Microsoft: Apple-"Steuer" macht Xbox Cloud Gaming für iOS "unmöglich"
Microsoft und Apple streiten erneut über Cloud-Gaming-Apps im App Store. Trotz Änderungen der Richtlinien sieht Microsoft weiterhin Hindernisse für Xbox Cloud Gaming auf iOS. Der Konflikt zeigt die anhaltenden Spannungen im mobilen Gaming-Markt.
Konkret bemängelt Microsoft vor allem zwei Aspekte:
Microsoft kritisiert weiter: "Die 30-prozentige Gebühr mache es unmöglich, den Cloud-Gaming-Dienst effektiv zu monetarisieren". Zudem müssten Dritt-Entwickler ihre Spiele umcodieren, um die Anforderungen für sogenannte In-App-Purchases (IAP), also Transaktionen innerhalb der App, zu erfüllen.
Der Streit hat freilich eine lange Vorgeschichte: Lange Zeit waren Game-Streaming-Dienste im App Store grundsätzlich verboten. Erst Anfang des Jahres lockerte Apple nach Druck von Regulierungsbehörden die Regeln. Microsoft und andere Anbieter kritisieren die neuen Richtlinien jedoch als nicht weitgehend genug.
Die CMA untersucht derzeit den Markt für mobile Browser und Cloud-Gaming. Im November beabsichtigt die britische Wettbewerbsbehörde einen vorläufigen Bericht dazu vorzulegen. Es wird erwartet, dass die Behörde Maßnahmen vorschlagen wird, um den Wettbewerb zu fördern - und möglicherweise zählen auch einige Änderungen an Apples App Store-Regeln dazu.
Der Konflikt zwischen Microsoft und Apple hat eine lange Geschichte. Schon in den 1980er-Jahren konkurrierten die Unternehmen im PC-Markt. Heute ist Microsoft mit seiner Xbox-Sparte einer der größten Gaming-Anbieter weltweit, während Apple mit dem App Store die lukrativste Plattform für mobile Spiele kontrolliert.
Was haltet ihr von diesem anhaltenden Konflikt zwischen den Tech-Giganten? Sollte Apple seine Regeln weiter lockern oder hat Microsoft berechtigte Einwände? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!
Siehe auch:
- Microsoft kritisiert Apples App Store-Richtlinien für Cloud-Gaming
- Apple verlangt In-App-Käufe und verbietet externe Kauf-Links
- Microsoft sieht 30% Gebühr als Barriere für Cloud-Gaming-Monetarisierung
- Apple unterstützt andere Cloud-Gaming-Dienste trotz Microsoft-Kritik
- CMA prüft mobile Browser und Cloud-Gaming, Bericht im November erwartet
- Streit zwischen Microsoft und Apple hat historische Wurzeln
- Diskussion um mögliche Lockerung von Apples Richtlinien gefordert
Neue Runde im Streit um Cloud-Gaming
Der Konflikt zwischen Microsoft und Apple um Cloud-Gaming-Apps im App Store geht in eine neue Runde. Wie The Verge berichtet, hat Microsoft in Statements gegenüber der britischen Wettbewerbsbehörde Competition and Markets Authority (CMA) scharfe Kritik an Apples App Store-Richtlinien geübt. Trotz mehrfacher Anpassungen der Regeln in diesem Jahr sieht der Xbox-Hersteller weiterhin Hürden bzw. Ausschlusskriterien für Cloud-Gaming-Dienste wie Xbox Cloud Gaming auf iOS-Geräten: "Apples Provision für In-App-Käufe ist weder wirtschaftlich tragbar noch gerechtfertigt", so der Redmonder Konzern gegenüber der britischen Behörde.Konkret bemängelt Microsoft vor allem zwei Aspekte:
- Die Vorgabe, dass alle Inhalte, Abonnements und Funktionen als In-App-Käufe angeboten werden müssen
- Das Verbot, auf externe Websites für den Kauf digitaler Inhalte zu verlinken
Microsoft kritisiert weiter: "Die 30-prozentige Gebühr mache es unmöglich, den Cloud-Gaming-Dienst effektiv zu monetarisieren". Zudem müssten Dritt-Entwickler ihre Spiele umcodieren, um die Anforderungen für sogenannte In-App-Purchases (IAP), also Transaktionen innerhalb der App, zu erfüllen.
Apple verteidigt seine Position
Apple weist die Vorwürfe zurück und verweist auf bestehende Cloud-Gaming-Angebote im App Store. So habe man etwa den Entwickler Antstream bei der Veröffentlichung des ersten iOS-Game-Streaming-Dienstes mit über 1300 Retro-Titeln unterstützt. Auch andere Cloud-Gaming-Apps seien in Arbeit, so der Konzern aus Cupertino. Dort schreibt man als Reaktion auf die neuerlichen Microsoft-Vorwürfe: "Bemerkenswert ist, dass Microsoft trotz Apples proaktiver Kontaktaufnahme zu neuen Möglichkeiten für Cloud-Gaming-Apps auf iOS nicht mit Apple in Kontakt getreten ist."Der Streit hat freilich eine lange Vorgeschichte: Lange Zeit waren Game-Streaming-Dienste im App Store grundsätzlich verboten. Erst Anfang des Jahres lockerte Apple nach Druck von Regulierungsbehörden die Regeln. Microsoft und andere Anbieter kritisieren die neuen Richtlinien jedoch als nicht weitgehend genug.
Die CMA untersucht derzeit den Markt für mobile Browser und Cloud-Gaming. Im November beabsichtigt die britische Wettbewerbsbehörde einen vorläufigen Bericht dazu vorzulegen. Es wird erwartet, dass die Behörde Maßnahmen vorschlagen wird, um den Wettbewerb zu fördern - und möglicherweise zählen auch einige Änderungen an Apples App Store-Regeln dazu.
Der Konflikt zwischen Microsoft und Apple hat eine lange Geschichte. Schon in den 1980er-Jahren konkurrierten die Unternehmen im PC-Markt. Heute ist Microsoft mit seiner Xbox-Sparte einer der größten Gaming-Anbieter weltweit, während Apple mit dem App Store die lukrativste Plattform für mobile Spiele kontrolliert.
Was haltet ihr von diesem anhaltenden Konflikt zwischen den Tech-Giganten? Sollte Apple seine Regeln weiter lockern oder hat Microsoft berechtigte Einwände? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!
Siehe auch:
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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