Der Ausverkauf startet: Erste Angebote für Intel-Teile trudeln ein

Intel plant den Verkauf eines Anteils seiner Sparte Altera für pro­gram­mier­bare Chips. Mehrere Investmentfirmen zeigen Interesse an einem milliardenschweren Deal. Der Schritt soll Intel dringend benötigte finanzielle Mittel einbringen und die Restrukturierung vorantreiben.
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Interessenten für Intels Altera-Sparte

Der Chipgigant Intel hat bereits vor einer Weile Altera in die Auslage gestellt und hat dafür offenbar auch Interessenten gefunden: Wie aus Branchenkreisen verlautet, haben mehrere namhafte Investmentfirmen Interesse an einer Beteiligung bekundet. Der Deal könnte Intel Milliarden in die Kassen spülen.

Zu den potenziellen Käufern zählen dem Vernehmen nach die Private-Equity-Unternehmen Silver Lake und Bain Capital. Auch Francisco Partners soll Interesse an einer Beteiligung haben. Intel hatte Altera, einen führenden Anbieter von programmierbaren Logikbausteinen (FPGAs), 2015 für knapp 17 Milliarden Dollar übernommen.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, hat Intel den Verkaufsprozess für einen Minderheitsanteil an Altera in den vergangenen Wochen in die Wege geleitet. Das Unternehmen erwartet in den kommenden Wochen erste Angebote von möglichen Käufern. Intel-CEO Pat Gelsinger bestätigte die Pläne vor kurzem bei einer Telefonkonferenz mit Anlegern:

Wir bleiben darauf fokussiert, einen Anteil an Altera auf dem Weg zu seinem Börsengang in den kommenden Jahren zu verkaufen. Zu diesem Zweck haben wir Gespräche mit potenziellen Investoren begonnen und erwarten einen Abschluss Anfang 2025
Pat Gelsinger, Intel-CEO

Finanzspritze für Intel

Der geplante Teilverkauf soll Intel dringend benötigte finanzielle Mittel einbringen. Trotz eines optimistischen Ausblicks bei den letzten Quartalszahlen ist die Intel-Aktie in diesem Jahr um über 50 Prozent gefallen. Das Unternehmen hat den KI-Boom weitgehend verpasst und kämpft mit der Wende seiner Geschäfte.

Altera verzeichnete im dritten Quartal 2024 ein sequenzielles Umsatzwachstum von 14 Prozent auf 412 Millionen Dollar. Dennoch erwies sich die Integration des Unternehmens in Intel als schwierig. Die Umstellung der Chip-Produktion von TSMC auf Intel-Fabriken war langwierig und kostspielig. In der Folge verlor Altera Marktanteile an den Hauptkonkurrenten Xilinx, der inzwischen von AMD übernommen wurde.

Bei der Übernahme von Altera hatte Intel ursprünglich das Ziel, seine Präsenz im Bereich Internet der Dinge zu erweitern. Angesichts des aktuellen finanziellen Drucks auf Intel ist Altera nun zu einem Geschäftsbereich geworden, der ausgegliedert und teilweise verkauft werden kann.

Teil einer größeren Restrukturierung

Der mögliche Teilverkauf von Altera ist Teil einer größeren Restrukturierung bei Intel. Das Unternehmen versucht, seine Position im hart umkämpften Chipmarkt zu behaupten und gleichzeitig neue Wachstumschancen zu erschließen. Der Erlös aus dem Altera-Deal könnte in die Entwicklung neuer Technologien und den Ausbau der Fertigungskapazitäten fließen.
Zusammenfassung
  • Intel plant den Verkauf eines Anteils seiner Sparte Altera für FPGAs
  • Mehrere Investmentfirmen zeigen Interesse an Milliarden-Deal
  • Verkaufsprozess für Minderheitsanteil wurde in die Wege geleitet
  • Teilverkauf soll Intel dringend benötigte finanzielle Mittel bringen
  • Integration von Altera in Intel erwies sich als schwierig
  • Altera verzeichnete im dritten Quartal 2024 Umsatzwachstum von 14 %
  • Teilverkauf ist Teil einer größeren Restrukturierung bei Intel

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