Entdeckung macht "Hoffnung":
Erde könnte Sonnen-Tod doch überleben

Ein faszinierender Blick in die Zukunft: Astronomen entdeckten einen erdähnlichen Planeten 4.000 Lichtjahre entfernt, der unser mögliches Schicksal in Milliarden Jahren zeigt. Die Entdeckung offenbart, wie sich Sonnensysteme entwickeln und was die Erde erwarten könnte.
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Überlebt die Erde das Ende der Sonne?

Der neu entdeckte Planet umkreist einen Weißen Zwerg, den Überrest eines sonnenähnlichen Sterns. Dieser Stern durchlief eine Phase als roter Riese, bevor er zu einem dichten, kleinen Objekt schrumpfte. Der Planet überlebte diesen Prozess und befindet sich nun in einer Umlaufbahn, die doppelt so groß ist wie die der Erde.

Für unser Sonnensystem prognostizieren die Wissenschaftler einen ähnlichen Verlauf. In etwa einer Milliarde Jahren wird die Sonne sich ausdehnen und die inneren Planeten verschlingen. Die Erde könnte diesem Schicksal entgehen, indem sie nicht verschlungen, sondern in eine weiter entfernte Umlaufbahn gedrängt wird.


"Ob Leben auf der Erde diese Phase überstehen kann, ist unbekannt. Aber das Wichtigste ist, dass die Erde nicht von der Sonne verschluckt wird, wenn sie zum Roten Riesen wird", erklärt Jessica Lu, Astronomie-Professorin an der UC Berkeley. Die Studie, veröffentlicht in Nature Astronomy, liefert wertvolle Erkenntnisse über die Entwicklung von Sternsystemen.

Das ferne Planetensystem, nahe dem Zentrum unserer Galaxie gelegen, erregte 2020 die Aufmerksamkeit der Astronomen. Bei einem sogenannten Mikrolinsenereignis wirkte die Schwerkraft eines weiteren Systems wie eine Linse und verstärkte das Licht des Hintergrundsterns um das Tausendfache. Nachfolgende Beobachtungen mit dem Keck-Teleskop in Hawaii bestätigten, dass es sich bei dem Zentralstern um einen Weißen Zwerg handelt.

Es wird schon vorher kritisch

Schon vor dem Tod der Sonne wird sich die Menschheit aus anderen Gründen Überlebensstrategien überlegen müssen: Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Erde in rund einer Milliarde Jahre nicht mehr bewohnbar sein wird: "Zu diesem Zeitpunkt wären die Ozeane der Erde durch den galoppierenden Treibhauseffekt verdampft - lange bevor die Gefahr besteht, von einem Roten Riesen verschluckt zu werden."

Allerdings gibt es laut dem Team hier ebenfalls Hoffnung: Auch wenn die Erde in einer Milliarde Jahren unbewohnbar wird, könnten die Eismonde des Jupiter und Saturn neue Lebensräume bieten. Keming Zhang, Hauptautor der Studie, spekuliert: "Wenn die Sonne zum Roten Riesen wird, verschiebt sich die bewohnbare Zone in Richtung Jupiter und Saturn. Viele dieser Monde könnten zu Ozeanplaneten werden. Die Menschheit könnte dorthin auswandern."

Zusammenfassung
  • Erdähnlicher Planet 4.000 Lichtjahre entfernt entdeckt
  • Planet überlebte die Rote-Riesen-Phase seines Sterns
  • Erde könnte ähnliches Schicksal wie der entdeckte Planet erleiden
  • Unsere Sonne wird in ca. einer Milliarde Jahren zum Roten Riesen
  • Erde möglicherweise unbewohnbar durch Treibhauseffekt vor Sonnentod
  • Eismonde von Jupiter und Saturn könnten zukünftige Lebensräume bieten

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