Echtheitssiegel für YouTube-Videos, die 'mit Kamera gefilmt' wurden

Googles Videoplattform YouTube hat begonnen, neue Label für Videos einzuführen, die unverändert von einer ganz normalen Kamera (oder auch Handykamera) aufgenommen und unverändert hochgeladen wurden. "Aufgenommen mit einer Kamera" heißt es dann künftig.
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YouTube

'Richtige', echte Videos sollen einfach erkennbar sein

Auch bei YouTube hat man sich weit von den Ursprüngen entfernt, denn mittlerweile dürfte nur noch ein verschwindend kleiner Teil der dort veröffentlichten Videos in Rohform oder mit wenigen Schnitten auf der Plattform landen. Damit man diese und andere Videos, die mit einer "echten Kamera" gefilmt und hochgeladen wurden, ohne ihre Audio- und Videodaten zu verändern, leichter erkennt, bringt YouTube jetzt ein entsprechendes Label an.

Das neue Label "Aufgenommen mit einer Kamera" wurde erstmals von dem auf die Prüfung digitaler Inhalte spezialisierten Anbieter Truepic demonstriert, der ein entsprechendes Video auf seinem YouTube-Kanal veröffentlicht hat. Es handele sich um das "erste authentische Video mit C2PA Content Credentials bei YouTube".

C2PA-Metadaten müssen im Schnitt erhalten bleiben

YouTube setzt damit auf den C2PA-Standard, anhand dessen die Authentizität von Videos erkannt wird. Voraussetzung dafür ist, dass die Aufnahmegeräte und die zur weiteren Be- und Verarbeitung der Videos verwendeten Tools die entsprechenden Metadaten liefern. Laut einer Hilfeseite von YouTube signalisiert das Label, dass der Videoersteller eine bestimmte Technologie verwendet hat, um die Herkunft des Videos zu belegen und nachzuweisen, dass weder Ton- noch Videoinhalte verändert wurden.

Konkret müssen die Ersteller der Videos die CP2A Version 2.1 oder höher verwenden, damit das Label auch tatsächlich angezeigt wird. Noch werden die "Content Credentials" aufseiten der Kamerahersteller nur in sehr begrenztem Maß unterstützt. Nur einige wenige Anbieter haben bisher eine entsprechende Integration bei ihren Geräten vorgenommen. Es dürfte also noch länger dauern, bis mehr Videos mit der Kennzeichnung "Aufgenommen mit einer Kamera" auftauchen werden.

Damit ein Video die C2PA-Kennzeichnung behält, muss es nicht unbedingt ungeschnitten sein. Wie Google in einem Blog-Eintrag erklärte, muss lediglich gewährleistet sein, dass die C2PA-Credentials während des Schnittprozesses stets erhalten bleiben. Außerdem muss man sicherstellen, dass die Inhalte durch den Schnitt nicht zu stark verändert werden. Letztlich geht es bei der Kennzeichnung der Videos vor allem darum, eine Möglichkeit zu bieten, anhand der künftig Inhalte besser erkennbar sind, bei denen KI-Technologie zur Erstellung verwendet wurde.

Zusammenfassung
  • Neues YouTube-Label für Videos direkt aus der Kamera
  • Label "Aufgenommen mit einer Kamera" eingeführt
  • Truepic zeigt erstes Video mit C2PA Content Credentials
  • C2PA-Standard prüft Authentizität der Videos
  • Label zeigt Einsatz bestimmter Technologien
  • CP2A Version 2.1 oder höher erforderlich für Label
  • C2PA-Kennzeichnung muss auch nach Schnitt erhalten bleiben

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