Google gegen Microsoft:
EU-Beschwerde wegen Cloud-Monopol
Google legt bei der Europäischen Union Beschwerde gegen Microsoft ein, weil man überzeugt ist, dass der Softwaregigant den Wettbewerb im Markt für Cloud-Services behindert. Wie so oft geht es dabei um die Bündelung von Produkten rund um Windows und Azure.
Microsoft verlange im Fall von Wechselversuchen seiner Kunden teilweise einen 400-prozentigen Aufschlag, sodass sich Google entschlossen habe, den Beschwerden der Kunden und aus der Cloud-Industrie eine Stimme zu geben, um gegen dieses Verhalten des Konkurrenten vorzugehen. Es gehe darum, eine Lösung zu finden, die allen Kunden zugutekommt, weshalb man nun den nächsten Schritt in Form einer formellen Beschwerde bei den EU-Regulierungsbehörden mache.
Gegenüber dem US-Wirtschaftssender CNBC erklärte Googles Cloud-Plattform-Chef Amit Zavery, dass man mit der EU-Beschwerde sicherstellen wolle, dass der Markt für Cloud-Dienste in Europa weiterhin offen für europäische Anbieter, US-Anbieter wie Google und Amazon Web Services und andere bleibe und es einen regen Wettbewerb gebe. Die bisher aufseiten von Microsoft bestehenden Einschränkungen würden genau dies verhindern, so Zavery weiter.
Microsoft hat aktuell in Europa wohl im Markt für Cloud-basierte Produktivitätslösungen rund 65-70 Prozent Marktanteil. In einer Stellungnahme des Unternehmens zu der EU-Beschwerde von Google hieß es aus Redmond, dass man sich mittlerweile gütlich mit den Wettbewerbshütern der EU geeinigt habe, was vorherige ähnliche Vorwürfe von Wettbewerbsbehinderung angeht. Tatsächlich hatte Microsoft die Wechselgebühren rund um Azure Cloud-Produkte im März 2024 abgeschafft - nur zwei Monate nachdem Google selbst einen solchen Schritt vollzogen hatte und Amazon ebenfalls nachzog.
Microsoft habe sich mit der EU inzwischen verständigt und entsprechende Bedenken der Wettbewerbshüter ausgeräumt. Entsprechende Ermittlungen der Behörden wurden deshalb eingestellt, "nachdem Google gehofft hatte, die EU werde weiter rechtliche Schritte ergreifen", so Microsoft. So wie Google bisher damit scheitere, europäische Firmen zu überzeugen, werde es wohl auch weiter nicht gelingen, die Europäische Kommission zu überzeugen", ätzten die Redmonder weiter.
Siehe auch:
Google beschwert zu erstmals überhaupt bei der EU
Der US-Internetgigant Google hat erstmals überhaupt formelle Beschwerde bei der EU eingelegt, weil das Unternehmen den Wettbewerb im Markt für Cloud-Services durch Microsoft behindert sieht. Die Lizenzbedingungen der Redmonder würden Kunden aus Europa daran hindern, ihre Workloads von Microsofts Azure-Servern zu den Cloud-Services anderer Anbieter zu verlagern, obwohl es dafür eigentlich keine technischen Gründe gibt, so die Argumentation von Google.Microsoft verlange im Fall von Wechselversuchen seiner Kunden teilweise einen 400-prozentigen Aufschlag, sodass sich Google entschlossen habe, den Beschwerden der Kunden und aus der Cloud-Industrie eine Stimme zu geben, um gegen dieses Verhalten des Konkurrenten vorzugehen. Es gehe darum, eine Lösung zu finden, die allen Kunden zugutekommt, weshalb man nun den nächsten Schritt in Form einer formellen Beschwerde bei den EU-Regulierungsbehörden mache.
Google gibt sich als Kämpfer für einen freien Markt
Nach Googles Behauptungen erschwert Microsoft es mit seinen Lizenzbedingungen für Azure-Kunden durch höhere Preise den Betrieb von Microsoft-365- oder Office-Services auf der Cloud-Infrastruktur anderer Anbieter laufen zu lassen. Außerdem sei es schwieriger oder gar unmöglich diese Workloads aus der Azure-Cloud zu anderen Anbietern zu verlagern.Gegenüber dem US-Wirtschaftssender CNBC erklärte Googles Cloud-Plattform-Chef Amit Zavery, dass man mit der EU-Beschwerde sicherstellen wolle, dass der Markt für Cloud-Dienste in Europa weiterhin offen für europäische Anbieter, US-Anbieter wie Google und Amazon Web Services und andere bleibe und es einen regen Wettbewerb gebe. Die bisher aufseiten von Microsoft bestehenden Einschränkungen würden genau dies verhindern, so Zavery weiter.
Microsoft hat aktuell in Europa wohl im Markt für Cloud-basierte Produktivitätslösungen rund 65-70 Prozent Marktanteil. In einer Stellungnahme des Unternehmens zu der EU-Beschwerde von Google hieß es aus Redmond, dass man sich mittlerweile gütlich mit den Wettbewerbshütern der EU geeinigt habe, was vorherige ähnliche Vorwürfe von Wettbewerbsbehinderung angeht. Tatsächlich hatte Microsoft die Wechselgebühren rund um Azure Cloud-Produkte im März 2024 abgeschafft - nur zwei Monate nachdem Google selbst einen solchen Schritt vollzogen hatte und Amazon ebenfalls nachzog.
Microsoft habe sich mit der EU inzwischen verständigt und entsprechende Bedenken der Wettbewerbshüter ausgeräumt. Entsprechende Ermittlungen der Behörden wurden deshalb eingestellt, "nachdem Google gehofft hatte, die EU werde weiter rechtliche Schritte ergreifen", so Microsoft. So wie Google bisher damit scheitere, europäische Firmen zu überzeugen, werde es wohl auch weiter nicht gelingen, die Europäische Kommission zu überzeugen", ätzten die Redmonder weiter.
Zusammenfassung
- Google reicht formelle Beschwerde bei EU gegen Microsoft ein
- Beschwerde zielt auf Wettbewerbsbehinderung im Cloud-Service-Markt
- Microsoft soll Kundenwechsel zu anderen Cloud-Anbietern erschweren
- Vorwurf: Microsoft verlangt 400 Prozent Aufschlag bei Wechselversuchen
- Google will fairen Wettbewerb für alle Cloud-Dienste in Europa sichern
- Microsoft hat 65-70 Prozent Marktanteil bei cloudbasierten Produktivitätslösungen.
- Microsoft hat Wechselgebühren im März 2024 abgeschafft - so wie Google selbst und zuvor auch Amazon
Siehe auch:
- Microsoft: Apple-"Steuer" macht Xbox Cloud Gaming für iOS "unmöglich"
- Grafikleistung aus der Wolke: GPU-Cloud-PCs von Microsoft starten
- Microsofts gescheiterte Cloud-Konsole: So sollte die neue Xbox aussehen
- Cloud-Desaster: Microsoft verweigert Aufklärung, BSI zieht vor Gericht
- Xbox-Update im Mai: Microsoft verbessert Cloud Gaming und PC-App
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