Flug-Chaos & Kampfjet-Einsätze durch häufige Bombendrohungen auf X
Die indische Regierung versucht händeringend Einfluss auf die Betreiber von Social-Media-Diensten wie Meta (Facebook) und X/Twitter zu nehmen, weil dort ausgesprochene Bombendrohungen für massive Probleme in der Abwicklung von Flügen in, aus und nach Indien sorgen.
Während das alljährliche Diwali, das Neujahrsfest der Hindus bevorsteht, nahm die Zahl der online ausgesprochenen Bombendrohungen in Indien zuletzt massiv zu. Allein innerhalb der letzten zwei Wochen waren laut einem Bericht von Nikkei Asia mehr als 350 Linienflüge von Bombendrohungen betroffen. Nur am letzten Dienstag gab es nach Angaben von indischen Fluglinien mindestens 85 Bombendrohungen.
Die indischen Behörden versuchen, die Probleme durch Druck auf die Plattformanbieter in den Griff zu bekommen. Vor allem der vor einiger Zeit von Milliardär und Tesla-Chef Elon Musk übernommene Dienst X/Twitter dient immer wieder als Ort der Veröffentlichung von Bombendrohungen. Die Behörden luden deshalb bereits mehrfach Vertreter X vor, um zu erfahren, warum das Unternehmen nichts gegen den Missbrauch seiner Plattform für die Bombendrohungen unternimmt.
Immer wieder werden auch Militärjets mobilisiert, um möglichen Ernstfällen vorzubeugen, berichtet die Hindustan Times. So wurde etwa ein Flug der Air India auf dem Weg von Mumbai nach London von Jets der Royal Air Force abgefangen und umgeleitet. Im Fall einer Maschine der Air India Express wurden Kampfjets der Singapore Armed Forces aktiviert, um den Flug über dünn besiedeltes Gebiet zu begleiten, nachdem es auch hier zu einer Bombendrohung gekommen war.
Die nepalesische Armee musste im Fall eines Fluges der Airline Vistara aus Delhi mit Sprengstoffspezialisten anrücken, als dieser nach einer Bombendrohung in Nepals Hauptstadt Kathmandu landete. Die indische Regierung will nun neue Gesetzesänderungen auf den Weg bringen, um die Abschreckung gegenüber den Autoren der Bombendrohungen zu erhöhen und die Social-Media-Plattformen verstärkt zu Maßnahmen gegen derartige Aktionen zu zwingen.
Siehe auch:
Hunderte Flüge von Fake-Bombendrohungen betroffen
Social-Media-Chaoten haben ein neues Hobby: sie sprechen online Bombendrohungen gegen bestimmte Flüge verschiedenster indischer Fluggesellschaften aus, wobei sie sich meist neu angelegter Nutzerkonten und der vermeintlichen Anonymität von Virtual Private Networks (VPNs) bedienen. In Indien sorgt dies für umgeleitete oder abgesagte Flüge und immer wieder auch zu Abfangflügen durch Militärmaschinen.Während das alljährliche Diwali, das Neujahrsfest der Hindus bevorsteht, nahm die Zahl der online ausgesprochenen Bombendrohungen in Indien zuletzt massiv zu. Allein innerhalb der letzten zwei Wochen waren laut einem Bericht von Nikkei Asia mehr als 350 Linienflüge von Bombendrohungen betroffen. Nur am letzten Dienstag gab es nach Angaben von indischen Fluglinien mindestens 85 Bombendrohungen.
Die indischen Behörden versuchen, die Probleme durch Druck auf die Plattformanbieter in den Griff zu bekommen. Vor allem der vor einiger Zeit von Milliardär und Tesla-Chef Elon Musk übernommene Dienst X/Twitter dient immer wieder als Ort der Veröffentlichung von Bombendrohungen. Die Behörden luden deshalb bereits mehrfach Vertreter X vor, um zu erfahren, warum das Unternehmen nichts gegen den Missbrauch seiner Plattform für die Bombendrohungen unternimmt.
Enorme Kosten und ständige Kampfjet-Einsätze
Für die Fluglinien sind die andauernden Bombendrohungen auch ein finanzielles Problem. Allein die Umleitung eines großen Linienflugs mit einer Boeing 777 nach einer solchen Drohung könne Treibstoffkosten in Höhe von über 350.000 Dollar verursachen, heißt es. Hinzu kommen die massiven Probleme, die sich für die Passagiere der betroffenen Flüge ergeben.Immer wieder werden auch Militärjets mobilisiert, um möglichen Ernstfällen vorzubeugen, berichtet die Hindustan Times. So wurde etwa ein Flug der Air India auf dem Weg von Mumbai nach London von Jets der Royal Air Force abgefangen und umgeleitet. Im Fall einer Maschine der Air India Express wurden Kampfjets der Singapore Armed Forces aktiviert, um den Flug über dünn besiedeltes Gebiet zu begleiten, nachdem es auch hier zu einer Bombendrohung gekommen war.
Die nepalesische Armee musste im Fall eines Fluges der Airline Vistara aus Delhi mit Sprengstoffspezialisten anrücken, als dieser nach einer Bombendrohung in Nepals Hauptstadt Kathmandu landete. Die indische Regierung will nun neue Gesetzesänderungen auf den Weg bringen, um die Abschreckung gegenüber den Autoren der Bombendrohungen zu erhöhen und die Social-Media-Plattformen verstärkt zu Maßnahmen gegen derartige Aktionen zu zwingen.
Zusammenfassung
- Indische Regierung kämpft gegen Bombendrohungen auf Social-Media
- Neue Nutzerkonten und VPNs werden für Drohungen gegen Flüge genutzt
- Über 350 Linienflüge in zwei Wochen von Bombendrohungen betroffen
- X/Twitter steht besonders in der Kritik der indischen Behörden
- Umgeleitete Flüge verursachen enorme Kosten für Fluggesellschaften
- Militärjets werden zur Begleitung bedrohter Flugzeuge eingesetzt
- Die Regierung plant Gesetzesänderungen zur Abschreckung und Plattformkontrolle
Siehe auch:
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