Supercomputer berechnet den Termin einer unbewohnbaren Erde
Forscher haben mit einem Supercomputer die Zukunft der Erde simuliert - und einen ungefähren Termin gefunden, ab dem menschliches Leben auf unserem Planeten mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr möglich sein wird.
Wohl aber in dem Modell, das die Forscher jetzt errechnet haben. Allerdings liegt der kritische Zeitpunkt noch sehr weit in der Zukunft: Laut der Studie der University of Bristol wird die Erde in etwa 250 Millionen Jahren durch extreme Hitze, verstärkte vulkanische Aktivität und die Entstehung eines superheißen Superkontinents weitgehend unbewohnbar sein.
Die Simulationen der Wissenschaftler prognostizieren die Entstehung eines neuen Superkontinents namens "Pangea Ultima". Die Vereinigung der bisher bestehenden Kontinente wird dabei voraussichtlich zu drastisch erhöhten Temperaturen führen, die weite Teile des Planeten unbewohnbar machen. Eine Kombination aus einer helleren Sonne, hohen CO2-Werten und einem Kontinentalklima wird die Temperaturen tagsüber auf bis zu 70 Grad Celsius ansteigen lassen. Dies würde laut den Forschern ein Massenaussterben auslösen, das auch den Menschen betreffen würde.
Denn Säugetiere, zu denen wir auch gehören, sind zwar gut an Kälte angepasst, ihre Hitzetoleranz ist jedoch stark begrenzt. Während frühere Anpassungen an Klimaveränderungen durch Evolution möglich waren, könnte die erwartete Hitzeperiode zu extrem sein, um von heutigen Säugetierarten überlebt zu werden. Laut Dr. Alexander Farnsworth, leitender Autor der Studie, würden ausgedehnte Temperaturen von 40 bis 50 Grad Celsius sowie hohe Luftfeuchtigkeit das Überleben nahezu unmöglich machen.
Zusätzlich wird eine verstärkte vulkanische Aktivität große Mengen an CO2 freisetzen und die Erwärmung weiter antreiben. Berechnungen von Professor Benjamin Mills von der University of Leeds zeigen, dass der CO2-Gehalt in der Atmosphäre auf bis zu 600 ppm ansteigen dürfte, was zu einer weiteren Verschärfung der klimatischen Bedingungen führen würde.
Trotz dieser langfristigen Prognosen betonen die Forscher die Dringlichkeit, sich auf die gegenwärtige Klimakrise zu konzentrieren. Dr. Eunice Lo, Mitautorin der Studie, warnt davor, die aktuellen Herausforderungen zu vernachlässigen: "Auch wenn die Erde erst in 250 Millionen Jahren unbewohnbar wird, erleben wir schon heute Hitzewellen mit gravierenden Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit. Es ist essenziell, so schnell wie möglich Netto-Null-Emissionen zu erreichen."
Siehe auch:
Der Superkontinent des Untergangs
Aktuell diskutierte Szenarien drehen sich meist um die Auswirkungen des menschengemachten Klimawandels, bei dem es relativ schnell zu einer Aufheizung der Atmosphäre kommt. Dessen Folgen können so weit reichen, dass die menschliche Zivilisation nicht mehr in ihrer bisherigen Weise fortbestehen kann, gänzlich unbewohnbar wird die Erde für Menschen und andere Säugetiere aber dadurch nicht.Wohl aber in dem Modell, das die Forscher jetzt errechnet haben. Allerdings liegt der kritische Zeitpunkt noch sehr weit in der Zukunft: Laut der Studie der University of Bristol wird die Erde in etwa 250 Millionen Jahren durch extreme Hitze, verstärkte vulkanische Aktivität und die Entstehung eines superheißen Superkontinents weitgehend unbewohnbar sein.
Die Simulationen der Wissenschaftler prognostizieren die Entstehung eines neuen Superkontinents namens "Pangea Ultima". Die Vereinigung der bisher bestehenden Kontinente wird dabei voraussichtlich zu drastisch erhöhten Temperaturen führen, die weite Teile des Planeten unbewohnbar machen. Eine Kombination aus einer helleren Sonne, hohen CO2-Werten und einem Kontinentalklima wird die Temperaturen tagsüber auf bis zu 70 Grad Celsius ansteigen lassen. Dies würde laut den Forschern ein Massenaussterben auslösen, das auch den Menschen betreffen würde.
Denn Säugetiere, zu denen wir auch gehören, sind zwar gut an Kälte angepasst, ihre Hitzetoleranz ist jedoch stark begrenzt. Während frühere Anpassungen an Klimaveränderungen durch Evolution möglich waren, könnte die erwartete Hitzeperiode zu extrem sein, um von heutigen Säugetierarten überlebt zu werden. Laut Dr. Alexander Farnsworth, leitender Autor der Studie, würden ausgedehnte Temperaturen von 40 bis 50 Grad Celsius sowie hohe Luftfeuchtigkeit das Überleben nahezu unmöglich machen.
Zusätzlich wird eine verstärkte vulkanische Aktivität große Mengen an CO2 freisetzen und die Erwärmung weiter antreiben. Berechnungen von Professor Benjamin Mills von der University of Leeds zeigen, dass der CO2-Gehalt in der Atmosphäre auf bis zu 600 ppm ansteigen dürfte, was zu einer weiteren Verschärfung der klimatischen Bedingungen führen würde.
Zukunftsszenario der Erde
Die Forschung zeigt, dass die langfristige Bewohnbarkeit eines Planeten nicht nur von seiner Position in der habitablen Zone eines Sonnensystems abhängt, sondern auch davon, wie die Landmassen verteilt sind. In der fernen Zukunft wird die Erdoberfläche voraussichtlich nur noch zu 8 bis 16 Prozent bewohnbar sein, was das Überleben vieler Spezies massiv erschweren dürfte.Trotz dieser langfristigen Prognosen betonen die Forscher die Dringlichkeit, sich auf die gegenwärtige Klimakrise zu konzentrieren. Dr. Eunice Lo, Mitautorin der Studie, warnt davor, die aktuellen Herausforderungen zu vernachlässigen: "Auch wenn die Erde erst in 250 Millionen Jahren unbewohnbar wird, erleben wir schon heute Hitzewellen mit gravierenden Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit. Es ist essenziell, so schnell wie möglich Netto-Null-Emissionen zu erreichen."
Zusammenfassung
- Supercomputer errechnet eine unbewohnbare Erde in 250 Mio. Jahren
- Entstehung des Superkontinents 'Pangea Ultima' führt zu extremer Hitze
- Tagsüber Temperaturen bis 70 °C durch hellere Sonne und höhere CO2-Werte
- Säugetiere könnten sich an extreme Hitze evolutionär nicht anpassen
- Verstärkte vulkanische Aktivität treibt CO2-Anstieg und Erwärmung voran
- Nur noch 8 bis 16 Prozent der Erdoberfläche wären dann bewohnbar
- Forscher betonen Dringlichkeit, aktuelle Klimakrise zu bewältigen
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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