Boom schon vorbei? - Chinas Solar-Zubau bricht aktuell massiv ein
China hat zuletzt einen gigantischen Boom beim Ausbau der Photovoltaik durchlebt. Doch jetzt bricht das Wachstum des Bereichs massiv ein - denn nicht nur das Netz kommt an seine Grenzen, auch andere Hindernisse können nicht schnell genug weggeräumt werden.
Doch im März brach die Zubau-Rate nach jüngsten Zahlen um 32 Prozent ein, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Sie fiel auf den niedrigsten Stand seit 16 Monaten. Der Hauptgrund hierfür liegt darin, dass inzwischen weniger Genehmigungen für den Bau neuer Anlagen vergeben werden. Denn der Umbau der Netzinfrastruktur hinkt hinterher und es kommt in vielen Regionen inzwischen zu der Situation, dass die von den Solarsystemen erzeugte Energie nicht mehr hinreichend abtransportiert werden kann.
Ein weiterer Faktor war die Preisentwicklung an den Strombörsen. Solarstrom ist immer billiger geworden und ein tendenzieller Überschuss sorgte weiter dafür, dass die Preise gedrückt wurden. Dies führt dazu, dass die Rendite-Erwartungen in den Bau solcher Anlagen sinken und die Investitionen entsprechend zurückhaltender erfolgen. Ein weiterer Bremsfaktor ist in einigen Regionen die Tatsache, dass es nur noch wenige brauchbare Dachflächen für die Installation von Modulen gibt.
Die Bremseffekte betreffen dabei vor allem die Weiterentwicklung der dezentralen Solarstrom-Produktion. China treibt weiterhin auch Großanlagen in Wüstenregionen voran, die dann teils mit besonderen Transportleitungen über tausende Kilometer mit den industriellen Ballungsräumen verbunden werden. Diese Projekte sind aufgrund ihrer Komplett-Planungen weniger von den genannten Schwierigkeiten betroffen.
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Enormer Sprung im letzten Jahr
China hat die Menge seiner installierten Photovoltaik-Kapazität im vergangenen Jahr um über 50 Prozent gesteigert. Ende 2023 waren in dem Land Anlagen mit einer Leistung von insgesamt fast 610 Gigawatt Peak in Betrieb, rund 217 Gigawatt Peak wurden dabei erst im letzten Jahr neu gebaut. Und es sah so aus, als würde diese Entwicklung noch einige Zeit weitergehen.Doch im März brach die Zubau-Rate nach jüngsten Zahlen um 32 Prozent ein, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Sie fiel auf den niedrigsten Stand seit 16 Monaten. Der Hauptgrund hierfür liegt darin, dass inzwischen weniger Genehmigungen für den Bau neuer Anlagen vergeben werden. Denn der Umbau der Netzinfrastruktur hinkt hinterher und es kommt in vielen Regionen inzwischen zu der Situation, dass die von den Solarsystemen erzeugte Energie nicht mehr hinreichend abtransportiert werden kann.
Ein weiterer Faktor war die Preisentwicklung an den Strombörsen. Solarstrom ist immer billiger geworden und ein tendenzieller Überschuss sorgte weiter dafür, dass die Preise gedrückt wurden. Dies führt dazu, dass die Rendite-Erwartungen in den Bau solcher Anlagen sinken und die Investitionen entsprechend zurückhaltender erfolgen. Ein weiterer Bremsfaktor ist in einigen Regionen die Tatsache, dass es nur noch wenige brauchbare Dachflächen für die Installation von Modulen gibt.
Großanlagen kaum betroffen
Die zuständigen staatlichen Stellen sind inzwischen dazu übergegangen, die Netzinfrastruktur anzupassen. Da es sich hier aber um Maßnahmen an kritischen Infrastrukturen handelt, sind offiziell kaum Informationen über den konkreten Stand in Erfahrung zu bringen - die Behörden halten sich mit Aussagen zurück.Die Bremseffekte betreffen dabei vor allem die Weiterentwicklung der dezentralen Solarstrom-Produktion. China treibt weiterhin auch Großanlagen in Wüstenregionen voran, die dann teils mit besonderen Transportleitungen über tausende Kilometer mit den industriellen Ballungsräumen verbunden werden. Diese Projekte sind aufgrund ihrer Komplett-Planungen weniger von den genannten Schwierigkeiten betroffen.
Zusammenfassung
- China erlebte zuletzt einen Boom beim Ausbau der Photovoltaik
- Ende 2023 waren fast 610 Gigawatt Photovoltaik-Leistung installiert
- Im März brach die Zubau-Rate um 32 Prozent ein, niedrigster Stand seit 16 Monaten
- Weniger Genehmigungen für neue Anlagen aufgrund unzureichender Netzinfrastruktur
- Preisentwicklung an den Strombörsen drückt die Rendite-Erwartungen der Investoren
- Wenige brauchbare Dachflächen für Solarmodule in einigen Regionen vorhanden
- Staatliche Stellen passen die Netz-Infrastruktur an, Informationen sind rar
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