Australier wollen Pflanzen auf den Mond schicken und dort aufziehen
Australische Forscher planen ein ambitioniertes Experiment: Sie wollen Pflanzen auf dem Mond zum Wachsen bringen. Das Projekt soll 2025 starten und wichtige Erkenntnisse für zukünftige Weltraummissionen liefern - denn schließlich ist Nahrung auf dem Mond ein kostbares Gut.
Das Experiment wird auf der dritten Mission (IM-3) von Intuitive Machines, einem privaten Raumfahrtunternehmen, zur Mondoberfläche transportiert. Intuitive Machines schrieb bereits Geschichte, als es im Februar 2024 als erstes kommerzielles Unternehmen erfolgreich auf dem Mond landete. Die Forscher hoffen, mit ALEPH wichtige Erkenntnisse über das Pflanzenwachstum unter extremen Bedingungen zu gewinnen.
Das Projekt vereint verschiedene akademische Institutionen und Unternehmen:
Caitlin Byrt, Professorin für Bioengineering und Pflanzenwissenschaftlerin an der Australian National University, berät das ALEPH-Team bei der Auswahl geeigneter Pflanzen. Sie hebt die Bedeutung von "Auferstehungspflanzen" hervor, die sich bereits an extreme Wüstenumgebungen angepasst haben. Diese Pflanzen können mit nur zehn Prozent ihres idealen Wassergehalts überleben und nach langen Trockenperioden wieder wachsen.
Siehe auch:
Oase im All: Können Pflanzen auf dem Mond wachsen?
Ein ambitioniertes australisches Projekt will die Grenzen der Weltraumforschung erweitern. Ziel ist es, Pflanzen auf dem Mond wachsen zu lassen. Das Australian Lunar Experiment Promoting Horticulture (ALEPH) hat sich einen Platz auf einer für 2025 geplanten Mondlandungsmission gesichert.Das Experiment wird auf der dritten Mission (IM-3) von Intuitive Machines, einem privaten Raumfahrtunternehmen, zur Mondoberfläche transportiert. Intuitive Machines schrieb bereits Geschichte, als es im Februar 2024 als erstes kommerzielles Unternehmen erfolgreich auf dem Mond landete. Die Forscher hoffen, mit ALEPH wichtige Erkenntnisse über das Pflanzenwachstum unter extremen Bedingungen zu gewinnen.
Wir müssen Wege entwickeln, Dinge zum Mond zu schicken, die dort wachsen können. Wir züchten aber noch keinen vollständigen Garten.Die Herausforderungen sind enorm, wie der Guardian schreibt: Die Pflanzen müssen lange Lagerzeiten vor dem Start, intensive Vibrationen beim Start und die extremen Bedingungen auf dem Mond überstehen - darunter Temperaturschwankungen von +120 °C bis -130 °C.
Das Projekt vereint verschiedene akademische Institutionen und Unternehmen:
- RMIT University: Leitet das Design und die Herstellung der Nutzlast
- Lunar Outpost Oceania: Stellt sicher, dass die Fracht den strengen Anforderungen des Weltraumflugs entspricht
- CSIRO: Australiens nationale Wissenschaftsbehörde stellt ihre Bodenstationen für die Mondkommunikation zur Verfügung
Bürgerbeteiligung
Ein besonderer Aspekt von ALEPH ist die Einbeziehung der Öffentlichkeit. Australier werden aufgerufen, parallele Experimente in ihren Häusern und Schulen durchzuführen und ihre Ergebnisse in eine Live-Datenbank einzuspeisen. Dies soll nicht nur das wissenschaftliche Verständnis fördern, sondern auch das Interesse an der Raumfahrt in der breiten Bevölkerung wecken.Caitlin Byrt, Professorin für Bioengineering und Pflanzenwissenschaftlerin an der Australian National University, berät das ALEPH-Team bei der Auswahl geeigneter Pflanzen. Sie hebt die Bedeutung von "Auferstehungspflanzen" hervor, die sich bereits an extreme Wüstenumgebungen angepasst haben. Diese Pflanzen können mit nur zehn Prozent ihres idealen Wassergehalts überleben und nach langen Trockenperioden wieder wachsen.
Nicht nur für den Mond
Die Erkenntnisse aus dem ALEPH-Projekt könnten weit über die Raumfahrt hinaus von Nutzen sein. Byrt betont: "Wenn wir etwas konstruieren können, das eine Reise zum Mond überlebt, können wir auch etwas entwickeln, das einige der extremen Herausforderungen auf der Erde bewältigen kann." Dies könnte beispielsweise helfen, Lebensmittel nach Katastrophen oder extremen Wetterereignissen anzubauen.
Zusammenfassung
- Australische Forscher planen, Pflanzen auf dem Mond zu züchten
- Das Projekt ALEPH soll 2025 starten und Erkenntnisse liefern
- Öffentlichkeit wird durch parallele Experimente einbezogen
- 'Auferstehungspflanzen' sind für extreme Bedingungen geeignet
- Erkenntnisse könnten auch irdische Herausforderungen bewältigen
- Das Projekt könnte Nahrungsanbau nach Katastrophen verbessern
Siehe auch:
- Überraschung: Es wurde wohl noch ein Mond mit einem Ozean gefunden
- Mars-Rover filmt Sonnenfinsternis mit dem Kartoffelmond Phobos
- NASA: 3 Mio. $ Preisgeld für Lösungen eines Problems der Mondbasis
- Mond bekommt eine eigene "Zeitzone" - oder möglicherweise sogar zwei
- Der erste Mond an einem Exoplaneten wurde wahrscheinlich gefunden
Thema:
Videos zum Thema Mond
- Video von Blue Ghost: Erstmals wurde eine Mondlandung in HD gefilmt
- Blue Ghost: Spektakulärer Überflug zeigt beeindruckende Mondbilder
- To the Moon: Im Trailer zur Komödie wird die Mondlandung gefaked
- NASA-Video zeigt beeindruckende Vorschau auf die Projekte von 2024
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