Recyclingfabrik von Mercedes-Benz gewinnt 96 % von Batterien zurück
Mercedes-Benz eröffnet in Baden-Württemberg seine erste Batterie-Recyclingfabrik. Mit innovativer Technologie will der Autobauer bis zu 96 Prozent der wertvollen Rohstoffe aus E-Auto-Batterien zurückgewinnen. Die Anlage will neue Maßstäbe bezüglich Nachhaltigkeit setzen.
Die neue Fabrik setzt auf ein integriertes mechanisch-hydrometallurgisches Verfahren, das Mercedes-Benz als erstes Unternehmen in Europa in dieser Form einsetzt. Dabei werden die Batterien zunächst mechanisch zerkleinert und anschließend in einem chemischen Prozess bei niedrigen Temperaturen von bis zu 80 Grad Celsius weiterverarbeitet. Diese Methode ermöglicht es, bis zu 96 Prozent der Batteriematerialien zurückzugewinnen - deutlich mehr als bei herkömmlichen Recyclingverfahren.
Die Eröffnung der Recyclingfabrik kommt zu einem strategisch günstigen Zeitpunkt. Experten gehen davon aus, dass ab 2030 größere Mengen an alten E-Auto-Batterien auf den Markt kommen werden. Das Fraunhofer-Institut rechnet mit rund 420.000 Tonnen in Europa. Gleichzeitig sieht die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe bereits für das Ende dieses Jahrzehnts einen Mangel an neuem Lithium für E-Auto-Akkus voraus.
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Recycling-Revolution für Batterien?
Mercedes-Benz hat im baden-württembergischen Kuppenheim seine erste Batterie-Recyclingfabrik in Betrieb genommen. Die hochmoderne Anlage markiert einen wichtigen Schritt in Richtung nachhaltige Elektromobilität, so der Autobauer. Mit einer Jahreskapazität von 2500 Tonnen sollen hier künftig ausgediente Batterien von Elektrofahrzeugen aufbereitet und wertvolle Rohstoffe wie Lithium, Nickel und Kobalt zurückgewonnen werden.Die neue Fabrik setzt auf ein integriertes mechanisch-hydrometallurgisches Verfahren, das Mercedes-Benz als erstes Unternehmen in Europa in dieser Form einsetzt. Dabei werden die Batterien zunächst mechanisch zerkleinert und anschließend in einem chemischen Prozess bei niedrigen Temperaturen von bis zu 80 Grad Celsius weiterverarbeitet. Diese Methode ermöglicht es, bis zu 96 Prozent der Batteriematerialien zurückzugewinnen - deutlich mehr als bei herkömmlichen Recyclingverfahren.
Mercedes-Benz erklärt, wie der Batterie-Recyclingprozess funktioniert
Nachhaltigkeit im Fokus
Nachhaltigkeit steht bei dem Projekt im Vordergrund, so Mercedes-Benz in einer Pressemitteilung. Die Recyclingfabrik wird zu 100 Prozent mit Grünstrom betrieben und verfügt über eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von mehr als 350 Kilowatt.Die Eröffnung der Recyclingfabrik kommt zu einem strategisch günstigen Zeitpunkt. Experten gehen davon aus, dass ab 2030 größere Mengen an alten E-Auto-Batterien auf den Markt kommen werden. Das Fraunhofer-Institut rechnet mit rund 420.000 Tonnen in Europa. Gleichzeitig sieht die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe bereits für das Ende dieses Jahrzehnts einen Mangel an neuem Lithium für E-Auto-Akkus voraus.
Zukunftspläne und Kapazitäten
Mercedes-Benz plant, die Produktionsvolumina in Zukunft zu skalieren und die Recyclingkapazitäten weiter auszubauen. Zunächst ermöglicht die Anlage in Kuppenheim die Wiederverwendung der Wertstoffe für die Produktion von mehr als 50.000 Batteriemodulen für vollelektrische Modelle pro Jahr. Damit leistet der Autobauer einen wichtigen Beitrag zur Ressourcenschonung und zur Reduzierung der Abhängigkeit von Rohstoffimporten.
Zusammenfassung
- Mercedes-Benz eröffnet erste Batterie-Recyclingfabrik in Kuppenheim
- Innovative Technologie gewinnt bis zu 96 Prozent der Rohstoffe zurück
- Die Anlage verarbeitet 2500 Tonnen ausgediente E-Auto-Batterien pro Jahr
- Mechanisch-hydrometallurgisches Verfahren bei niedrigen Temperaturen
- Betrieb mit 100 Prozent Grünstrom und eigener Photovoltaikanlage
- Strategisch günstige Eröffnung angesichts erwarteter Altbatteriemengen
- Beitrag zur Ressourcenschonung und Reduzierung von Rohstoffimporten
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