Microsoft attackiert Google: "Schattenkampagne" gegen Cloud-Services

Google soll nach Meinung von Microsoft eine "Schattenkampagne" ge­gen den Softwarekonzern führen. Angeblich will der Internetgigant so die Cloud-Aktivitäten des Konkurrenten untergraben. Die Ausein­an­der­setzung zwischen den Tech-Riesen erreicht eine neue Eskalationsstufe.
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Microsoft erhebt schwere Vorwürfe gegen Google

Wie Microsofts stellvertretende Chefanwältin Rima Alaily in einem auffällig aggressiv formulierten Blog-Eintrag erklärt, führt Google nach Auffassung ihres Unternehmens eine Reihe von "Schattenkampagnen" gegen die Cloud-Geschäfte der Redmonder durch. Angeblich will Google auf diese Weise die Aktivitäten von Microsoft sabotieren.

Alaily erklärte darüber hinaus, dass Google in dieser Woche eine weitere angebliche Firmengruppierung ins Leben rufen werde, um Lügengeschichten über Microsoft zu verbreiten. Das Ziel sei dabei, die Wettbewerbsbehörden, Gesetzgeber und die Öffentlichkeit zu täuschen, so die Microsoft-Anwältin weiter. Google versuche dabei mit großem Aufwand, seine Beteiligung, die Finanzierung und seine Kontrolle über die neu gegründete Organisation zu vertuschen.


Google soll sich hinter neuer Lobbygruppe verstecken

Um seinen Zielen näherzukommen, habe Google eine Reihe von kleineren europäischen Anbietern von Cloud-Diensten "rekrutiert", die als das "Gesicht" der Organisation dienen sollen. Sobald die neue Gruppierung dann öffentlich an den Start gehe, werde Google sich wohl nur als eines der Mitglieder "auf den hinteren Plätzen" präsentieren, nicht aber als "Anführer".

Damit Googles Aktivitäten nicht öffentlich werden, hat der Konkurrent laut Alaily eine Agentur für Kommunikations- und Lobbyarbeit in Europa engagiert. Diese arbeite nun daran, die neue Lobbygruppe ins Leben zu rufen. Laut der Microsoft-Anwältin erfuhr man von einer Drittfirma von den neuen Plänen, weil diese ebenfalls zur Beteiligung an der neuen Gruppe eingeladen wurde, aber nicht beitreten wollte.

Microsoft steht schon länger im Fokus der Wettbewerbshüter der EU, weil der Konzern nach Auffassung von Wettbewerbern mit der Bündelung seiner Cloud-Dienste mit Produkten wie Windows Server eine marktbeherrschende Stellung ausnutzt. Erst vor einigen Monaten konnte man im Zuge einer Einigung mit der EU eine potenziell hohe Wettbewerbsstrafe vorerst abwenden, weil man Eingeständnisse machte.

Zusammenfassung
  • Microsoft wirft Google 'Schattenkampagne' gegen Cloud-Aktivitäten vor
  • Microsofts Anwältin kritisiert Googles angebliche Täuschungsversuche
  • Google soll neue Organisation zur Verbreitung von Falschinfos gründen
  • Kleinere europäische Cloud-Anbieter als 'Gesicht' der Gruppe rekrutiert
  • Kommunikationsagentur soll Googles Beteiligung verschleiern
  • Microsoft erfuhr durch Drittfirma von Googles mutmaßlichen Plänen
  • EU-Wettbewerbshüter haben Microsoft wegen Marktstellung im Visier

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