Hat Asteroidenabwehr geklappt? Hera startet zum DART-Einschlag

Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) bereitet sich auf den Start der Asteroidenmission Hera vor. Am 7. Oktober 2024 soll die Raum­sonde vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida abheben - vorausgesetzt, SpaceX kann seine Falcon 9-Raketen wieder starten.
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ESA

Spannung vor historischer Asteroidenmission

Hera ist Teil des Projekts zur planetaren Verteidigung Namens DART. Ihr Ziel ist das Doppelasteroidensystem Didymos, das aus dem etwa 780 Meter großen Hauptasteroiden Didymos und seinem 160 Meter messenden Begleiter Dimorphos besteht. Vor zwei Jahren ließ die NASA ihre DART-Sonde gezielt auf Dimorphos einschlagen, um dessen Umlaufbahn zu verändern. Nun soll Hera die Auswirkungen dieses kosmischen Experiments im Detail untersuchen.

Wie Spacepolicyonline berichtet, ist die 363 Millionen Euro teure Hera-Mission startklar. Allerdings musste SpaceX kürzlich seine Falcon 9-Starts aussetzen, um eine Anomalie beim Start der Crew-9-Mission zu untersuchen. Die ESA bleibt jedoch optimistisch und bereitet die Sonde für einen möglichen Start am 7. Oktober vor.

ESA Hera Mission: So starten die CubeSats

An Bord von Hera befinden sich hochmoderne Instrumente zur Fernerkundung sowie zwei Cubesats namens Juventas und Milani. Diese schuhkartongroßen Minisatelliten sollen in die Nähe der Asteroiden vordringen und detaillierte Messungen vornehmen. Interessantes Detail: Juventas trägt das kleinste Weltraumradar, das je geflogen ist.
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Herausforderungen und innovative Lösungen

Die Mission steht vor einigen Herausforderungen. Das durch den DART-Einschlag erzeugte Trümmerfeld könnte die Navigation erschweren. Hera-Flugdirektor Ignacio Tanco sieht in den Cubesats jedoch einen Vorteil: Sie können riskantere Manöver durchführen, während das "Hauptschiff" auf sicherer Entfernung bleibt.

Die Hera-Mission hat nur bis zum 27. Oktober Zeit für ihren Start. Verpasst sie dieses Fenster, müsste sie zwei Jahre warten, bis sich Erde und Asteroidensystem wieder in der richtigen Konstellation befinden. Die Wissenschaftler hoffen daher, dass SpaceX und die FAA die aktuelle Situation schnell klären können.

Von Don Quijote zu Hera: ESAs Weg zur Asteroidenabwehr

Hera knüpft an eine lange Tradition der Asteroidenforschung an. Bereits 2005 hatte die ESA die Konzeptstudie "Don Quijote" zur Asteroidenablenkung veröffentlicht. Auch wenn diese nicht realisiert wurde, flossen Teile des Konzepts in spätere Missionen ein. 2015 vereinbarten NASA und ESA dann die gemeinsame AIDA-Mission (Asteroid Impact & Deflection Assessment), aus der schließlich DART und Hera hervorgingen.

Was haltet ihr von dieser Mission zur Asteroidenabwehr? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • ESA bereitet Hera-Mission für den 7. Oktober 2024 vor
  • Ziel der Mission ist das Doppelasteroidensystem Didymos
  • Hera untersucht die Folgen des NASA DART-Einschlags
  • Hera trägt hochmoderne Instrumente und zwei Cubesats
  • Anomalie bei SpaceX könnte Start der Falcon 9 verzögern
  • Hera hat ein Startfenster bis zum 27. Oktober 2024
  • Mission baut auf frühere ESA-NASA Kooperation auf

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