Zwang tut es auch: Trump will US-Chipindustrie nicht mehr fördern
US-Präsident Trump hat bei seiner ersten Ansprache vor dem US-Kongress seit seinem erneuten Amtsantritt gefordert, dass die noch unter seinem Vorgänger Biden eingeleitete Milliardenförderung für die Chipfertigung in den USA eingestellt werden soll.
Der US-Kongress solle sich des sogenannten CHIPS Acts entledigen und was auch immer an Geldern übrig sei, für den Schuldenabbau zu verringern. Insgesamt hatte die Vorgängerregierung unter Joe Biden 57,2 Milliarden Dollar bereitgestellt, um damit den Bau von Chip-Werken in den Vereinigten Staaten zu fördern und das Land so für Firmen wie Intel oder auch TSMC als Standort attraktiver zu machen.
Für Trump gibt es erwartungsgemäß einen anderen Weg, wie man Chiphersteller zum Ausbau ihrer Fertigungskapazitäten in den USA bewegen kann: Strafzölle auf die Einfuhr von Chips aus dem Ausland. Man könne einfach "Anreize" schaffen, so Trump. "Wir müssen ihnen kein Geld geben", sagte er weiter.
Dabei spielen aber auch geopolitische Überlegungen des aus Taiwan stammenden weltgrößten Chip-Vertragsfertigers eine Rolle, der sich mit Trump gut stellen will, um das kleine Taiwan vor Annexionsfantasien Chinas zu schützen. Für Intel würde eine Aufgabe des CHIPS-Acts allerdings bedeuten, dass der US-Konzern keine Gelder mehr für den Ausbau seiner US-Werke erhalten würde - und dadurch noch größere Schwierigkeiten bekommt.
Bisher sollen unter dem CHIPS-Act rund 32,5 Milliarden Dollar an staatlichen Geldern an 32 verschiedene Firmen verteilt werden, die damit 48 verschiedene Projekte in 23 US-Bundesstaaten umsetzen wollen. Dazu gehören neben TSMC und Intel auch Samsung (Südkorea), Micron (USA) und GlobalFoundries (USA).
Kritik gab es umgehend unter anderem aus Arizona, wo neben TSMC auch Samsung große neue Chipwerke bauen will. Auch aus dem Bundesstaat New York, wo Micron insgesamt 100 Milliarden Dollar investieren und damit unter anderem 50.000 Jobs schaffen will, war zu hören, dass Trumps Vorschlag die dort geplanten Projekte massiv gefährden würde.
Förderung nicht nötig, sagt Trump
Trump erklärte bei der traditionellen "Address to Congress" gestern Abend in Washington, DC, dass es nicht nötig sei, Milliarden an staatlichen Geldern für den Ausbau der Fertigungskapazitäten für Halbleiterprodukte in den USA aufzubringen. Das Geld kann anderweitig verwendet werden, um unter anderem die Staatsschulden abzubauen.Der US-Kongress solle sich des sogenannten CHIPS Acts entledigen und was auch immer an Geldern übrig sei, für den Schuldenabbau zu verringern. Insgesamt hatte die Vorgängerregierung unter Joe Biden 57,2 Milliarden Dollar bereitgestellt, um damit den Bau von Chip-Werken in den Vereinigten Staaten zu fördern und das Land so für Firmen wie Intel oder auch TSMC als Standort attraktiver zu machen.
Gelder bisher kaum wirklich ausgezahlt
Bisher wurden die unter dem CHIPS-Act verfügbaren Gelder aber nicht vollständig abgerufen. Zwar erhielten TSMC und Intel zum Beispiel bereits einige Milliarden Dollar aus dem Chip-Topf, doch haben die Konzerne ihre Pläne für neue US-Werke bisher nicht so schnell umgesetzt, wie ursprünglich geplant war. Hintergrund dessen waren eine gesunkene Nachfrage, Verzögerungen beim Bau der Werke und im Fall von Intel vor allem Geldnot, da es dem US-Chipgiganten zuletzt immer schlechter ging.Für Trump gibt es erwartungsgemäß einen anderen Weg, wie man Chiphersteller zum Ausbau ihrer Fertigungskapazitäten in den USA bewegen kann: Strafzölle auf die Einfuhr von Chips aus dem Ausland. Man könne einfach "Anreize" schaffen, so Trump. "Wir müssen ihnen kein Geld geben", sagte er weiter.
TSMC will auch ohne CHIPS-Act 100 Mrd. Dollar investieren
Tatsächlich hatte dieser Ansatz, bei dem Trump immer wieder mit enormen Abgaben auf die Einfuhr von Chips aus China und anderen Ländern in die USA droht, zuletzt zum Beispiel TSMC zu der Ankündigung bewegt, in den nächsten Jahren weitere 100 Milliarden US-Dollar in neue US-Werke investieren zu wollen.Dabei spielen aber auch geopolitische Überlegungen des aus Taiwan stammenden weltgrößten Chip-Vertragsfertigers eine Rolle, der sich mit Trump gut stellen will, um das kleine Taiwan vor Annexionsfantasien Chinas zu schützen. Für Intel würde eine Aufgabe des CHIPS-Acts allerdings bedeuten, dass der US-Konzern keine Gelder mehr für den Ausbau seiner US-Werke erhalten würde - und dadurch noch größere Schwierigkeiten bekommt.
Bisher sollen unter dem CHIPS-Act rund 32,5 Milliarden Dollar an staatlichen Geldern an 32 verschiedene Firmen verteilt werden, die damit 48 verschiedene Projekte in 23 US-Bundesstaaten umsetzen wollen. Dazu gehören neben TSMC und Intel auch Samsung (Südkorea), Micron (USA) und GlobalFoundries (USA).
Kritik gab es umgehend unter anderem aus Arizona, wo neben TSMC auch Samsung große neue Chipwerke bauen will. Auch aus dem Bundesstaat New York, wo Micron insgesamt 100 Milliarden Dollar investieren und damit unter anderem 50.000 Jobs schaffen will, war zu hören, dass Trumps Vorschlag die dort geplanten Projekte massiv gefährden würde.
Zusammenfassung
- Trump fordert Einstellung der Milliardenförderung für US-Chipfertigung
- 57,2 Milliarden Dollar wurden unter Biden für Chip-Werke bereitgestellt
- Bisher wurden nicht alle Gelder des CHIPS-Acts vollständig abgerufen
- Trump schlägt Strafzölle auf Chip-Importe als Alternative vor
- 32,5 Milliarden Dollar sollen an 32 Firmen für 48 Projekte verteilt werden
- Kritik an Trumps Vorschlag aus Bundesstaaten mit geplanten Chip-Projekten
- Geopolitische Überlegungen spielen bei Investitionsentscheidungen eine Rolle
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