Verizon vertrieben wurde. Gebrauchte Geräte dieses Typs sind in den USA preiswert zu beschaffen und kosten bei eBay oder Amazon oft nur 10 bis 20 US-Dollar.Die Installation von Rayhunter erfolgt mittels eines simplen Skripts, das auf Macs und Linux-Rechnern verwendet werden kann. Weil sich IMSI-Catcher als Fake-Mobilfunksender ausgeben, kann Rayhunter auf dem umgerüsteten Hotspot-Gerät verwendet werden, um sie zu erkennen.
EFF will Daten über Verbreitung von CSS sammeln
Eine Ortung der Fake-Sender ist mit einem einzelnen Hotspot nicht möglich, man kann aber herausfinden, ob es einen verdächtigen "Sendemast" in der Umgebung gibt. Dazu wird von der Rayhunter-Software der Datenverkehr zwischen dem Endgerät und der Mobilfunk-Basisstation in Echtzeit überwacht, um so zum Beispiel zu erkennen, ob der Sender die IMSI abfragt.Die Nutzeroberfläche auf dem umgerüsteten Hotspot ist dabei sehr simpel gestaltet. Im normalen Betrieb wird einfach nur ein grüner Balken auf dem kleinen Bildschirm des Geräts angezeigt. Tritt verdächtiges Verhalten eines mit dem Gerät verbundenen Mobilfunksenders auf, färbt sich der Balken rot. In einem solchen Fall kann sich der Besitzer des Rayhunter-Hotspots per WLAN auf dem Gerät einloggen und die Log-Dateien prüfen oder ein Web-Interface einsehen.
Die EFF will mit Rayhunter, das seinen Namen in Anlehnung an einen von Behörden weltweit verwendeten IMSI-Catchers namens Stingray erhalten hat, vor allem herausfinden, wie weit die Verwendung von CSS-Geräten verbreitet ist. Es geht vor allem darum, die Überwachung durch CSS-Geräte zu bekämpfen und nach Erfassung von Daten über deren Nutzung in verschiedenen Ländern rechtliche Schritte dagegen einzuleiten.
Zusammenfassung
- EFF stellt Software zur Erkennung von IMSI-Catchern vor
- Rayhunter lässt sich einfach auf günstige mobile Hotspots installieren
- Die Software überwacht Datenverkehr zwischen Endgerät und Basisstation
- Verdächtige Aktivitäten werden durch roten Balken auf dem Display angezeigt
- Ziel ist es, die Verbreitung von Cell-Site-Simulatoren zu erforschen
- EFF will Bürgerrechte und Privatsphäre in verschiedenen Ländern schützen
- Rechtliche Schritte gegen übermäßige Überwachung sind geplant
Siehe auch:
- Polizei verteilt Gratis-AirTags, weil sie so gut vor Autodieben schützen
- "Unsicher und illegal": Britische Polizei beschlagnahmt Tesla Cybertruck
- Polizei Hannover startet Twitch-Kanal: Zocken für den Nachwuchs
- Deutsche Justiz: Polizei soll einfachen Zugang zu jedem Auto erhalten
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