AMD nutzt die Intel-Krise für die eigene massive Expansion
Des einen Leid ist des anderen Freud': Während sich der Chipkonzern Intel noch immer in einer tiefen Krise befindet, kann sein traditioneller kleinerer Konkurrent weiterhin deutlich Boden gutmachen.
Besonders stark entwickelte sich das Geschäft AMDs im Rechenzentrums-Segment, das Einnahmen von 3,5 Milliarden Dollar verzeichnete - ein beeindruckender Anstieg von 122 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dieser Erfolg wurde vor allem durch hohe Verkaufszahlen der Epyc-Prozessoren und Instinct-Grafikchips getragen.
Auch das Client-Segment, zu dem unter anderem Desktop-Prozessoren zählen, zeigte sich mit einem Umsatz von 1,9 Milliarden Dollar stark - hier gab es einen Zuwachs von 29 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Nachfrage nach den neuen Zen-5-Ryzen-Prozessoren trug maßgeblich zu diesem Wachstum bei.
Weniger erfreulich verlief hingegen das Geschäft im Gaming-Segment. Hier fiel der Umsatz um 69 Prozent auf 462 Millionen Dollar, was vor allem auf geringere Einnahmen aus dem Verkauf von Spielkonsolen zurückzuführen ist. Auch das Embedded-Segment verzeichnete einen Rückgang um 25 Prozent auf 927 Millionen Dollar, da Kunden ihre Lagerbestände an die derzeitige Marktentwicklung anpassten und weniger nachkauften.
Für das vierte Quartal prognostizierte AMD einen Umsatz von 7,5 Milliarden Dollar, plus oder minus 300 Millionen Dollar. Das entspräche erneut einer deutlichen Steigerung, die aber nicht so hoch ausfällt, wie erwartet. Ein maßgebliches Problem entsteht hier daraus, dass das AMD-Management durchaus auch davon ausgeht, mehr verkaufen zu können - die Lieferketten geben aber momentan nicht mehr her. Es dürfte also stellenweise zu Engpässen kommen. Siehe auch:
- AMD erzielt Rekordumsatz von 6,8 Milliarden Dollar im 3. Quartal 2024
- Rechenzentrums-Segment wächst um 122 Prozent auf 3,5 Milliarden Dollar
- Client-Segment steigt um 29 Prozent auf 1,9 Milliarden Dollar Umsatz
- Gaming-Segment verzeichnet Rückgang um 69 Prozent auf 462 Millionen Dollar
- Embedded-Segment sinkt um 25 Prozent auf 927 Millionen Dollar Umsatz
- Prognose für 4. Quartal: 7,5 Milliarden Dollar Umsatz (±300 Millionen)
- Lieferkettenprobleme könnten zu Engpässen bei AMD-Produkten führen
Starkes Wachstum
AMD hat im dritten Quartal seines Geschäftsjahres 2024 einen Rekordumsatz von 6,8 Milliarden Dollar erzielt, was einem Anstieg von 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Trotz dieser positiven Nachricht fielen die Aktienkurse, da der Ausblick für das vierte Quartal die Erwartungen der Anleger nicht erfüllen konnte.Besonders stark entwickelte sich das Geschäft AMDs im Rechenzentrums-Segment, das Einnahmen von 3,5 Milliarden Dollar verzeichnete - ein beeindruckender Anstieg von 122 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dieser Erfolg wurde vor allem durch hohe Verkaufszahlen der Epyc-Prozessoren und Instinct-Grafikchips getragen.
Auch das Client-Segment, zu dem unter anderem Desktop-Prozessoren zählen, zeigte sich mit einem Umsatz von 1,9 Milliarden Dollar stark - hier gab es einen Zuwachs von 29 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Nachfrage nach den neuen Zen-5-Ryzen-Prozessoren trug maßgeblich zu diesem Wachstum bei.
Weniger erfreulich verlief hingegen das Geschäft im Gaming-Segment. Hier fiel der Umsatz um 69 Prozent auf 462 Millionen Dollar, was vor allem auf geringere Einnahmen aus dem Verkauf von Spielkonsolen zurückzuführen ist. Auch das Embedded-Segment verzeichnete einen Rückgang um 25 Prozent auf 927 Millionen Dollar, da Kunden ihre Lagerbestände an die derzeitige Marktentwicklung anpassten und weniger nachkauften.
Lieferkette wird zum Problem
"Wir haben im dritten Quartal starke finanzielle Ergebnisse geliefert, angeführt von höheren Verkäufen unserer Epyc- und Instinct-Produkte im Rechenzentrum und einer robusten Nachfrage nach unseren Ryzen-PC-Prozessoren", kommentierte AMD-Chefin Lisa Su die Ergebnisse. "Wir sehen signifikante Wachstumschancen in den Bereichen Rechenzentrum, Client und Embedded, angetrieben von der unstillbaren Nachfrage nach mehr Rechenleistung."Für das vierte Quartal prognostizierte AMD einen Umsatz von 7,5 Milliarden Dollar, plus oder minus 300 Millionen Dollar. Das entspräche erneut einer deutlichen Steigerung, die aber nicht so hoch ausfällt, wie erwartet. Ein maßgebliches Problem entsteht hier daraus, dass das AMD-Management durchaus auch davon ausgeht, mehr verkaufen zu können - die Lieferketten geben aber momentan nicht mehr her. Es dürfte also stellenweise zu Engpässen kommen. Siehe auch:
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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