Hubble: Jupiters Roter Fleck wird gequetscht - niemand weiß, warum

Das Hubble-Weltraumteleskop hat eine faszinierende Entdeckung gemacht: Der Große Rote Fleck des Jupiters pulsiert wie ein riesiger Stressball. Dieses unerwartete Verhalten gibt Wissenschaftlern neue Rätsel auf und wirft Fragen zur Zukunft des gigantischen Sturms auf.
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Kosmisches Pulsieren: Jupiters Riesensturm im Wandel

Der Große Rote Fleck auf dem Jupiter, ein gewaltiger Sturm, der seit mindestens 150 Jahren beobachtet wird, zeigt ein überraschendes neues Verhalten. Das Hubble-Weltraumteleskop hat enthüllt, dass der Sturm in regelmäßigen Abständen seine Größe verändert.

Mit einer Ausdehnung von etwa 14.750 Kilometern ist der gigantische Sturm bereits größer als der Durchmesser der Erde. Nun haben Astronomen festgestellt, dass dieser kosmische Gigant alle 90 Tage pulsiert, als würde er zusammengedrückt und wieder ausgedehnt. Diese Entdeckung wirft Fragen zur Stabilität und Zukunft des größten Sturms in unserem Sonnensystem auf. Hubble: Der Große Rote Fleck des JupiterHubble zeigt den gigantischen Sturm im neuen Licht

NASA-Forscher entdecken unerwartete Dynamik

Die NASA berichtet, dass Forscher unter der Leitung von Amy Simon vom Goddard Space Flight Center diese unerwartete Dynamik während einer 88,5-tägigen Beobachtungsperiode zwischen Dezember 2023 und März 2024 entdeckt haben.

Mit Hubbles hoher Auflösung können wir definitiv sagen, dass sich der Große Rote Fleck gleichzeitig zusammenzieht und ausdehnt, während er sich schneller und langsamer bewegt. Das war sehr unerwartet, und im Moment gibt es keine hydrodynamischen Erklärungen dafür.
Amy Simon, Goddard Space Flight Center

Zusammenhang zwischen Größe und Geschwindigkeit

Diese Größenveränderung scheint mit der Geschwindigkeit zusammenzuhängen, mit der sich der Sturm um den Planeten bewegt. Wenn der Fleck sich langsamer bewegt, erreicht er seine maximale Ausdehnung. Bei schnellerer Bewegung zieht er sich zusammen. Diese Erkenntnisse könnten wichtige Hinweise auf die komplexen atmosphärischen Prozesse auf Gasriesen wie Jupiter liefern.

Hubble: Der Große Rote Fleck des Jupiter pulsiert

Der Große Rote Fleck, der sich etwa 22 Grad südlich des Jupiteräquators befindet, wird von mächtigen Jetstreams umgeben, die mit Geschwindigkeiten von bis zu 428 Kilometern pro Stunde um den Planeten rasen. Diese Winde halten den Sturm in seiner Position, erlauben ihm aber dennoch eine gewisse Bewegungsfreiheit.

Mike Wong von der University of California, Berkeley, vergleicht das Verhalten des Sturms mit einem Sandwich:

"Es ist wie bei einem Sandwich, bei dem die Brotscheiben sich ausbeulen, wenn zu viel Belag in der Mitte ist."
Mike Wong, University of California, Berkeley

Langfristige Entwicklung

Neben diesen faszinierenden Größenveränderungen haben Wissenschaftler auch beobachtet, dass der Sturm insgesamt zu schrumpfen scheint. Seit den 1920er Jahren verzeichnen Astronomen einen allgemeinen Trend zur Verkleinerung des Großen Roten Flecks. Diese langfristige Entwicklung, kombiniert mit den neu entdeckten periodischen Schwankungen, deutet darauf hin, dass der Sturm komplexen und möglicherweise instabilen Prozessen unterliegt. Die aktuellen Beobachtungen und Schlussfolgerungen wurden im Planetary Science Journal veröffentlicht.

Was haltet ihr von dieser überraschenden Entdeckung? Teilt eure Gedanken und Theorien in den Kommentaren mit uns!

Zusammenfassung
  • Hubble entdeckt, dass Jupiters Großer Roter Fleck pulsiert
  • Sturm zeigt alle 90 Tage Größenveränderungen
  • Keine hydrodynamischen Erklärungen für das Phänomen vorhanden
  • Größenänderung korreliert mit der Bewegungsgeschwindigkeit des Flecks
  • Sturm von schnellen Jetstreams umgeben, die ihn positionieren
  • Langfristiger Trend zeigt, dass der Fleck seit den 1920er Jahren schrumpft

Siehe auch:


Bresser National Geographic
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