Chrome für Android: Mehr Platz, weil Google eigene Vorgaben umsetzt

Google Chrome für Android erhält ein Update, das die Bildschirm­nutzung optimiert. Version 135 ermöglicht die Anzeige von Web­inhalten bis zum unteren Displayrand und verspricht ein immer­si­veres Nutzererlebnis.
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Mehr Platz für Webinhalte

Google plant eine bedeutende Verbesserung für die mobile Version seines Browsers Chrome. Mit der kommenden Version 135 für Android soll die Bildschirmnutzung optimiert werden, indem Webinhalte bis zum unteren Rand des Bildschirmes angezeigt werden. Diese (zunächst nur für einige wenige Nutzer verfügbare) Neuerung verspricht ein immersiveres Surferlebnis und folgt dem Trend zur maximalen Ausnutzung der Bildschirmfläche auf Smartphones.

Die Änderung betrifft vor allem den unteren Bereich des Browsers. Bislang wurde die Navigationsleiste mit der Gesten-Steuerung auf einem einfarbigen Hintergrund angezeigt. Künftig werden Webinhalte hinter dieser Leiste durchscheinen, was den nutzbaren Bildschirmbereich vergrößert. Google implementiert dafür eine "dynamische untere Leiste", die sich beim Scrollen automatisch zurückzieht und so mehr Platz für Inhalte schafft.

Wie Android Authority unter Berufung auf einen Google-Beitrag berichtet, ist diese Änderung Teil einer breiteren Initiative von Google, die mit Android 15 begann. Das Betriebssystem fordert Entwickler dazu auf, ihre Apps für eine Darstellung der gesamten Bildschirmfläche zu optimieren. Chrome für Android (2020)Links die bisherige Ansichtsart, rechts die neue 'Edge-to-Edge'-Darstellung Das Problem war allerdings bisher, dass Google sich bei seinem mobilen Browser nicht an seine eigenen Vorgaben gehalten hat. Chrome zieht nun aber nach. Android 15, das am 15. Oktober 2024 offiziell für Google Pixel-Geräte veröffentlicht wurde, führte bereits die Edge-to-Edge-Darstellung von Apps als Standardeinstellung ein.

Moderne Browsererfahrung im Fokus

Die neue Darstellungsweise birgt auch Herausforderungen. In einigen Fällen könnten Inhalte durch die Gestennavigationsleiste verdeckt werden. Google hat Entwickler bereits vorgewarnt und Anleitungen bereitgestellt, um mögliche Darstellungsprobleme zu vermeiden. Für die meisten Webseiten sollte die Umstellung jedoch reibungslos verlaufen.

Das Update wird wie erwähnt zunächst nur für eine kleine Gruppe von Nutzern verfügbar sein. Google plant, die Funktion schrittweise auszurollen, beginnend mit Geräten mit kleineren Bildschirmen. Tablets und Foldables sollen in einem späteren Update berücksichtigt werden.

Die Änderung betrifft vorerst nur den unteren Bildschirmbereich. Die Statusleiste am oberen Rand bleibt unverändert, vermutlich um Lesbarkeit und Zugänglichkeit wichtiger Systeminformationen zu gewährleisten. Mit Android 16, das für später im Jahr erwartet wird, plant Google, die Vollbilddarstellung für alle Apps verpflichtend zu machen.

Android 16, dessen erste Beta im Januar 2025 veröffentlicht wurde und dessen finale Version für das zweite Quartal 2025 erwartet wird, wird Entwicklern die Möglichkeit nehmen, die Bildschirmorientierung und Größenanpassung auf großen Bildschirmen einzuschränken. Dies soll adaptive Apps fördern, die sich flüssig an verschiedene Displaygrößen und -ausrichtungen anpassen.

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Zusammenfassung
  • Chrome für Android optimiert Bildschirmnutzung in Version 135
  • Webinhalte werden bis zum unteren Displayrand angezeigt
  • Dynamische untere Leiste zieht sich beim Scrollen zurück
  • Teil einer breiteren Initiative von Google, begonnen mit Android 15
  • Schrittweises Ausrollen, zunächst für Geräte mit kleineren Bildschirmen
  • Statusleiste am oberen Bildschirmrand bleibt vorerst unverändert
  • Android 16 plant verpflichtende Vollbilddarstellung für alle Apps

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