Aetherflux: Starlink-Ansatz für Solarenergie aus dem Weltraum

Eine Energieversorgung durch Solaranlagen im Weltraum wird nun durch ein neues Konzept realistischer gemacht. Statt auf teure Groß-Systeme in hohen, geostationären Umlaufbahnen, setzt ein Startup jetzt auf Satelliten-Konstellationen, wie man sie von Starlink kennt.
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Viele kleine Satelliten

Die bisherigen Ansätze in hohen Umlaufbahnen brachten einige Probleme mit sich. So ist die Platzierung der Anlagen teuer und die punktgenaue Übertragung der gewonnenen Energie zur Erde wird mit steigender Entfernung komplexer. Baiju Bhatt, Gründer der Firma Aetherflux, setzt daher auf den von SpaceX in der Praxis gezeigten Ansatz, ein Netz aus zahlreichen kleinen Satelliten in erdnahen Orbits aufzubauen.

Der Nachteil dabei: Da die Satelliten aufgrund ihrer niedrigen Umlaufbahn nicht kontinuierlich der Sonne ausgesetzt sind und einzeln nur vergleichsweise geringe Mengen Energie sammeln, muss hier eben die Kraft einer großen Anzahl von Satelliten kombiniert werden. So sollen große Energiemengen generiert werden, die dann mit Infrarotlasern auf die Erde gestrahlt werden, sobald die Systeme in Sichtweite von Bodenstationen sind.


Aetherflux wurde Ende 2023 durch Bhatt gegründet, der zuvor Mitbegründer der Aktien- und Krypto-Handelsplattform Robinhood war und damit zum Milliardär wurde. Obwohl sein Wechsel in die Raumfahrtindustrie auf den ersten Blick überraschend wirkt, hat Bhatt eine tiefe Verbindung zum Weltraum: Sein Vater arbeitete für die NASA und Bhatt selbst hat Abschlüsse in Physik und Mathematik von der Stanford University.

Erste Tests in Sicht

Das Unternehmen plant, bis Ende 2025 oder Anfang 2026 eine erste Demonstrationsmission zu starten. Diese soll die Machbarkeit der Energieübertragung mittels Infrarotlaser zeigen und könnte, falls erfolgreich, einen Rekord in der Entfernung aufstellen, über die Energie im All übertragen wird.

Bhatt räumt ein, dass Weltraum-Solarenergie derzeit noch Theorie ist, sieht aber großes Potenzial. Mit zunehmender Industrialisierung dieser Technologie könnte sie eine echte Alternative oder Ergänzung zu herkömmlicher Solarenergie auf der Erde werden. Bhatt hat bereits Millionen aus seinem Privatvermögen in Aetherflux investiert und ist entschlossen, die erste Mission vollständig zu finanzieren.

Zusammenfassung
  • Startup Aetherflux setzt auf Satelliten-Konstellationen für Solarenergie
  • Baiju Bhatt gründete Aetherflux Ende 2023, kam von Robinhood
  • Erste Demonstrationsmission ist für Ende 2025 oder Anfang 2026 geplant
  • Energie soll mittels Infrarotlasern zur Erde übertragen werden
  • Bhatt investierte Millionen aus Privatvermögen in das Projekt
  • Ziel ist es, Weltraum-Solarenergie als nachhaltige Energiequelle zu etablieren
  • Bhatt hat physikalischen und mathematischen Hintergrund von Stanford

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