Argentiniens Präsident fördert Krypto-Scam - Amtsenthebung gefordert
Wenn rechte Staatschefs die Vorzüge bestimmter Kryptowährungen bewerben, sollte man davon ausgehen, dass es nie um Vorteile für viele Menschen geht - sondern stets um ihre eigenen oder die einiger Freunde. Das zeigt sich aktuell auch in Argentinien.
Die Opposition spricht von Betrug und wirft dem Präsidenten vor, ein zwielichtiges Finanzprojekt unterstützt zu haben. Der Skandal nahm seinen Lauf, als Milei auf seinem X-Account an seine mehr als 3,8 Millionen Follower schrieb: "Dieses private Projekt wird das Wachstum der argentinischen Wirtschaft fördern."
Dies führte umgehend zu einer Kursexplosion. Anfangs waren die $LIBRA-Token an den Börsen nahezu nichts wert. Dann aber schossen sie auf fast 5 Dollar hoch. Zu diesem Zeitpunkt stiegen größere Investoren schnell aus und erzielten so binnen weniger Stunden ein- bis zweistellige Millionengewinne. Viele Kleinanleger mussten aufgrund des anschließenden Rücksturzes des Kurses auf wenige Cent in der Summe entsprechend hohe Verluste hinnehmen.
Nach einigen Stunden löschte auch Milei seinen Beitrag und distanzierte sich von der Initiative. "Ich war mir der Details des Projekts nicht bewusst und habe nachträglich entschieden, es nicht weiterzuverbreiten", erklärte er. Sein Team bezeichnete den Vorfall gegenüber dem US-Sender CNN als "Fehler". Ob die nationale Börsenaufsichtsbehörde einschreiten wird, bleibt unklar.
Die politische Opposition reagierte mit scharfer Kritik. Das Bündnis "Union por la Patria" kündigte am Samstag an, ein Amtsenthebungsverfahren gegen Milei einleiten zu wollen. Regierungsnahe Politiker wiesen dies zurück. Der Abgeordnete Diego Santilli sprach von einem "Putschversuch" gegen den Präsidenten. Sicherheitsministerin Patricia Bullrich verteidigte Milei und verglich seinen Post mit einem Fabrikbesuch, der nicht automatisch als Lobbyarbeit für das Unternehmen zu werten sei.
Siehe auch:
Kurzer Hype mit großen Gewinnern
Der amtierende Präsident Javier Milei sieht sich dort aktuell mit Forderungen nach einem Amtsenthebungsverfahren konfrontiert, nachdem er eine weitgehend unbekannte Kryptowährung beworben hatte. Der Kurs der Digitalwährung $LIBRA stieg nach Mileis Empfehlung rasant an, stürzte jedoch kurz darauf ab, wodurch zahlreiche Anleger hohe Verluste erlitten.Die Opposition spricht von Betrug und wirft dem Präsidenten vor, ein zwielichtiges Finanzprojekt unterstützt zu haben. Der Skandal nahm seinen Lauf, als Milei auf seinem X-Account an seine mehr als 3,8 Millionen Follower schrieb: "Dieses private Projekt wird das Wachstum der argentinischen Wirtschaft fördern."
Dies führte umgehend zu einer Kursexplosion. Anfangs waren die $LIBRA-Token an den Börsen nahezu nichts wert. Dann aber schossen sie auf fast 5 Dollar hoch. Zu diesem Zeitpunkt stiegen größere Investoren schnell aus und erzielten so binnen weniger Stunden ein- bis zweistellige Millionengewinne. Viele Kleinanleger mussten aufgrund des anschließenden Rücksturzes des Kurses auf wenige Cent in der Summe entsprechend hohe Verluste hinnehmen.
Nach einigen Stunden löschte auch Milei seinen Beitrag und distanzierte sich von der Initiative. "Ich war mir der Details des Projekts nicht bewusst und habe nachträglich entschieden, es nicht weiterzuverbreiten", erklärte er. Sein Team bezeichnete den Vorfall gegenüber dem US-Sender CNN als "Fehler". Ob die nationale Börsenaufsichtsbehörde einschreiten wird, bleibt unklar.
Regierung rudert zurück
Die argentinische Regierung kündigte unterdessen eine Untersuchung an. "Präsident Javier Milei hat entschieden, das Amt für Korruptionsbekämpfung unverzüglich einzuschalten, um zu klären, ob es Fehlverhalten seitens eines Regierungsmitglieds gab, einschließlich des Präsidenten selbst", heißt es in einer Stellungnahme.Die politische Opposition reagierte mit scharfer Kritik. Das Bündnis "Union por la Patria" kündigte am Samstag an, ein Amtsenthebungsverfahren gegen Milei einleiten zu wollen. Regierungsnahe Politiker wiesen dies zurück. Der Abgeordnete Diego Santilli sprach von einem "Putschversuch" gegen den Präsidenten. Sicherheitsministerin Patricia Bullrich verteidigte Milei und verglich seinen Post mit einem Fabrikbesuch, der nicht automatisch als Lobbyarbeit für das Unternehmen zu werten sei.
Zusammenfassung
- Argentiniens Präsident Milei bewirbt unbekannte Kryptowährung $LIBRA
- Kurs von $LIBRA steigt rasant an und stürzt kurz darauf wieder ab
- Die Opposition wirft Milei Betrug vor und fordert ein Amtsenthebungsverfahren
- Milei distanziert sich später vom Projekt und löscht seinen Beitrag
- Die Regierung kündigt eine Untersuchung durch das Amt für Korruptionsbekämpfung an
- Politische Gegner kritisieren Milei scharf für die Unterstützung des Projekts
- Regierungsnahe Politiker verteidigen Milei und weisen Vorwürfe zurück
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