Russland testet Zensur des offenen Internets für ganze Landesregionen
Selbst ein Virtual Private Network (VPN) konnte den Menschen in manchen Gegenden Russlands zuletzt den Zugriff auf das "offene" Internet nicht mehr garantieren. Offenbar testet die Regierung neue Zensurmaßnahmen - in einem Maßstab, der ganze Regionen aussperrt.
Die russische Kommunikationsaufsicht Roskomnadzor sperrte in Regionen wie Dagestan, Tschetschenien und Inguschetien, die allesamt an den südwestlichen Grenzen des Landes liegen, den Zugriff auf Google, YouTube, Telegram, WhatsApp und diverse andere aus westlichen Ländern stammenden Online-Dienste, Apps und Websites. Laut Berichten aus Russland selbst konnten die Menschen dort die Sperren teilweise auch nicht durch die Verwendung eines VPNs umschiffen.
Der jüngste Test dauerte laut NetBlocks etwa 24 Stunden und ließ sich anhand eines deutlich reduzierten Traffic-Volumens aus den betroffenen Regionen Russlands nachvollziehen. Offiziell hat sich wieder Roskomnadzor noch eine andere russische Behörde zu dem Thema geäußert.
Bisher ist unklar, welche und wie viele VPN-Dienste im Zuge der jüngsten Tests für russische Bürger nicht mehr zur Umgehung der Sperren verwendet werden konnten. Laut der russischen Nachrichtenagentur Interfax waren zuletzt rund 200 VPN-Anbieter weltweit von Russland blockiert.
Siehe auch:
Russen testen weitere Einschränkungen des Zugriffs
Wie unter anderem PCMag, TechRadar und weitere Medien unter Berufung auf Angaben von Bürgerrechtlern berichten, kam es in den letzten Tagen offenbar zu Tests von neuen Sperrmaßnahmen, die ganze Regionen Russlands vom Zugriff auf bestimmte Websites abschnitten. Auch die meisten VPN-Dienste konnten dabei dem Vernehmen nach keine Abhilfe schaffen.Die russische Kommunikationsaufsicht Roskomnadzor sperrte in Regionen wie Dagestan, Tschetschenien und Inguschetien, die allesamt an den südwestlichen Grenzen des Landes liegen, den Zugriff auf Google, YouTube, Telegram, WhatsApp und diverse andere aus westlichen Ländern stammenden Online-Dienste, Apps und Websites. Laut Berichten aus Russland selbst konnten die Menschen dort die Sperren teilweise auch nicht durch die Verwendung eines VPNs umschiffen.
Sperrung dauerte rund einen Tag
Beobachter gehen davon aus, dass hinter den Sperren Tests neuer Infrastruktur bzw. Maßnahmen stecken, mit denen Russland den Zugriff auf Online-Dienste aus dem Westen stärker kontrollieren will. Vor einigen Monaten sperrte man bereits vorübergehend den Zugriff auf YouTube im ganzen Land, um dadurch Druck auf Google auszuüben.Der jüngste Test dauerte laut NetBlocks etwa 24 Stunden und ließ sich anhand eines deutlich reduzierten Traffic-Volumens aus den betroffenen Regionen Russlands nachvollziehen. Offiziell hat sich wieder Roskomnadzor noch eine andere russische Behörde zu dem Thema geäußert.
Bisher ist unklar, welche und wie viele VPN-Dienste im Zuge der jüngsten Tests für russische Bürger nicht mehr zur Umgehung der Sperren verwendet werden konnten. Laut der russischen Nachrichtenagentur Interfax waren zuletzt rund 200 VPN-Anbieter weltweit von Russland blockiert.
Zusammenfassung
- Russland testet neue Zensurmaßnahmen für ganze Landesregionen
- Zugriff auf westliche Online-Dienste in Grenzregionen gesperrt
- VPN-Dienste konnten Sperren teilweise nicht mehr umgehen
- 24-stündiger Test mit reduziertem Traffic-Volumen nachweisbar
- Bisher keine offizielle Stellungnahme russischer Behörden
- Rund 200 VPN-Anbieter weltweit von Russland bereits blockiert
Siehe auch:
- Immer wieder US-Chips in russischen Waffen - vor allem TI unter Druck
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