Neues Verfahren macht alte Autoreifen zu wertvollem Rohstoff
Riesige Mengen alter Autoreifen und andere Gummi-Abfälle stellen immer noch ein gewaltiges Problem dar. Nun aber haben Forscher ein neues Verfahren entwickelt, mit dem diese zu wichtigen Rohstoffen aufbereitet werden können - mit recht geringem Aufwand.
Die Entsorgung von Gummiabfällen stellt weltweit ein großes Umweltproblem dar. Allein in den USA wurden im Jahr 2021 über 274 Millionen Reifen entsorgt, von denen ein erheblicher Anteil auf Müllhalden landete. Bestehende Recyclingmethoden wie Pyrolyse bergen Risiken für Umwelt und Gesundheit, da dabei schädliche Nebenprodukte wie Benzol und Dioxine entstehen. Auch Verfahren wie die Entvulkanisierung führen häufig zur Schwächung des Materials oder zur Erzeugung von minderwertigen Nebenprodukten.
Das neue Verfahren hingegen ermöglicht eine vollständige Zersetzung des Altreifengummis innerhalb von nur sechs Stunden. Die dabei entstehenden Materialien können zur Herstellung von Epoxidharz genutzt werden, das in Klebstoffen, Beschichtungen und Verbundmaterialien Anwendung findet. Dieses Harz weist eine vergleichbare Festigkeit zu den üblichen kommerziellen Varianten auf.
Die Wissenschaftler arbeiten nun an der Weiterentwicklung des Verfahrens, um noch umweltfreundlichere Lösungsmittel zu finden, die in dem Prozess eingesetzt werden können, und die Skalierbarkeit der Methode zu verbessern. Sollte dies gelingen, könnte die neue Technologie einen entscheidenden Beitrag zur Reduzierung von Gummiabfällen und zur nachhaltigen Materialnutzung leisten.
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Gigantisches Müllproblem
Ein Team unter der Leitung von Aleksandr Zhukhovitskiy von der Universität von North Carolina demonstrierte jetzt den neuartigen zweistufigen Prozess. Dabei werden C-H-Aminierung und eine Polymer-Umlagerungstechnik genutzt, um die langlebige, vernetzte Struktur des Gummis aufzulösen und in lösliche, aminmodifizierte Materialien umzuwandeln.Die Entsorgung von Gummiabfällen stellt weltweit ein großes Umweltproblem dar. Allein in den USA wurden im Jahr 2021 über 274 Millionen Reifen entsorgt, von denen ein erheblicher Anteil auf Müllhalden landete. Bestehende Recyclingmethoden wie Pyrolyse bergen Risiken für Umwelt und Gesundheit, da dabei schädliche Nebenprodukte wie Benzol und Dioxine entstehen. Auch Verfahren wie die Entvulkanisierung führen häufig zur Schwächung des Materials oder zur Erzeugung von minderwertigen Nebenprodukten.
Das neue Verfahren hingegen ermöglicht eine vollständige Zersetzung des Altreifengummis innerhalb von nur sechs Stunden. Die dabei entstehenden Materialien können zur Herstellung von Epoxidharz genutzt werden, das in Klebstoffen, Beschichtungen und Verbundmaterialien Anwendung findet. Dieses Harz weist eine vergleichbare Festigkeit zu den üblichen kommerziellen Varianten auf.
Weniger Energie
Ein weiterer Vorteil der Methode ist ihre Umweltfreundlichkeit. Im Gegensatz zu herkömmlichen Verfahren, die extreme Temperaturen oder teure Katalysatoren erfordern, arbeitet der neue Prozess unter milden Bedingungen zwischen 35 und 50 Grad Celsius. Dies reduziert nicht nur den Energieaufwand, sondern macht das Verfahren auch kostengünstiger.Die Wissenschaftler arbeiten nun an der Weiterentwicklung des Verfahrens, um noch umweltfreundlichere Lösungsmittel zu finden, die in dem Prozess eingesetzt werden können, und die Skalierbarkeit der Methode zu verbessern. Sollte dies gelingen, könnte die neue Technologie einen entscheidenden Beitrag zur Reduzierung von Gummiabfällen und zur nachhaltigen Materialnutzung leisten.
Zusammenfassung
- Neues Verfahren wandelt alte Autoreifen in wertvolle Rohstoffe um
- Zweistufiger Prozess löst die Gummistruktur in nur sechs Stunden auf
- Entstandene Materialien können für Epoxidharz verwendet werden
- Die Methode arbeitet umweltfreundlich bei milden Temperaturen von 35 bis 50 °C
- Verfahren könnte Gummiabfälle reduzieren und Materialnutzung verbessern
- Forscher arbeiten an Weiterentwicklung und besserer Skalierbarkeit
- 274 Millionen entsorgte Reifen allein in den USA im Jahr 2021
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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