Keine ARM-Lizenzen verletzt:
Gericht macht Weg frei für Snapdragon X
Qualcomm hat zumindest vorerst nichts mehr zu befürchten, was ARMs Versuche angeht, Lizenzverletzungen durch die neuesten Generationen seiner Prozessoren für Smartphones und vor allem PCs geltend zu machen. ARM will sich allerdings bislang nicht ganz geschlagen geben.
Demnach ist vorerst entschieden, dass Qualcomm nicht gegen die Lizenzbedingungen von ARM verstoßen hat, indem man das Startup-Unternehmen Nuvia aufkaufte. Auch die Verwendung der von Nuvia entwickelten Technologien stellt nach Ansicht der Geschworenen in dem Verfahren keinen Verstoß gegen die Lizenzverträge zwischen Qualcomm und ARM dar.
Beim letzten Punkt, der im Grunde die Aktivitäten von Nuvia betrifft, in dem ARM ebenfalls eine Verletzung seiner Lizenzbedingungen sieht, konnten sich die Geschworenen nicht zu einer Entscheidung zugunsten einer der beiden Parteien durchringen. ARM hat nun zumindest in den ersten Punkten keine weitere Möglichkeit, gegen Qualcomm vorzugehen.
Für Qualcomm bedeuten die Entscheidungen der Geschworenen Delaware zumindest vorerst, dass das Unternehmen keine Konsequenzen aus der Übernahme von Nuvia zu befürchten hat. Der US-Chipgigant hatte das Startup-Unternehmen vor mittlerweile gut fünf Jahren aufgekauft.
Es wurde von einer Reihe ehemaliger Apple-Mitarbeiter gegründet, nachdem diese einst die Grundlagen für Apples gigantischen Erfolg mit Custom-CPUs für iPhone, iPad und mittlerweile auch die Mac-Desktops und -Notebooks geschaffen hatten. Nach der Übernahme hat Qualcomm das Nuvia-Team genutzt, um eigene, stark angepasste ARM-Prozessoren mit erheblich gesteigerter Leistung zu entwickeln.
Für Qualcomm steht deshalb einiges auf dem Spiel, schließlich hat der Konzern seine Zukunft auf die Arbeit der Nuvia-Entwickler gesetzt. Mittlerweile bietet man zusammen mit Microsoft eine Reihe von ARM-basierten Chips für Notebooks in Form der Snapdragon X-Serie an. Auch der neueste High-End-Chip von Qualcomm für Smartphones wie die Galaxy S25-Serie geht auf die Arbeit des früheren Nuvia-Teams zurück.
Siehe auch:
- Qualcomm gewinnt Gerichtsverfahren gegen ARM in Delaware teilweise
- Gericht entscheidet in zwei von drei Kernpunkten zugunsten Qualcomms
- Nuvia-Übernahme und Technologienutzung verstoßen nicht gegen Lizenzen
- Dritter Punkt bleibt unentschieden, ARM plant weitere rechtliche Schritte
- Qualcomm nutzt Nuvia-Team für Entwicklung leistungsstarker ARM-Prozessoren
- Snapdragon X-Serie für Notebooks und High-End-Smartphone-Chips betroffen
- Qualcomms Zukunft basiert auf der Arbeit des ehemaligen Nuvia-Teams
Zwei Punkte zugunsten von Qualcomm entschieden
ARM hat im lange erwarteten Gerichtsverfahren gegen Qualcomm wegen der angeblichen Verletzung seiner Lizenzbedingungen vorerst den Kürzeren gezogen. Das Gericht im US-Bundesstaat Delaware entschied in zwei von drei Kernpunkten der Klage von ARM zugunsten von Qualcomm.Demnach ist vorerst entschieden, dass Qualcomm nicht gegen die Lizenzbedingungen von ARM verstoßen hat, indem man das Startup-Unternehmen Nuvia aufkaufte. Auch die Verwendung der von Nuvia entwickelten Technologien stellt nach Ansicht der Geschworenen in dem Verfahren keinen Verstoß gegen die Lizenzverträge zwischen Qualcomm und ARM dar.
Beim letzten Punkt, der im Grunde die Aktivitäten von Nuvia betrifft, in dem ARM ebenfalls eine Verletzung seiner Lizenzbedingungen sieht, konnten sich die Geschworenen nicht zu einer Entscheidung zugunsten einer der beiden Parteien durchringen. ARM hat nun zumindest in den ersten Punkten keine weitere Möglichkeit, gegen Qualcomm vorzugehen.
ARM strebt neues Verfahren an
Da die Jury bezüglich des dritten Punktes keine Entscheidung getroffen hat, kündigte ARM als Reaktion auf den vorläufigen Ausgang des Verfahrens in Delaware bereits an, dass man weitere rechtliche Schritte einleiten will. Zwar warnte der zuständige Richter, dass ARM damit wahrscheinlich erneut keinen Erfolg haben würde, doch will sich der britische Chipdesign-Spezialist davon nicht von seinem Plan abbringen lassen.Für Qualcomm bedeuten die Entscheidungen der Geschworenen Delaware zumindest vorerst, dass das Unternehmen keine Konsequenzen aus der Übernahme von Nuvia zu befürchten hat. Der US-Chipgigant hatte das Startup-Unternehmen vor mittlerweile gut fünf Jahren aufgekauft.
Es wurde von einer Reihe ehemaliger Apple-Mitarbeiter gegründet, nachdem diese einst die Grundlagen für Apples gigantischen Erfolg mit Custom-CPUs für iPhone, iPad und mittlerweile auch die Mac-Desktops und -Notebooks geschaffen hatten. Nach der Übernahme hat Qualcomm das Nuvia-Team genutzt, um eigene, stark angepasste ARM-Prozessoren mit erheblich gesteigerter Leistung zu entwickeln.
Für Qualcomm steht deshalb einiges auf dem Spiel, schließlich hat der Konzern seine Zukunft auf die Arbeit der Nuvia-Entwickler gesetzt. Mittlerweile bietet man zusammen mit Microsoft eine Reihe von ARM-basierten Chips für Notebooks in Form der Snapdragon X-Serie an. Auch der neueste High-End-Chip von Qualcomm für Smartphones wie die Galaxy S25-Serie geht auf die Arbeit des früheren Nuvia-Teams zurück.
Siehe auch:
- Qualcomm: ARM-PCs mit Windows 11, mit Riesen-Sprung dank 'Oryon v3'
- ARM auf dem Kriegsfuß: Qualcomm soll sich auf Niederlage einstellen
- Snapdragon in Gefahr: ARM entzieht Qualcomm die Chip-Lizenz
- x86 vs. ARM: Qualcomm haut Intel seine Benchmarks um die Ohren
- Windows on ARM in Gefahr? Qualcomm gibt Snapdragon X Dev Kit auf
Themen:
Roland QuandtRedakteur für Smartphones & Leaks
Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.
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