Australier wollen Pflanzen auf den Mond schicken und dort aufziehen

Australische Forscher planen ein ambitioniertes Experiment: Sie wollen Pflanzen auf dem Mond zum Wachsen bringen. Das Projekt soll 2025 starten und wichtige Erkenntnisse für zukünftige Weltraummissionen liefern - denn schließlich ist Nahrung auf dem Mond ein kostbares Gut.
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Oase im All: Können Pflanzen auf dem Mond wachsen?

Ein ambitioniertes australisches Projekt will die Grenzen der Weltraumforschung erweitern. Ziel ist es, Pflanzen auf dem Mond wachsen zu lassen. Das Australian Lunar Experiment Promoting Horticulture (ALEPH) hat sich einen Platz auf einer für 2025 geplanten Mondlandungsmission gesichert.

Das Experiment wird auf der dritten Mission (IM-3) von Intuitive Machines, einem privaten Raumfahrtunternehmen, zur Mondoberfläche transportiert. Intuitive Machines schrieb bereits Geschichte, als es im Februar 2024 als erstes kommerzielles Unternehmen erfolgreich auf dem Mond landete. Die Forscher hoffen, mit ALEPH wichtige Erkenntnisse über das Pflanzenwachstum unter extremen Bedingungen zu gewinnen.

Wir müssen Wege entwickeln, Dinge zum Mond zu schicken, die dort wachsen können. Wir züchten aber noch keinen vollständigen Garten.
Lauren Fell, Direktorin von Lunaria One und Projektleiterin von ALEPH
Die Herausforderungen sind enorm, wie der Guardian schreibt: Die Pflanzen müssen lange Lagerzeiten vor dem Start, intensive Vibrationen beim Start und die extremen Bedingungen auf dem Mond überstehen - darunter Temperaturschwankungen von +120 °C bis -130 °C.

Das Projekt vereint verschiedene akademische Institutionen und Unternehmen:

  • RMIT University: Leitet das Design und die Herstellung der Nutzlast
  • Lunar Outpost Oceania: Stellt sicher, dass die Fracht den strengen Anforderungen des Weltraumflugs entspricht
  • CSIRO: Australiens nationale Wissenschaftsbehörde stellt ihre Bodenstationen für die Mondkommunikation zur Verfügung

Bürgerbeteiligung

Ein besonderer Aspekt von ALEPH ist die Einbeziehung der Öffentlichkeit. Australier werden aufgerufen, parallele Experimente in ihren Häusern und Schulen durchzuführen und ihre Ergebnisse in eine Live-Datenbank einzuspeisen. Dies soll nicht nur das wissenschaftliche Verständnis fördern, sondern auch das Interesse an der Raumfahrt in der breiten Bevölkerung wecken.

Caitlin Byrt, Professorin für Bioengineering und Pflanzenwissenschaftlerin an der Australian National University, berät das ALEPH-Team bei der Auswahl geeigneter Pflanzen. Sie hebt die Bedeutung von "Auferstehungspflanzen" hervor, die sich bereits an extreme Wüstenumgebungen angepasst haben. Diese Pflanzen können mit nur zehn Prozent ihres idealen Wassergehalts überleben und nach langen Trockenperioden wieder wachsen.

Nicht nur für den Mond

Die Erkenntnisse aus dem ALEPH-Projekt könnten weit über die Raumfahrt hinaus von Nutzen sein. Byrt betont: "Wenn wir etwas konstruieren können, das eine Reise zum Mond überlebt, können wir auch etwas entwickeln, das einige der extremen Herausforderungen auf der Erde bewältigen kann." Dies könnte beispielsweise helfen, Lebensmittel nach Katastrophen oder extremen Wetterereignissen anzubauen.

Zusammenfassung
  • Australische Forscher planen, Pflanzen auf dem Mond zu züchten
  • Das Projekt ALEPH soll 2025 starten und Erkenntnisse liefern
  • Öffentlichkeit wird durch parallele Experimente einbezogen
  • 'Auferstehungspflanzen' sind für extreme Bedingungen geeignet
  • Erkenntnisse könnten auch irdische Herausforderungen bewältigen
  • Das Projekt könnte Nahrungsanbau nach Katastrophen verbessern

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