Angespielt: Civilization 7 stolpert einen großen Schritt nach vorne
Der kulturelle Einfluss wurde ebenfalls überarbeitet und ist inzwischen enger mit dem Artefakt-System und dem Aufbau von Sehenswürdigkeiten verbunden, was allerdings auch erst später zum Greifen kommt. Die Vereinfachung dieser Systeme mag für einige Spieler eine Enttäuschung darstellen, macht das Spiel aber für Neulinge durchaus zugänglicher.
Einige (kleinere) Kritikpunkte gibt es bei der Technologie, KI, der Darstellung von Gebirgen und der Gestaltung des unerforschten Gebiets, die nicht jeden Geschmack treffen werden. Sehenswert ist auf alle Fälle wieder das Fertigstellen eines Weltwunders, das sollte man sich auch stets zu Ende ansehen.
Die Benutzeroberfläche zeigt zum Release hingegen noch signifikante Schwächen, das ist auch einer der größten Kritikpunkte am Spiel. Vieles wirkt hier nicht nur nicht zu Ende gedacht, sondern auch schlichtweg unfertig. Tooltips sind oft zu knapp gehalten, und wichtige Informationen sind manchmal schwer zu finden. Auch die Benachrichtigungen während einer Partie sind suboptimal: So wundert man sich beispielsweise "gerne", was denn eigentlich mit einer Einheit passiert ist, wenn man sich in einem Krieg befindet. Zwar erscheint rechts ein kleines Symbol dazu, wirklich informativ oder intuitiv ist das aber nicht.
Die UI erweist sich als der vielleicht größte Stolperstein: Denn Civ 7 bietet viele neue und auch gelungene Spielelemente, das Interface und die grundsätzliche User-Experience (UX) hilft dem Spieler aber nicht, alles Neue zu erfassen und zusammenzuhalten. Hier muss und wird Firaxis sicherlich nachbessern.
Neu ist ein Progressionssystem, bei dem Spieler durch wiederholtes Spielen mit bestimmten Anführern zusätzliche Modifikatoren freischalten können. Diese Änderungen sind subtil genug, um das Balancing nicht zu stören, bieten aber einen zusätzlichen Anreiz zum Experimentieren mit verschiedenen Führungspersönlichkeiten.
Wer sich in den ersten Partien verloren und überfordert fühlt, der sollte nicht lockerlassen: Denn wie so oft sind viele Elemente auch schlichtweg Gewöhnungssache, ganz nach dem Motto: Einfach zu lernen, schwer zu meistern. Sobald man die Neuerungen verinnerlicht hat (und das kann mitunter dauern), kann man sich daran machen, das volle Potenzial seiner Zivilisation und auch des Spiels auszuschöpfen.
Die vor allem jüngere Geschichte der Civilization-Reihe zeigt zudem, dass die Spiele oft erst durch Erweiterungen ihr volles Potenzial entfalten. Wer an Civ 6 zurückdenkt und das neueste Spiel der Reihe damit vergleicht, der macht vermutlich einen Denkfehler: Denn man vergisst, dass Civilization 6, wie wir es in den letzten Jahren gespielt haben, zwei Haupt-Erweiterungen ("Rise and Fall", "Gathering Storm") inkludiert hat, von diversen Patches ganz zu schweigen.
Kurzum: Weder Civ 5 noch Civ 6 (um in der jüngeren Vergangenheit zu bleiben) waren anfangs perfekt, aber Firaxis hat immer wieder bewiesen, dass man auf Feedback der Spieler hört und bereit ist, entsprechende Anpassungen vorzunehmen. Und das macht sicherlich Hoffnung für die Zukunft.
Alles in allem ist Civilization 7 schon jetzt ein gutes Spiel und ein gelungener Neuanfang für die Serie. Trotz einiger Startschwierigkeiten hat der langjährige 4X-König auch in der neuesten Version das Potenzial, zu einem hervorragenden Spiel zu werden, vielleicht sogar zum besten Teil der Reihe.
In unserem Civilization VII Test haben wir uns die PC-Version des Spiels (via Steam oder Epic Games Store) angesehen. Zeitgleich ist Civ 7 für PlayStation 4 und PS5 sowie Xbox Series X|S, Xbox One und Nintendo Switch erschienen. Zudem ist das Strategiespiel für das Steam-Deck verifiziert.
Siehe auch:
Technische Umsetzung und Präsentation
Die grafische Präsentation ist mehr als gelungen: Die Städte sind detailliert und wachsen organisch, die Anführer sind ausdrucksstark animiert und haben für jede Stimmung eine passende Optik. Freilich sollte man sich aber nicht erwarten, dass Firaxis den Stil fundamental geändert hat. Vor allem dann, wenn man die Grafikeinstellungen etwas herunterschraubt, erinnert Civ 7 wie eine aufgehübschte Version des Vorgängers. Das sollte man allerdings nicht als Kritik sehen, im Gegenteil.Einige (kleinere) Kritikpunkte gibt es bei der Technologie, KI, der Darstellung von Gebirgen und der Gestaltung des unerforschten Gebiets, die nicht jeden Geschmack treffen werden. Sehenswert ist auf alle Fälle wieder das Fertigstellen eines Weltwunders, das sollte man sich auch stets zu Ende ansehen.
Civilization 7: Tipps zum Auswählen von Anführer*innen
Die Benutzeroberfläche zeigt zum Release hingegen noch signifikante Schwächen, das ist auch einer der größten Kritikpunkte am Spiel. Vieles wirkt hier nicht nur nicht zu Ende gedacht, sondern auch schlichtweg unfertig. Tooltips sind oft zu knapp gehalten, und wichtige Informationen sind manchmal schwer zu finden. Auch die Benachrichtigungen während einer Partie sind suboptimal: So wundert man sich beispielsweise "gerne", was denn eigentlich mit einer Einheit passiert ist, wenn man sich in einem Krieg befindet. Zwar erscheint rechts ein kleines Symbol dazu, wirklich informativ oder intuitiv ist das aber nicht.
Die UI erweist sich als der vielleicht größte Stolperstein: Denn Civ 7 bietet viele neue und auch gelungene Spielelemente, das Interface und die grundsätzliche User-Experience (UX) hilft dem Spieler aber nicht, alles Neue zu erfassen und zusammenzuhalten. Hier muss und wird Firaxis sicherlich nachbessern.
Neuerungen im Multiplayer
Der Mehrspielermodus präsentiert sich zum Launch in einer relativ schlichten Form. Auch hier haben die Entwickler bereits angekündigt, dass in den kommenden Wochen weitere Features hinzugefügt werden sollen. Die Überarbeitung der Spielgeschwindigkeit und die Reduzierung des Mikromanagements könnten den Multiplayer-Partien zugutekommen, da Runden dann schneller gespielt werden.Neu ist ein Progressionssystem, bei dem Spieler durch wiederholtes Spielen mit bestimmten Anführern zusätzliche Modifikatoren freischalten können. Diese Änderungen sind subtil genug, um das Balancing nicht zu stören, bieten aber einen zusätzlichen Anreiz zum Experimentieren mit verschiedenen Führungspersönlichkeiten.
Plattformübergreifende Verfügbarkeit
Civilization 7 erscheint erstmals zeitgleich für PC und Konsolen, einschließlich PlayStation 5, Xbox Series X|S und Nintendo Switch. Die Steuerung wurde für den Controller optimiert, wobei die PC-Version natürlich weiterhin die präziseste Steuerungsmethode bietet. Civ 7 ist und bleibt natürlich ein Spiel, das seine Wurzeln auf dem PC hat und deshalb wird sich auch nie etwas daran ändern, dass das die Plattform der Wahl ist.Fazit: Sid Meier's Civilization 7 im Test
Civilization 7 ist zweifellos ein mutiger und auch nötiger Schritt nach vorn für die Serie, allerdings stolpern die Entwickler noch über das eine oder andere, allen voran die eher missglückte UI/UX. Die radikalen Änderungen mögen nicht jeden Geschmack treffen, sind aber vielfach gut durchdacht und lösen langjährige Probleme der Serie. Die vereinfachte Struktur macht Civ 7 zugänglicher, ohne dabei an strategischer Tiefe zu verlieren.Wer sich in den ersten Partien verloren und überfordert fühlt, der sollte nicht lockerlassen: Denn wie so oft sind viele Elemente auch schlichtweg Gewöhnungssache, ganz nach dem Motto: Einfach zu lernen, schwer zu meistern. Sobald man die Neuerungen verinnerlicht hat (und das kann mitunter dauern), kann man sich daran machen, das volle Potenzial seiner Zivilisation und auch des Spiels auszuschöpfen.
Die vor allem jüngere Geschichte der Civilization-Reihe zeigt zudem, dass die Spiele oft erst durch Erweiterungen ihr volles Potenzial entfalten. Wer an Civ 6 zurückdenkt und das neueste Spiel der Reihe damit vergleicht, der macht vermutlich einen Denkfehler: Denn man vergisst, dass Civilization 6, wie wir es in den letzten Jahren gespielt haben, zwei Haupt-Erweiterungen ("Rise and Fall", "Gathering Storm") inkludiert hat, von diversen Patches ganz zu schweigen.
Kurzum: Weder Civ 5 noch Civ 6 (um in der jüngeren Vergangenheit zu bleiben) waren anfangs perfekt, aber Firaxis hat immer wieder bewiesen, dass man auf Feedback der Spieler hört und bereit ist, entsprechende Anpassungen vorzunehmen. Und das macht sicherlich Hoffnung für die Zukunft.
Alles in allem ist Civilization 7 schon jetzt ein gutes Spiel und ein gelungener Neuanfang für die Serie. Trotz einiger Startschwierigkeiten hat der langjährige 4X-König auch in der neuesten Version das Potenzial, zu einem hervorragenden Spiel zu werden, vielleicht sogar zum besten Teil der Reihe.
Geschichte der Civilization-Spielereihe
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1991
1991Veröffentlichung von Sid Meier's Civilization - revolutioniert das 4X-Genre mit der Verbindung von Stadtmanagement, Technologiebaum und diplomatischer Interaktion
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1996
1996Veröffentlichung von Civilization II mit verbesserter Grafik, komplexerer KI und kontextsensitiven Beratern
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1997
1997Erweiterung "Fantastic Worlds" ermöglicht erstmals umfangreiche Modifikationen durch die Community
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1999
1999Erweiterung "Test of Time" führt mehrschichtige Kartendesigns ein, die gleichzeitige Entwicklung auf mehreren Planeten erlauben
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2001
2001Veröffentlichung von Civilization III mit kulturellen Einflusszonen und ressourcenbasierten Handelsrouten
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2002
2002Erweiterung "Play the World" bringt erstmals einen Multiplayer-Modus
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2003
2003Erweiterung "Conquests" bietet historisch akkurate Szenarien mit speziellen Technologiebäumen
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2005
2005Veröffentlichung von Civilization IV mit 3D-Grafik und religionsbasiertem Diplomatie-System
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2006
2006Erweiterung "Warlords" führt Vasallenstaaten ein
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2007
2007Erweiterung "Beyond the Sword" implementiert Spionagenetzwerke und orbitalen Koloniebau
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2010
2010Veröffentlichung von Civilization V mit hexagonalen Karten und Abschaffung von Stapelkämpfen
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2012
2012Erweiterung "Gods & Kings" führt religiöse Überzeugungssysteme ein
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2013
2013Erweiterung "Brave New World" fokussiert auf kulturellen Sieg durch Tourismus und Weltkongress-Diplomatie
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2014
2014Veröffentlichung von Civilization: Beyond Earth - Neuinterpretation im All mit planetarer Terraformung
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2015
2015Erweiterung "Rising Tide" ergänzt Unterwasserstädte und diplomatische Verhandlungen mit Außerirdischen
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2016
2016Veröffentlichung von Civilization VI mit distriktsbasierter Stadtplanung und aktiven Forschungsboni
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2019
2019Erweiterung "Gathering Storm" führt klimatische Veränderungen ein
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2022
2022Veröffentlichung von "Leader Pass" mit dynamischen Anführerfähigkeiten
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2024
2024Einführung des "CivNet"-Protokolls für Cross-Plattform Multiplayer-Matches
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2025
11. FebruarVeröffentlichung von Civilization 7
In unserem Civilization VII Test haben wir uns die PC-Version des Spiels (via Steam oder Epic Games Store) angesehen. Zeitgleich ist Civ 7 für PlayStation 4 und PS5 sowie Xbox Series X|S, Xbox One und Nintendo Switch erschienen. Zudem ist das Strategiespiel für das Steam-Deck verifiziert.
Zusammenfassung
- Civilization 7 wagt mit nur drei Zeitaltern einen mutigen Schritt vorwärts
- Trennung von Anführern und Zivilisationen ermöglicht neue Kombinationen
- Legacy-Pfade und Krisen sorgen für dynamischere Spielerfahrung
- Vereinfachungen wie der Wegfall von Arbeitern reduzieren Mikromanagement
- Überarbeitetes Kampf- und Einfluss-System bietet mehr taktische Tiefe
- Die Grafik überzeugt, während die Benutzeroberfläche noch Schwächen zeigt
- Trotz Startschwierigkeiten hat Civ 7 Potenzial zum besten Teil der Reihe
Siehe auch:
- Anno 117: Pax Romana taucht plötzlich bei Steam auf - inkl. erste Bilder
- Nostalgie in HD: Blizzard veröffentlicht Warcraft I und II Remastered
- Age of Empires 2 und 4 für Xbox angekündigt, Age of Mythology für PC
- StarCraft, Warcraft: Phil Spencer würde die Klassiker gerne zurückholen
- Command & Conquer: EA macht mehrere C&C-Klassiker zu Open Source
Thema:
Neue Civilization-Downloads
Videos zu Civilization
- Civilization 7 läutet heute ein neues Zeitalter der Strategiespiele ein
- Civilization 7: Cinematic-Trailer stimmt auf das Strategiespiel ein
- PlayStation 5: Sony zeigt im Video die Spiele-Highlights für 2025
- Civilization VII: Ein Epos der Geschichte erwartet uns 2025
- Programmierer baut Ur-Civilization in Microsoft Excel nach
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